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Presseschau

Medienmonitoring: Krieg in der Ukraine // 06.04.22

Land: Republik Moldau

Ergebnisse der Geberkonferenz für die Republik Moldau am 05.04.2022: Von insgesamt 30 Länder erhält das Land 700 Mio EUR Finanzhilfe, davon 50 Mio aus Deutschland. Premierministerin Gavrilita: Dies wird uns ermöglichen, die humanitäre Krise und die Energiekrise besser zu bewältigen und die Reformziele zu er-reichen / Starke Resonanz in der Republik Moldau auf die Rede des ukrainischen Präsidenten vor dem UN-Sicherheitsrat.

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1) Was wird mit Blick auf den Krieg in der Ukraine diskutiert?

Medien in der Republik Moldau berichten intensiv über Forderungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelenski vor dem UN-Sicherheitsrat am 05.04.2022: Die Verantwortlichen für die Verbrechen, die die russische Armee in der Ukraine begangen hat, sollten vor Gericht gestellt werden. Er schlug insbesondere vor, den UN-Sicherheitsrat zu reformieren, Russland daraus auszuschließen oder den Sicherheitsrat aufzulösen. "Wo ist die Sicherheit, die der Sicherheitsrat garantieren sollte? Es gibt sie nicht, obwohl der Sicherheitsrat existiert, als ob nichts geschehen wäre. Wo bleibt also der Frieden, den die Vereinten Nationen garantieren sollen? , fragte der ukrainische Präsident (www.newsmaker.md).

2) Was wird mit Blick auf Russland artikuliert?

Das Nachrichtenportal Agora berichtet, dass die Europäische Union am 05.04.2022 als Reaktion auf die Aggression in der Ukraine eine Reihe neuer Sanktionsvorschläge gegen Russland angekündigt hat. Dazu zählen u.a. ein Importverbot für Kohle und Hafensperren für russische Schiffe (www.agora.md). Der russische Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete in einer Pressekonferenz gestern, am 05.04 die Ereignisse in Bucha erneut als "falsche Provokation", die darauf abziele, die laufenden Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine zu stören, schreibt das Nachrichtenportal Newsmaker (www.newskaer.md)

 

3) Wie wird Deutschland wahrgenommen? Welche Forderungen werden gestellt?

 

Über den ersten Tag der Geberkonferenz in Berlin zur Unterstützung der Republik Moldau wurde in der moldauischen Presse ausführlich berichtet: „Deutschland will der Republik Moldau helfen, ihre Abhängigkeit von Russland zu verringern“, teilt der Fernsehsender PRO TV mit. "Wir wollen gemeinsam mit unseren moldauischen Partnern prüfen, wie wir Moldau helfen können, seine wirtschaftliche, finanzielle und energiepolitische Abhängigkeit von Russland zu verringern und die Widerstandsfähigkeit des Landes zu stärken", sagte die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock zum Auftakt der Unterstützerkonferenz gestern, am 05.04.2022 in Berlin. (www.protv.md ) Deutschland hatte zuvor angekündigt, Chisinau ein Darlehen in Höhe von 50 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, um Moldau bei der Bewältigung der Flüchtlingswelle und der steigenden Energiepreise zu unterstützen. (www.agora.md ) Die moldauische Premierministerin Natalia Gavrilita forderte die Konferenzteilnehmer auf, die Diversifizierung der Energiequellen von Chisinau zu unterstützen. Moldau wird von den 30 Ländern, deren Vertreter gestern in Berlin zusammengekommen sind, um die Unterstützungsplattform für die Republik Moldau ins Leben zu rufen, Finanzhilfen in Höhe von fast 700 Millionen Euro erhalten. (www.protv.md ) "Die Mobilisierung der Unterstützung der internationalen Gemeinschaft wird uns ermöglichen, die humanitäre Krise und die Energiekrise besser zu bewältigen und die Reformziele zu erreichen, indem wir die Rechtsstaatlichkeit und die öffentlichen Institutionen stärken und den Lebensstandard der Bevölkerung anheben", so der stellvertretende Ministerpräsident, Minister für auswärtige Angelegenheiten und europäische Integration Nicu Popescu in Berlin. (www.moldpres.md) Der rumänische Außenminister Bogdan Aurescu (der gemeinsam mit Frankreich den Vorsitz der Berliner Konferenz innehat) war der einzige, der direkt auf die Ambitionen der Republik Moldau in Bezug auf die EU-Integration einging, die Anfang März durch die Einreichung eines offiziellen Antrags auf Beitritt zur EU zusammen mit Georgien und nach dem Vorbild der Ukraine verwirklicht wurde. "Wir müssen dies jetzt tun [um die europäische Integration zu unterstützen], um der derzeitigen reformorientierten Regierung in Chisinau eine Chance zu geben", sagte unter anderem Bogdan Aurescu, teilt Radio Europa Libera mit. (www.moldova.europalibera.org ) In einem Interview für die Deutsche Welle gibt die Premierministerin der Republik Moldau, Natalia Gavrilita, Antworten auf die meistdiskutierten Themen in der Republik Moldau und im Ausland. Sie wies darauf hin, dass Moldau das Land ist, das am stärksten vom Krieg betroffen ist, da es mit mehreren Problemen konfrontiert sei, wie z.B. steigenden Energiekosten, einer hohen Inflation, die bereits 18% erreicht habe, einer großen Flüchtlingswelle und dem Transnistrien-Problem. Laut Gavrilita muss die Republik Moldau so schnell wie möglich ihre Kapazitäten ausbauen, um der großen EU-Familie beizutreten. (www.protv.md )

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Contact Katja Christina Plate
Katja Christina Plate
Head of the Strategy and Planning Department
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