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Presseschau

Medienmonitoring: Krieg in der Ukraine // 14.03.22

Land: Republik Moldau

Moldauische Armee unterstützt die Versorgung der ukrainischen Flüchtlinge in der Republik Moldau / Lebensmittelpreise in der Republik Moldau steigen stark an. Lebensmittelversorgung kann schwieriger werden / nukleare Bedrohungsszenarien durch Russland finden breite Aufmerksamkeit in den Medien / Es festigt sich die Ansicht, dass Russland den Krieg mittel- und langfristig nur verlieren könnte.

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1) Was wird mit Blick auf den Konflikt in der Ukraine diskutiert?

 

Die moldauische Armee unterstützt bei der Bewältigung der ukrainischer Flüchtlingsströme, die in Moldau ankommen. Laut einer Erklärung, die auf dem Telegrammkanal der Regierung – Prima Sursa (Erste Quelle) - veröffentlicht wurde, seien Transporteinheiten der Armee an der Verteilung der humanitären Hilfe beteiligt, die von den ausländischen Partnern für ukrainische Flüchtlinge bereitgestellt wird. (radiochisinau.md)

 

Der Wirtschaftsexperte Veaceslav Ionita gibt düstere Prognosen zur Lebensmittelversorgung aufgrund hoher Lebensmittelpreise ab. "Die Produkte werden in diesem Jahr überall auf der Welt und insbesondere in unserer Region sehr teuer sein. Ernährungssicherheit wird nicht beeinträchtigt, die Versorgung - ja“, so Ionita.  Das Nationale Amt für Statistik teilt mit, dass die durchschnittlichen Verbraucherpreise im Januar 2022 im Vergleich zum Januar 2021 um 16,56% gestiegen sind, einschließlich für Lebensmittel um 21,05%, (www.unimedia.md ) Der Wirtschaftswissenschaftler vom Expert-Grup, Adrian Lupusor, sagt außerdem voraus, dass die moldauische Wirtschaft angesichts der hohen Inflation, der weltweiten Energiepreiskrise und der Sicherheitskrise in der Region im Jahr 2022 höchstwahrscheinlich in eine Rezession geraten wird.(www.europalibera.org )

 

„Niemand weiß, wie das alles enden wird” , lautet der pessimistische Titel eines Interviews des Journalisten Vasile Botnaru vom Radio Europa Libera mit Ilia Barabanov vom russischen Dienst der BBC, in dem sie über den Krieg, die Ukraine und Russland sprechen. „Es handelt sich einfach um eine katastrophale Situation, die von einer Person verursacht wurde. Und niemand hat bisher eine Vorstellung davon, wie es enden wird, wann es enden wird, innerhalb welcher Grenzen wir weiterleben werden. (...)Die Vertreter der russischen Macht leben längst in ihrer eigenen Welt, und was die Bevölkerung wirklich glaubt, kümmert niemanden, solange es Omon (Polizeieinheit besonderer Bestimmung in Russland), die Russische Garde (Machtinstrument Putins), die Polizei und noch Plätze in den Gefängnissen gibt. (...) Natürlich sind diejenigen, die auf die Straße gehen, um zu protestieren, diejenigen, die versuchen, in den sozialen Medien zu schreiben und zu sagen, dass Krieg "Krieg" ist, sehr mutige Menschen, die Unterstützung brauchen. Aber es sind nur sehr wenige, und das ist nicht schwer zu erklären. Ich habe den Eindruck, dass die meisten, die jetzt protestieren könnten, nicht auf dem Markt sind, sondern zum Flughafen gehen. (...) Für mich ist vor allem eine Frage von großem Interesse: Wie groß war der Kreis derer, die verstanden haben, was vorbereitet wurde? Wer wusste schon, wohin der russische Präsident hingehen will?”, so der russische Journalist.  (www.europalibera.org )

 

2) Was wird mit Blick auf Russland artikuliert?

 

Russland versucht, die Welt mit Nuklearexplosionen einzuschüchtern und die Ukraine dafür verantwortlich zu machen, berichtet Ziarul de Garda mit Verweis auf das ukrainische Nachrichtenportal hromadske.ua. Ukrainische Journalisten stellen sich zwei Szenarien vor, in denen Russland eine nukleare Katastrophe verursacht. Sie beziehen sich auf den Leiter der Hauptabteilung für Nachrichtendienste des ukrainischen Verteidigungsministeriums, Kirill Budanow. Nach Angaben von Budanow besteht das erste Szenario darin, radioaktive Wälder in Brand zu setzen. Das zweite Szenario sieht den Einsatz von Artillerie auf ein Atomlager vor, mit den gleichen Folgen.

 

Zehntausende von Russen sind in den letzten Tagen aus dem Land geflohen, um den westlichen Sanktionen zu entgehen, die nach dem Einmarsch in die Ukraine gegen Russland verhängt wurden, und um dem harten Vorgehen des Kremls gegen Andersdenkende zu entgehen. Die meisten von ihnen sind IT-Spezialisten oder Geschäftsleute, für die die Auswirkungen des Krieges ein Berufsverbot bedeuten, da ihr Einkommen aus internationalen Geschäften stammt. Da fast der gesamte europäische Luftraum für russische Flugzeuge gesperrt ist, sind die Flüge nach Tel Aviv, Istanbul, Eriwan, Baku und Tiflis seit Tagen ausgebucht. (www.protv.md )

 

Warum hat Putin den Krieg in der Ukraine verloren? titelt das Nachrichtenportal DosarMedia unter Bezug auf den Leitartikel in The Guardian, in dem Yuval Noah Harari, israelischer Historiker, die Frage beantwortet und erklärt, warum diese russische Invasion die Zukunft der Welt bestimmen wird. „Wladimir Putin steuert auf eine historische Niederlage zu. Er mag alle Schlachten gewinnen, aber den Krieg wird er trotzdem verlieren. Putins Traum vom Wiederaufbau des russischen Reiches basiert seit jeher auf der Lüge, dass die Ukraine keine echte Nation sei, dass die Ukrainer kein echtes Volk seien und dass die Menschen in Kiew, Charkow und Lemberg sich nach der Herrschaft Moskaus sehnten. Das ist eine glatte Lüge - die Ukraine ist eine Nation mit einer mehr als tausendjährigen Geschichte, und Kiew war bereits eine große Metropole, als Moskau noch nicht einmal ein Dorf war. Aber der russische Despot hat seine Lüge so oft wiederholt, dass er sie selbst zu glauben scheint. (…) Die Geschichten der ukrainischen Tapferkeit geben nicht nur den Ukrainern, sondern der ganzen Welt Entschlossenheit. Sie geben den Regierungen der europäischen Nationen, der amerikanischen Regierung und sogar den unterdrückten Bürgern Russlands Mut. Wenn die Ukrainer es wagen, einen Panzer mit bloßen Händen zu stoppen, kann die deutsche Regierung es wagen, ihnen einige Panzerabwehrraketen zu liefern, kann die amerikanische Regierung es wagen, Russland aus Swift auszuschliesse und können die russischen Bürger es wagen, ihren Widerstand gegen diesen sinnlosen Krieg zu zeigen.”, schreibt Harari.

 

3) Wie wird Deutschland wahrgenommen? Welche Forderungen werden gestellt?

 

Ziarul National schreibt unter Bezugnahme auf den Besuch des Altkanzlers Gerhard Schröder nach Moskau und mit Verweis auf einen Artikel darüber im Bild am Sonntag, dass sein Gespräch mit Putin, den Kremlchef zu einer Änderung seiner Entscheidung bewegen könnte. Schröder soll auch ein langes Gespräch mit einem der engsten Berater Putins geführt haben. Die Pressestelle der Bundesregierung verwies auf Äußerungen von Bundeskanzler Olaf Scholz, der es ablehnte, sich zu dem Treffen zu äußern, und lediglich sagte, er werde die Ergebnisse zur Kenntnis nehmen und sie in andere Bemühungen einbeziehen, an denen er beteiligt ist.

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Katja Christina Plate
Head of the Strategy and Planning Department
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