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Presseschau

Medienmonitoring: Krieg in der Ukraine // 22.03.22

Land: Republik Moldau

Luftraum der Republik Moldau für Flüge nach Westen geöffnet / Ponischer Präsident in Chisinau: Polen unterstützt die Republik Moldau mit einem zinslosen Darlehen in Höhe von 20 Mio EUR / Bombendrohun-gen in Transnistrien, sollen Konflikt in der Republik Moldau anfachen / Zahl der Ukrainischen Flüchtlinge in die Republik Moldau sinkt. Aktuell befinden sich ca. 101.000 Flüchtlinge im Land. / Rumänien, Deutsch-land und Frankreich starten "Unterstützungsplattform für die Republik Moldau".

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1) Was wird mit Blick auf den Konflikt in der Ukraine diskutiert?

Zur Bewältigung der Wirtschaftskrise im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine wird die polnische Regierung der Republik Moldau ein zinsloses Darlehen in Höhe von 20 Millionen Euro gewähren. Dies gab der polnische Präsident Andrzej Duda auf einer Pressekonferenz in Chișinău mit der moldauischen Präsidentin Maia Sandu bekannt. Präsidentin Sandu erklärte, der Krieg in der Ukraine werde die Wirtschaft der Republik Moldau stark beeinträchtigen und bat ihren polnischen Amtskollegen um Unterstützung bei der Öffnung europäischer Märkte für moldauische Exporteure. (zdg.md )

 

Seit gestern (21.03.22), 12.00 Uhr hat die Republik Moldau einen Teil des nationalen Luftraums geöffnet, so dass der reguläre Passagierverkehr wiederaufgenommen werden kann. Die Flüge müssen jedoch nur von und nach Rumänien gehen. Flüge in den Norden, Süden und Osten können wegen des Krieges in der Ukraine nicht durchgeführt werden. Die Kommission für außergewöhnliche Situationen der Republik Moldau hat am 24. Februar 2022 beschlossen hat, den Luftraum aufgrund des russischen Einmarsches in der Ukraine zu schließen. (tvrmoldova.md )

 

Die Mehrheit aller Bildungseinrichtungen in der Region Transnistrien sollen E-Mails erhalten haben, in denen mit Sprengsätzen gedroht wurde. Die Nachrichten enthielten außerdem die Forderung „Transnistrien von der russischen Besatzung zu befreien" und endeten mit dem Satz: "Ruhm für Moldau! Tod den Russen!". Die Behörden in Chișinău bezeichnen diese Aktionen als Provokationen, die Panik erzeugen sollen. Auf seiner Telegrammseite sagt auch der Machthaber in Tiraspol, Vadim Krasnoselski, die Bombendrohungen seien falsch. „Wir werden nicht zulassen, dass ethnische Zwietracht gesät wird!“, fügte er hinzu. „Um die Stabilität und die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten, werden ab dem 22. März und bis zu weiteren Entscheidungen alle Schulen zum online-Unterricht wechseln", heißt es in der Presseerklärung des de-facto-Innenministeriums Transnistriens. (newsmaker.md)

 

Die Zahl der Grenzübertritte an der moldauisch-ukrainischen Grenze sinkt weiterhin, alle Grenzübergänge arbeiten im gewöhnlichen Rhythmus, erklärte der Generalsekretär der Regierung, Dumitru Udrea. Derzeit befinden sich mehr als 101 Tausend Flüchtlinge in der Republik Moldau, etwa die Hälfte davon sind Kinder. Ab Dienstag, dem 22. März 2022, wird in Chișinău ein einheitliches Zentrum in Betrieb genommen, in dem von moldauischen Bürgern gespendete Produkte und Waren für Flüchtlinge aus der Ukraine gesammelt werden. (agora.md)

 

2) Was wird mit Blick auf Russland artikuliert?

 

In seinem Leitartikel „Putins Russland - ein Dinosaurier mit einer Atombombe in den Klauen“, beschreibt der politische Kommentator Nicolae Negru düstere Aussichten für die Ukraine. „Es ist zu erwarten, dass Putin, der in seinem immensen Stolz verletzt ist und sieht, dass die Illusion eines schnellen und einfachen Sieges verschwindet, die Bombardierung von Städten intensivieren wird, um die Ukrainer zu verängstigen und in Panik zu versetzen, in der Hoffnung, einen Sieg um jeden Preis zu erringen, während er Friedensgespräche mit den Ukrainern simuliert. Die Gefahr ist groß, dass nach Mariupol auch andere ukrainische Städte wie Grosny oder Aleppo zerstört werden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass eine solche Eskalation zu einer Beteiligung der USA an dem Krieg führen wird, wie Biden warnte.“, schreibt Negru. (www.ziarulnational.md )

 

3) Wie wird Deutschland wahrgenommen? Welche Forderungen werden gestellt?

 

Rumänien, Deutschland und Frankreich starten "Unterstützungsplattform für die Republik Moldau", berichtet der Fernsehsender PRO TV. Gemeinsam mit Deutschland und Frankreich werde Rumänien am 5. April in Berlin eine internationale Konferenz veranstalten, um die internationale Unterstützung für die Republik Moldau zu fördern, kündigte Außenminister Bogdan Aurescu am Montag, den 21.03. im Rahmen seiner Teilnahme am Treffen der EU-Außen- und Verteidigungsminister in Brüssel an.

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Katja Christina Plate
Head of the Strategy and Planning Department
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