Event

Begrüßung zur Veranstaltung „Unter uns“ zu dem Thema:

„Bedeutung der politischen Bildung indemokratischen Ländern“

Anlässlich 10 Jahre Aktivitäten der KAS in Serbien

Details

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freunde,

ganz herzlich heiße ich Sie hier in unseren neuen Räumen der KAS willkommen. Ein besonderes Willkommen gilt dem deutschen Botschafter, Herrn Zobel, der anschließend zu uns ein Grußwort sprechen wird. Herr Botschafter, ich freue mich sehr, dass Sie die Zeit gefunden haben, heute zu uns zu kommen. Des weiteren möchte ich besonders begrüßen den Fraktionsvorsitzenden der DSS, Herrn Aligrudic und Herrn Prof. Stoijikovic von der politischen Fakultät. Beide werden uns nachher aus Ihrer jeweiligen Sicht, der parteilichen und wissenschaftlichen Sicht, etwas zur Bedeutung der politischen Bildung sagen.

Es gibt heute eine ganze Reihe von Gründen, warum wir Sie eingeladen haben. Mein Büro hat mich dabei ermuntert, dies aus Zeitgründen auf Serbisch zu tun. Sie versicherten mir, Sie würden das schon aushalten. Also versuche ich mein Bestes.

Zum einen ist die KAS – Belgrad, was unschwer zu erkennen ist, in ein neues Büro gezogen. Der wichtigste Punkt dabei ist, wir sind jetzt im Zentrum und für Sie ist es künftig leichter, uns besuchen zu kommen. Sie sind jedenfalls immer gerne willkommen. Zum anderen bin ich heute genau vor einem Jahr um diese Zeit in Belgrad gelandet und habe meine Arbeit hier für die KAS aufgenommen. Dies gehört zu einen meiner besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe. Ich bin sehr gern hier und dankbar, für so ein gutes Team.

Der wichtigste Anlass aber ist, dass wir vor 10 Jahren als KAS unsere Arbeit hier in Serbien aufgenommen haben. Zu dieser Zeit sah es in diesem Land noch deutlich anders aus, vor allem im politischen Sinne. Damals regierte noch Milosevic, Serbien war mit Sanktionen belegt und das Land war mehr als nur medial von der Welt abgeriegelt. Es war nicht möglich, offiziell ein Büro in Belgrad zu eröffnen. Dies konnten wir dann erst im Jahr 2001. In dieser Zeit war Frau Gordana Pilipovic bereit, mit großem Einsatz und unter hoher persönlicher Gefahr für die KAS zu arbeiten. Wir sind stolz, solch eine Mitarbeiterin zu haben. Sie hat in diesem Jahr ihr 10. Dienstjubiläum.

Was war so gefährlich an uns und anderen, ähnlich gesinnten Organisationen, für jemanden wie Milosevic? Menschen wie Gordana Pilipovic sind dafür eingetreten, dass sie frei ihre Meinung äußern können, dass unabhängige Wahlen stattfinden, dass der Absolutheitsanspruch einer einzelnen Partei in Frage gestellt wird. Um es kurz zu sagen: Sie sind eingetreten für Menschenrechte und Demokratie und dafür, diese auf friedlichem Wege durchzusetzen.

Das heißt, hier in Serbien, ähnlich wie in dem Teil Deutschlands, aus dem ich komme, gibt es noch die Erfahrung, dass Demokratie, Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit keine Selbstverständlichkeiten sind.

Je länger uns in unseren Ländern die Bewältigung des Alltages viel abverlangt und wir vor allem die Probleme sehen, die vor uns liegen, um so mehr vergessen wir den eigentlichen Wert von Freiheit und Demokratie. Gerade in den Ländern des westlichen Europas, in denen inzwischen mehrere Generationen in einer Demokratie groß geworden sind, bedarf es immer wieder Anstrengungen bewusst zu machen, dass Demokratie vom Mittun seiner Bürger abhängt. Jede Generation muss neu dafür gewonnen werden.

Und genau diesem Bemühen fühlt sich die KAS und die anderen politischen Stiftungen verpflichtet. Unsere Hauptaufgabe besteht in der politischen Bildungsarbeit. Wir haben als KAS allein in Deutschland 16 Bildungswerke. Und ebenso sind wir in vielen Ländern der Welt, genau genommen 120, aktiv.

Unsere Arbeit hier in Serbien ist natürlich durch die Entwicklungen hier in diesem Land geprägt, sodass unser Bemühen hier vor allem die Unterstützung der Parteien und des Parlamentes bei der Professionalisierung ihrer Arbeit ist. Besonders wenden wir uns an junge Menschen und ermuntern sie, sich politisch zu engagieren und Verantwortung für ihr Land zu übernehmen.

Zudem möchten wir ein Beitrag zur Völkerverständigung leisten und freundschaftliche Verbindungen zwischen Serbien und Deutschland aufbauen. Dies gelingt gut durch Zusammenarbeit, aber besonders gut, durch Gemeinsames gesellig sein. Und deshalb haben wir Sie heute eingeladen, all die vielen Anlässe mit uns gemeinsam zu feiern. Dies verbinden wir ausdrücklich mit einem herzlichen Dank bei Ihnen, unseren Partnern, für die jahrelange gute Zusammenarbeit. Noch einmal: Herzlich Willkommen.

Claudia Nolte, Außenstelleleiterin Belgrad

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Belgrad

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Aleksandra Popović

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Aleksandra.Popovic@kas.de +381 11 4024-163 +381 11 3285-329
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