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Kernaussagen Dr. Carsten Dethlefs

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Kernaussagen

  • Die Dissertation kann trotz der unterschiedlichen Ideengeschichte (Rawls, Müller-Armack) als eine historische Analyse der Entwicklung der Sozialen Marktwirtschaft angesehen werden.
  • Aus der Geschichte wird die Feststellung abgeleitet, dass die Soziale Marktwirtschaft sich immer in einem Spannungsfeld zwischen Kontextualität und Kontinuität befindet. Wesensmerkmal bei Problemlösungen muss sein, dass neue Herausforderungen auch neue Problemlösungen ermöglichen müssen.
  • Da die Soziale Marktwirtschaft als offenes System für die Praxis konzipiert wurde und gleichzeitig ein Bündel von Prinzipien umfasst, entspricht sie den Forderungen nach Klarheit und Dynamik gleichermaßen.

Wirtschaftspolitische Auswirkungen / Empfehlungen

  • Eine gerechte Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik sollte Ungleicheit zulassen, aber gleichzeitig Durchlässigkeit fördern. Vernünftigen und handlungsfähigen Individuen muss der stetige Auf- und Abstieg möglich und offen sein den Vorrang beachten, Chancen aufzuzeigen, statt Angst vor Ungerechtigkeit zu schüren eine autonome und streitbare Wissenschaft zulassen, fördern und wahrnehmen.

Erläuterung

Diskussionen um die soziale Gerechtigkeit waren seit jeher Bestandteil des wissenschaftlich-politischen Diskurses in der Bundesrepublik Deutschland. Dabei variierten jedoch im Zeitverlauf sowohl die Verflechtung von Wissenschaft und Politik als auch die Definitionen der „Sozialen Gerechtigkeit”. Die Wissenschaft fungierte als Wächter der Politik und als Feigenblatt oder sogar als ausführendes Organ der Politik, in der Arbeit wird die „Theorie der Gerechtigkeit” von John Rawls als Maßstab genommen, der an die wissenschaftlichen und politischen Aktionen seit 1945 in Deutschland angelegt wird.

Dem Rawlsschen Denken wurden vor allem zwei Elemente entnommen: zum einen das kontraktualistische Problemlösungsverständnis, zum anderen die Objektivität, mit der insbesondere die Wissenschaft agiert. Dass der Mensch als Subjekt (nicht als Mittel zum Zweck) behandelt werden soll und der Ausgleich zwischen starken und schwachen Gesellschaftsmitgliedern stattfindet, sind wesentliche Merkmale, um die Nähe der historischen Diskussionen zum Rawlsschen Denken zu identifizieren. Dies sind auch elementare Wesensmerkmale der Sozialen Marktwirtschaft, wie sie von Alfred Müller-Armack im Jahr 1946 konzipiert wurde.

Mit der Anwendung wird gefragt, wie nahe die politisch-wissenschaftlichen Diskussionen in den jeweiligen Dekaden der Theorie von Rawls kamen und welche Rolle die Wissenschaft jeweils eingenommen hat. Ebenfalls werden aus den Analysen heraus Handlungsempfehlungen für aktuelle Problemen abgeleitet: zu den Herausforderungen der Globalisierung sowie zur Energieerzeugung und - versorgung.

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