Reportajes internacionales

„Wahlen der Angst“ in Mexiko?

de Frank Priess

Gouverneurskandidat ermordet

Der Mord am Gouverneurskandidaten der PRI im nordöstlichen Bundesstaat Tamaulipas, Rodolfo Torre Cantú, und vier seiner Begleiter erschüttert Mexiko. Fünf Tage bevor Regionalwahlen in 14 Bundesstaaten des Landes stattfinden, spricht nicht nur die Zeitung El Universal von „Wahlen der Angst“. Gleichzeitig schieben sich die Parteien gegenseitig Verantwortung für ein „seltsames“ Wahlklima zu – Betrugsvorwürfe inklusive.

Kurz vor den auch für den weiteren Weg zu den Präsidentschaftswahlen 2012 als entscheidend angesehenen regionalen Urnengängen in fast der Hälfte der mexikanischen Bundesstaaten steht das politische Mexiko unter Schock. Grund dafür ist der Mord am Kandidaten der Koalition PRI/PVEM/Nueva Alianza für das Gouverneursamt im nordöstlichen Bundesstaat Tamaulipas, Rodolfo Torre Cantú und vier seiner Begleiter. Vier weitere Personen wurden schwer verletzt und liegen unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen im Krankenhaus. Ein Kommando stoppte den aus zwei Fahrzeugen bestehenden Konvoi Torres auf dem Weg von Ciudad Victoria zum örtlichen Flughafen und ermordete die Insassen. Der Kandidat wollte nach Matamoros, wo die Abschlusskundgebung seiner Kampagne geplant war.

Nach der Ermordung des Präsidentschaftskanddiaten der PRI Luis Donaldo Colosio im Jahr 1994 ist hier nun der hochrangigste mexikanische Politiker seitdem einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Torres waren in Umfragen beste Aussichten auf einen Wahlerfolg eingeräumt worden. Laut einer Umfrage in Milenio vom 22. Juni wollten 48,8 Prozent der Befragten für den PRI-Mann Rodolfo Torre stimmen, 13,9 Prozent für José Sacramento (PAN) und 2,5 Prozent für Julio Almanza (PRD).

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