Détails
Die sicherheitspolitische Lage Europas hat sich grundlegend verändert. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, hybride Bedrohungen, Cyberangriffe, Desinformation und die Verwundbarkeit kritischer Infrastrukturen machen deutlich: Sicherheit ist heute nicht mehr allein eine militärische Aufgabe. Gesamtverteidigung umfasst weit mehr als die Streitkräfte – sie ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gleichermaßen betrifft.
Dr. Justus Bobke greift diesen erweiterten Sicherheitsbegriff auf und beleuchtet das Konzept der Gesamtverteidigung als Zusammenspiel militärischer, ziviler, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Resilienz. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Deutschland seine Verteidigungs- und Widerstandsfähigkeit stärken kann – von der Landes- und Bündnisverteidigung über den Schutz kritischer Infrastrukturen bis hin zur Rolle von Kommunen, Unternehmen, Medien und Bürgerinnen und Bürgern.
Die Veranstaltung diskutiert, welche Verantwortung Politik und staatliche Institutionen tragen, welche Bedeutung der Bundeswehr zukommt und wie gesellschaftlicher Zusammenhalt, Wehrhaftigkeit der Demokratie und Sicherheitsbewusstsein gefördert werden können. Ziel ist es, Verständnis für sicherheitspolitische Zusammenhänge zu vertiefen, aktuelle Herausforderungen einzuordnen und einen Beitrag zur öffentlichen Debatte über die Zukunft der deutschen Sicherheits- und Verteidigungspolitik zu leisten. Die Konrad-Adenauer-Stiftung lädt dazu ein, gemeinsam zu diskutieren, wie Gesamtverteidigung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gedacht und praktisch umgesetzt werden kann.
Programme
Dienstag, 03.03.2026
19.30 Uhr – 19.40 Uhr Begrüßung
Martin Ahnesorg
Sektionsleiter Gesellschaft für Sicherheitspolitik Oldenburg
Manuel Ley
Politisches Bildungsforum Niedersachsen
19.40 Uhr – 21.00 Uhr Vortrag und Diskussion: Gesamtverteidigung ist Gesellschaftsaufgabe
Dr. Justus Bobke
Moderation: Manuel Ley
21.00 Uhr Veranstaltungsende