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Reportages pays

Notes de synthèse sur l’actualité politique du pays

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IMAGO / Matrix Images

Parlamentswahl in der Côte d’Ivoire

Machtkonsolidierung von Allasane Ouattara

Die Parlamentswahl in Côte d‘Ivoire fand am 27. Dezember 2025 kurz nach der Präsidentschaftswahl statt und war stark von dieser Dynamik geprägt. Sie folgte nur wenige Wochen nach der Wiederwahl von Präsident Alassane Ouattara (RHDP), der die Wahl am 25. Oktober 2025 unter Ausschluss der aussichtsreichsten Oppositionskandidaten mit 89,77% der Stimmen im ersten Wahlgang gewonnen hatte und nun für eine vierte Amtszeit in Folge das Land regiert. Knapp 8,7 Millionen Wähler waren aufgerufen, die 255 Abgeordneten der Nationalversammlung zu wählen. Die Wahlen fanden zudem in einer Situation statt, in der zentrale Oppositionskräfte fragmentiert sind. Kurz nach der Präsidentschaftswahl hatte die Oppositionspartei PPA-CI unter Laurent Gbagbo zum Boykott der Parlamentswahl aufgerufen.

IMAGO / Xinhua

Zurück zur verfassungsmäßigen Ordnung? Präsidentschaftswahl in Guinea

General Mamady Doumbouya bleibt an der Macht

Die Präsidentschaftswahl am 28. Dezember 2025 markiert institutionell einen entscheidenden Wendepunkt in der jüngeren politischen Geschichte Guineas. Vier Jahre nach dem Militärputsch im September 2021, mit dem General Mamady Doumbouya den gewählten Präsidenten Alpha Condé stürzte, sollte der Urnengang offiziell den Übergang zurück zur verfassungsmäßigen Ordnung vollenden. In der Praxis werfen Ablauf, Kandidatenfeld und institutioneller Rahmen der Wahl jedoch Zweifel an ihrem demokratischen Charakter auf. Die Wahl erscheint weniger als Wettbewerb politischer Alternativen, sondern vielmehr als Instrument zur Legitimation einer bereits etablierten militärischen Machtstruktur.

IMAGO / Pond5 Images

Präsidentschaftswahl 2023 in Liberia

Friedlicher Machtwechsel und Hoffnung auf Fortschritt.

Oppositionskandidat Joseph Boakai löst den amtierenden Präsidenten George Weah im Amt ab und wird neues Staatsoberhaupt der Republik Liberia. Die Hoffnungen in die neue Regierung sind dabei groß.

Flickr / Commonwealth Secretariat / CC BY-NC 2.0

Die Wahlen in Sierra Leone vor dem Hintergrund geopolitischer Instabilität

Julius Maada Bio wurde am 24. Juni 2023 als Staatsoberhaupt von Sierra Leone wiedergewählt, um das Land mit knapp 9 Millionen Einwohnern durch stürmische Zeiten zu führen

Zum Hintergrund: Das ressourcenreiche, englischsprachige Land am Golf von Guinea wird in den kommenden zwei Jahren eines von zehn nichtständigen Mitgliedern im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sein. Sierra Leone hat gemeinsame Grenzen mit Guinea und Liberia und entspricht der Fläche nach in etwa Bayern. Die Republik verfügt über bedeutende Bauxit-, Diamanten-, Eisenerz-, Titan- und Rutilvorkommen. Letztere machen einen Großteil der deutschen Importe aus Sierra Leone aus. Nach seiner Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1961 nahmen bald autoritäre Tendenzen zu, die in eine Einparteienherrschaft führte. Korruption, schlechte Regierungsführung, immer brutalere Repressionen und Vetternwirtschaft mündeten im Jahr 1991 in einen langjährigen Bürgerkrieg. Dieser Krieg hatte fast zwei Millionen Vertriebene zur Folge und forderte zwischen 100.000 und 200.000 Tote. Seit 2002, nachdem der Krieg offiziell für beendet erklärt wurde, ist das Land um einen Wiederaufbau bemüht. Es gehört jedoch bis heute zu den ärmsten Ländern der Welt. Damit ist nicht verwunderlich, dass Sierra Leone von den Schocks der Covid-19-Pandemie und des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine besonders schwer getroffen wurde. Die Folgen des Bürgerkrieges klingen weiter nach und auch der Ausbruch von Ebola 2014-2016 behinderte die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig. Die Bevölkerung leidet unter hoher Inflation (derzeit 43%) und wachsender Armut. Vor einem Jahr kam es als Folge zu gewaltsamen Unruhen, die Dutzende Menschen das Leben kosteten. Entsprechend gespannt war die Lage vor den Wahlen im Juni 2023.

Présidence de la République du Bénin / flickr / CC BY-NC-ND 2.0

Benin: Anspannung vor den Präsidentschaftswahlen

Beobachter befürchten im Falle einer Wiederwahl des derzeitigen Präsidenten Patrice Talon weitere Rückschritte bei der demokratischen Entwicklung des westafrikanischen Küstenstaats

Als Patrice Talon Ende März 2016 die Präsidentschaftswahl im zweiten Wahlgang mit rund 65% gegen seinen Widersacher und den bis dato amtierenden Premierminister Lionel Zinsou gewann, wiederholte er bei seiner Amtseinführung ein zentrales Versprechen seines damaligen Wahlkampfs: Er strebe nur ein einziges Mandat an und werde dieses zur Umsetzung der allseits geforderten, großen politischen und institutionellen Reformen nutzen. Am 15. Januar dieses Jahres erklärte er nach einer Werbetour durch das gesamte Land seine Absicht, eine zweite Amtszeit anzustreben, um sein Reformwerk weiter voranzutreiben. Auch wenn ihm laut beninischer Verfassung ein zweites Mandat offensteht, brachte ihm diese Entscheidung im Land selbst Kritik ein. Auch in den Nachbarstaaten, in denen das Thema „Amtszeiten“ seit den Präsidentschaftswahlen 2020 in Togo, Côte d’Ivoire und Guinea unzählige Polemiken hervorrief, wird seine Entscheidung kritisch beäugt. Die erste Amtsperiode Talons war vor allem durch seinen stark wirtschaftspolitisch fokussierten Ansatz geprägt und nahm gleichzeitig Rückschritte im Bereich der demokratischen und rechtsstaatlichen Entwicklung fortwährend in Kauf. Angesichts dieser Hintergründe und der jüngsten Entwicklungen bleibt die aktuelle politische Lage in Benin bedenklich.

Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.

Parlamentswahlen stabilisieren Côte d’Ivoire

Am 6. März 2021 waren knapp 7,5 Millionen wahlberechtigte Ivorer aufgerufen, eine neue Nationalversammlung zu wählen. Zivilgesellschaftliche Beobachtergruppen qualifizieren die Wahl als inklusiv und heben den überwiegend friedlichen Ablauf hervor. Gut vier Monate nach der Besorgnis erregenden Präsidentschaftswahl mit über 85 Todesopfern gewinnt das Land am Golf von Guinea damit wieder an politischer Stabilität. Gleichzeitig sorgt der krankheitsbedingte Tod von Premierminister Hamed Bakayoko am 10. März 2021 für Trauer und neue Fragezeichen in Côte d’Ivoire. Erst im Juli 2020 verstarb der damalige Premier Amadou Gon Coulibaly, ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen.

Afrique Foncier 002

Le magazine du programme Un Monde Sans faim (EWOH 2)

Neil Palmer/flickr/Lizenz CC BY-NC 2.0

Entre coutumes et législation: les droits fonciers en Afrique de l’Ouest

Voies et moyens pour la mise en œuvre des droits fonciers actuels des femmes au Burkina Faso, au Bénin et au Togo

La majorité de la population du Burkina Faso, du Bénin et du Togo vit de l'agriculture et de l'élevage. Le cadre juridique de la gestion des terres est caractérisé par un dualisme entre le droit étatique et les droits coutumiers traditionnels. Les lois coutumières locales régissent encore principalement la propriété, l'utilisation et la cession des terres. Seuls quelques petits agriculteurs sont enregistrés comme propriétaires fonciers au niveau de l'État. Dans ce contexte, les femmes n'ont de facto aucun accès sécurisé à la terre - malgré leur rôle central dans l'agriculture et l'égalité juridique. Afin de renforcer le processus de mise en œuvre des lois foncières modernes et, partant, le rôle économique des femmes et la sécurité alimentaire, un dialogue intensif et une coopération étroite entre les femmes directement concernées, les organisations de la société civile, les autorités coutumières et religieuses, les pouvoirs publics et les autres décideurs politiques sont nécessaires.

Sündenbock und Sehnsuchtsort

Staatsbesuch von Präsident Macron in der Cote d´Ivoire

Der Blick auf die ehemalige Kolonialmacht Frankreich ist in Côte d’Ivoire zwiegespalten. Nun wird Emmanuel Macron zum Staatsbesuch erwartet.

Presidence du Benin / flickr / CC BY-NC-ND 2.0

Ein Präsident überholt sein Land

Die Lage in Benin bleibt angespannt: Wahldebakel, Handelskrieg und nun die Ausweisung des EU-Leiters

Die Ausweisung des deutschen Leiters der EU-Botschaft Oliver Nette vor knapp zwei Wochen ist nur das letzte Glied einer langen Kette von Ereignissen, welche Anlass zur kritischen Betrachtung der jüngsten Entwicklung des westafrikanischen Landes geben. Bereits die Parlamentswahlen im April 2019 markierten einen deutlichen Einschnitt in die demokratische Entwicklung des Landes seit den 1990er Jahren.

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