アセットパブリッシャー

grafvision, smarterpix
単行本

Übertherapie am Lebensende

Alexandra Scherg, Martin Neukirchen, Kerstin Kremeike, Bernd Oliver Maier, Bernd Alt-Epping, Heiner Melching, Claudia Bausewein, Boris Zernikow

Handlungsempfehlungen für die Bereiche Notfallmedizin, Intensivmedizin und Onkologie

Diese Publikation beleuchtet die Herausforderung der Übertherapie am Lebensende – vor dem Hintergrund des Patientenwillens, einer alternden Gesellschaft, wachsender medizinischer Möglichkeiten und zunehmender Ressourcenknappheit im Gesundheitswesen. Sie zeigt zudem politische Handlungsmöglichkeiten auf.

アセットパブリッシャー

シェア

Der medizinische Fortschritt erweitert kontinuierlich die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten, erschwert jedoch zugleich die Entscheidungsfindung für angemessene Behandlungsziele. Häufig orientieren sich Therapieentscheidungen eher an der Machbarkeit als an der individuellen Sinnhaftigkeit, was zu Übertherapie führen kann. Diese beschreibt die Anwendung medizinischer Maßnahmen bei nicht mehr realisierbaren Therapiezielen, wobei der potenzielle Schaden den Nutzen übersteigt. Neben direkten negativen Auswirkungen auf Patientinnen und Patienten hat Übertherapie auch erhebliche indirekte Folgen: darunter steigende Gesundheitskosten, zunehmender Ressourcenknappheit sowie moralischen Stress in Behandlungsteams.

Die Ursachen sind vielschichtig und liegen auf Ebene der Betroffenen, der Behandelnden sowie der Versorgungsstrukturen. Die frühzeitige Integration der Palliativmedizin kann präventiv wirken, indem sie die Klärung realistischer Therapieziele, die Berücksichtigung des Patientinnen- und Patientenwillens und eine angemessene Entscheidungsfindung unterstützt. Zur Reduktion von Übertherapie sind insbesondere strukturelle und gesundheitspolitische Maßnahmen erforderlich – darunter der Ausbau palliativmedizinischer Angebote, die Förderung von Advance Care Planning sowie die Verbesserung der Aus- und Weiterbildung in Kommunikation und Entscheidungsfindung.

 

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gehörten alle Autorinnen und Autoren der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e. V. (DGP) an.

アセットパブリッシャー

お問い合わせ Dr. Dana Fennert
Dana Fennert
Referentin Gleichberechtigung und gesellschaftliche Vielfalt
dana.fennert@kas.de +49 30 26996-3590

comment-portlet

アセットパブリッシャー