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Presseschau

Medienmonitoring: Krieg in der Ukraine // 21.03.22

Land: Republik Moldau

US-Botschafter in CHisinau: Es gibt weiterhin keine Anzeichen, dass die Republik Moldau Ziel eines russi-schen Angriffs sein könnte / Gespaltene Haltung zum Krieg in der Ukraine in der separatistischen Region Transnistrien / Ehem. moldauischer Präsident Igor Dodon fordert dazu auf, mit Russland befreundet zu bleiben / Russischsprachige und ethnische Russen in der Republik Moldau erklärten gegenüber der Rus-sischen Botschaft, sie seien in Sicherheit und wollten nicht "gerettet werden".

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1) Was wird mit Blick auf den Konflikt in der Ukraine diskutiert?

„Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass die Republik Moldau Ziel eines Angriffs sein könnte“ erklärte der US-Botschafter in Chisinau, Kent D. Logsdon. Beim Besuch einer Unterkunft für ukrainische Flüchtlinge in Chisinau sagte der Botschafter, dass die USA sehr aufmerksam auf alle Anzeichen und Nachrichten achten (agora.md). Das Nachrichtenportal newsmaker.md berichtet, die USA werden in den nächsten sechs Monaten mehr als 30 Millionen US-Dollar in Moldau investieren, um humanitäre Organisationen und die Regierung bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise zu unterstützen. Auch der stellvertretende NATO-Generalsekretär Mircea Geoană erklärte: "Die Republik Moldau ist kein militärisches Ziel für Russland, wir haben keine Hinweise darauf. Wir beobachten, was in Transnistrien passiert, wir sehen auch dort keine Hinweise. Das heißt aber nicht, dass das Land nicht unter enormem Druck wegen Flüchtlingen, hoher Energiepreisen, und Manipulationen steht", so Geoană. (agora.md )

Das Investigativ-Medium „Ziarul de Garda“ berichtet in einer Reportage aus Tiraspol darüber, dass der Krieg in der Ukraine die Bewohner der Region Transnistrien gespalten hat: "Es gibt Menschen, die durch die russische Propaganda einer Gehirnwäsche unterzogen wurden und das, was Russland in der Ukraine tut, unterstützen, und es gibt diejenigen, die Verwandte und Freunde in der Ukraine haben und wirklich wissen, was dort geschieht, und die dagegen sind", sagt ein lokaler Aktivist und verweist auf die Tatsache, dass die Medien in der Region die Berichterstattung über den Krieg vermeiden und die einzigen alternativen Informationsquellen russische Kanäle sind. Obwohl die so genannten Behörden in Tiraspol als Unterstützer des Kreml-Regimes gelten, haben sie es nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine vermieden, über die Ereignisse in der Ukraine zu berichten. Einheimische und Experten erklären dies damit, dass die so genannten Führer der Region "nicht allzu glücklich" über die Situation sind, da sie die ukrainische Staatsbürgerschaft besitzen und in der Ukraine auch ein Teil ihrer Geschäfte machen. (zdg.md )

Auch wenn der Krieg in der Ukraine seit drei Wochen das Hauptthema in den moldauischen Medien und in der Öffentlichkeit ist, ist nicht ganz klar, aus welchen Quellen sich die Moldauer darüber informieren und ob sie in ihrer Haltung zu diesem Konflikt wirklich geeint sind. Newsmaker berichtet, was Meinungsumfragen dazu sagen, wie die lokalen Medien über die Ereignisse in der Ukraine berichten und wie sich der Rundfunk- und Fernsehrat bemüht, objektive Informationen zu liefern. Laut Umfrageergebnissen des CBS-AXA-Zentrums für soziologische Forschung und Marketing sind 38,4 % der Befragten der Ansicht, dass Russland für den militärischen Konflikt in der Ukraine verantwortlich ist, während 20,6 % der Meinung sind, dass die Ukraine die Schuld daran trägt. Weitere 40 % verweigerten die Antwort auf diese Frage oder gaben an, sie wüssten es nicht. Die Umfrage wurde in der Zeitspanne 25.02.-13.03. durchgeführt. Auf die Frage, woher sie Informationen über den Krieg erhalten, nannten 25 % Facebook und 16 % das Fernsehen (lokale und ausländische Fernsehsender). Weitere 15 % nannten den öffentlich-rechtlichen Fernsehsender Moldova 1 als Hauptinformationsquelle, jeweils 14 % nannten ProTV und TV8.

2) Was wird mit Blick auf Russland artikuliert?

Inmitten des russischen Angriffs auf die Ukraine fordert der ehemalige moldauische Staatschef Igor Dodon die Moldauer auf, mit Putin und Russland befreundet zu sein. Die Äußerungen wurden in einer Sendung des Senders NTV gemacht, der in den letzten Wochen vom Rundfunkrat wegen Verbreitung falscher Nachrichten mit einer Geldstrafe belegt wurde (www.zdg.md ).

Der Aufruf der russischen Botschaft in Chisinau, in dem russischen Bürger aus Moldau aufgefordert werden, sich zu melden, wenn sie diskriminiert werden, hatte nicht die erwartete Wirkung. Russischsprachige und ethnische Russen in der Republik Moldau erklärten, sie seien in Sicherheit und wollten nicht "gerettet werden", berichtet der Fernsehsender TVR Moldova.

3) Wie wird Deutschland wahrgenommen? Welche Forderungen werden gestellt?

Moldauische Medien berichten über die langfristige Vereinbarung Deutschlands mit Katar über "Putin-freie"-Energie. So z.B. Radio Chisinau mit Verweis auf die dpa. Nach Angaben des deutschen Wirtschaftsministers, Robert Habeck, umfasse das bilaterale Abkommen nicht nur die Lieferung von verflüssigtem Erdgas aus Katar, sondern auch die Entwicklung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien und das deutsche Angebot von Energieeffizienzmaßnahmen.

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Contact Katja Christina Plate
Katja Christina Plate
Director Reprezentanța din România
katja.plate@kas.de + 40 21 302 02 61

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