Martin Luther - Streitbar und umstritten

Ausgabe Sonderausgabe 4 | 31. Oktober 2016

Katholiken und Protestanten stehen vor der Aufgabe, ausgerechnet dort nach Gemeinsamkeiten zu suchen, wo ihre Trennung vor 500 Jahren begann. Noch dazu bleibt die Gestalt Martin Luthers ein Stein des Anstoßes. Gediegene Festtagsroutine darf beim Reformationsjubiläum 2017 nicht aufkommen, die wunden Punkte bedürfen einer kritischen Auseinandersetzung. | Die Sonderausgabe kann per E-Mail unter politische-meinung@kas.de bestellt werden.

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Inhalt

Martin Luther - Streitbar und umstritten

  • Hammer, was?

    Der auf Luthers Thesenanschlag anspielende Slogan „3xhammer.de“ könnte von einer Baumarktkette stammen. Dennoch steht er in der Tradition des nationalen Reformationsgedenkens. Zwar war Luther die Zentralperson eines historischen Ereignisses, doch ist Reformation weit mehr als nur Martin Luther. [...] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Thomas Kaufmann

  • Leseprobe: Thesenanschlag als Selbstfindung

    Zeitgenössische Quellen legen nahe, dass Lutherseine 95 Thesen wirklich am 31. Oktober 1517an die Schlosskirche geschlagen hat. Für den Reformatorbedeutete dieser Tag auch den Abschluss einesschmerzlichen Selbstfindungs- und Erkenntnisprozesses.Aus Dr. Martin Luder wurde Dr. Martin Luther.

    von Stefan Rhein

  • Leseprobe: Im Anfang war das Reformationsjubiläum

    Das unaufhörliche Feiern von runden Jahrestagen, wie es den westlichen Kulturbetrieb heute kennzeichnet, „verdankt“ sich der Reformation. Es ging aus den Reformationsjubiläen hervor, die sich immer mehr zu „Luther-Events“ entwickelten. Dabei war das jeweilige Lutherbild stets ein Spiegel des Zeitgeistes.

    von Dorothea Wendebourg

  • Mein Luther

    Martin Luthers Geist spiegelt Freiheit, Entschlossenheit, Selbstprüfung und Gottvertrauen. Bundeskanzlerin Angela Merkel legt dar, wie diese Mischung aus selbstkritischem Hinterfragen und anpackender Zuversicht sie bis heute zum politischen Handeln motiviert. [...] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Angela Merkel

  • Das Ende der Selbstgenügsamkeit?

    Die Vorbereitungen auf das 500. Reformationsjubiläum begannen bereits im Jahr 2008. Mit einer Lutherdekade wollte die Evangelische Kirche Impulse der Reformation für die Gegenwart nutzbar machen. Was ist daraus geworden? [...] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Claudia Keller

  • Gedenken - trotz Luther!

    Das 500. Reformationsjubiläum erinnert an eine der einschneidendsten Umwälzungen in der Geschichte und fällt selbst in eine Phase großer gesellschaftlicher Umbrüche und Gefahren. Kann unsere Gesellschaft aus dem Jubiläum Schlüsse und Botschaften für heute ziehen? Muss sie es gar? Was sind die Erwartungen der jüdischen Gemeinschaft? [...] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Charlotte Knobloch

  • Über 2017 hinaus

    Prognosen sind riskant. Dennoch wagt der Ratsvorsitzende der EKD einen Blick über das 500. Reformationsjubiläum hinaus. Manch nachhaltiger Ertrag wird bereits heute sichtbar. [...] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Heinrich Bedford-Strohm

  • Nichts zu feiern?

    Haben Katholiken zum Reformationsjubiläum 2017 etwas zu feiern? Viele verneinen das. Gerade in einer Zeit, in der der Gottesglaube insgesamt zur Disposition steht, ist es jedoch notwendig, sich auf das Erbe Luthers einzulassen. [...] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Joachim Wanke

  • Der Klang des Klassikers

    Die Evangelische Kirche in Deutschland hat die Lutherbibel einer Revision unterzogen. Etwa siebzig Experten aus den Bereichen Exegese, Praktische Theologie, Liturgik und Germanistik haben 16.000 Veränderungen auf den Weg gebracht. Das Ergebnis überrascht. [...] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Christoph Kähler

  • Getrennt und doch zusammengehörig

    Machiavelli und Luther sind große Namen auf dem langen und schmerzhaften Weg in die Neuzeit. Heute scheinen deren Bauprinzipien erschüttert. Es ist der richtige Moment, das Jahr 1517 zum Anlass zu nehmen, über „uns“ nachzudenken. [...] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Udo Di Fabio

  • Dienstbare Knechte?

    Ohne den Schutz weltlicher Machthaber hätte Luther das Schicksal von Jan Hus geteilt und die Reformation wäre gescheitert. Daraus erwuchs eine zu große Nähe zwischen den protestantischen Kirchen in Deutschland und dem Staat. [...] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Alexander Brakel

  • Abgesackte und aufsteigende Revolutionskurven

    Zunächst galt Luther der SED als Fürstenknecht. Dann erklärte sie ihn zum Träger „progressiver Traditionen“ und feierte 1983 seinen 500. Geburtstag aufwendig. Die auch der inneren Stabilisierung dienende Vereinnahmung scheiterte. Lutherseminare wurden zu Diskussionsforen für politische Veränderungen. [...] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Ehrhart Neubert

  • Das evangelische Pfarrhaus

    Martin Luther und seine Frau Katharina von Bora begründeten den Prototyp des evangelischen Pfarrhauses. Im Wandel der Zeiten war es immer Ort der Bildung und Bürgerlichkeit, Zufluchtsstätte und fester Bestandteil des Gemeindelebens. Ist die Institution „Pfarrhaus“ heute bedroht? [...] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Stefan Marx

  • „Ein neues Lied wir heben an“

    Luthers Lieddichtungen gehören zum festen Bestandteil des kulturellen Gedächtnisses der Deutschen: „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ ist ein Beispiel. Zur Popularität der Lutherlieder haben nicht zuletzt die musikalischen Bearbeitungen Johann Sebastian Bachs beigetragen. [...] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Christine Bach

Standpunkte

  • "Grosseste und schrecklichste Greuel"

    Martin Luther starb nicht in dem Bewusstsein, Begründer einer neuen Kirche zu sein. Er wollte die ursprüngliche „eine Kirche“ wiederherstellen. Für den Fall eines allgemeinen kirchlichen Konzils markierte er seine Positionen. Was hielt er für das Trennende, was trennt heute? Zum Stand der Ökumene aus katholischer Sicht. [...] || Dieser Beitrag ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Wolfgang Klausnitzer

  • Gabe und Weggemeinschaft

    Die innerkirchlichen Konflikte sind oft schärfer als die zwischen den großen Kirchen. Auf internationaler Ebene bilden sich neue Bruchlinien und Koalitionen heraus. Wie sollte vor diesem Hintergrund der künftige Weg der Ökumene beschritten werden? [...] || Dieser Beitrag ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Christoph Raedel

  • Reformation feiern im säkularen Zeitalter

    Der erste evangelische Ministerpräsident des Freistaats Bayern ist zugleich ein engagiertes Mitglied seiner Kirche. Welche aktuelle Bedeutung misst er dem Reformationsjubiläum bei und wie skizziert er das sich wandelnde Verhältnis von Kirche und Staat? [...] || Dieser Beitrag ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Günther Beckstein

  • Unverzagt!

    Trotz ökonomischen Wohlstandes leben wir in einer Zeit kollektiver Ängste und Untergangsszenarien. Was kann die christliche Botschaft aktuell leisten? [...] || Dieser Beitrag ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Petra Bahr

Biogramme

  • Ehefrauen, Theologinnen, Herrscherinnen

    Zweifelsfrei spielen Frauen in der Reformation eine wichtige Rolle. Umstritten sind hingegen die Auswirkungen auf das Rollenbild der Frau. Hat die Reformation zu ihrer Domestizierung oder Emanzipation geführt? [...] || Dieses Biogramm ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Ute Gause

  • Verschwörer gegen Hitler

    In der Tradition Martin Luthers war der Sturz der „Obrigkeit“ durch einen Christen, noch dazu einen evangelischen Theologen und Pfarrer, nicht vorgesehen. Dietrich Bonhoeffer entschloss sich trotzdem zum Widerstand gegen den nationalsozialistischen Staat. Wie ließ sich dieses Spannungsverhältnis auflösen? [...] || Dieses Biogramm ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Wolf Krötke

  • Wie die CDU zur überkonfessionellen "Union" wurde

    Die CDU wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als interkonfessionelle Union gegründet. Anfangs verhielten sich viele evangelische Christen skeptisch. Wer zählte zu den protestantischen Politikern in der Union, die die Vorbehalte gegenüber der neu gegründeten Partei zu überwinden halfen? [...] || Dieses Biogramm ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Andreas Grau

Orte der Reformation

  • Lutherstadt Wittenberg

    1974 kam Wolfgang Böhmer als Chefarzt an ein evangelisches Krankenhaus in Wittenberg. Die Lutherstadt wurde zu seiner zweiten Heimat. Seine Verbundenheit mit der Stadt ist eng, aber das trübt nicht den nüchtern diagnostizierenden Blick des einstigen Ministerpräsidenten. [...] || Dieser Beitrag ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Wolfgang Böhmer

  • Thüringen

    Thüringen und Luther: An vielen Orten finden sich Zeugnisse seines Lebens. Familie, Schule, Studium und die Berufung zum Augustinermönch prägten den späteren Reformator. [...] || Dieser Beitrag ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Christine Lieberknecht

  • Leise Töne der Rechtsfindung

    Beim Wormser Reichstag 1521 wurde Luther angehört. Kaiser Karl V. bewahrte damit das Recht. So nahm eine historische Linie in beginnenden konfessionellen Auseinandersetzungen, die dem Recht eine herausragende Stellung einräumt, ihren Anfang. Letztlich wurde über die Stationen Augsburg 1555 und Münster 1648 das Recht zum Mittel, den konfessionellen Konflikt beizulegen. [...] || Dieser Beitrag ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Martin Kintzinger

  • Politik und Krieg im Namen der Reformation

    Rund 100 Jahre nach dem Thesenanschlag entzündete sich über einen Bagatellstreit an der böhmisch-sächsischen Grenze der Dreißigjährige Krieg. Er verwandelte das Heilige Römische Reich Deutscher Nation und mit ihm das Geburtsland der Reformation in einen riesigen Brandherd. Die Geschehnisse illustrieren die Sprengkraft des politischen Missbrauchs von Religion. [...] || Dieser Beitrag ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Frank Müller

Reformationsjubiläum international

  • Ein europäisches Ereignis

    Mehr als hundert lutherische, methodistische, reformierte und unierte Kirchen aus über dreißig Ländern – alles in allem rund fünfzig Millionen Gläubige – gehören der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa an. Ihr Ziel ist es, 2017 und darüber hinaus die europäische Dimension der Reformation in ihrer Vielfalt sichtbar zu machen. [...] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Klára Tarr Cselovszky

  • "Unsere Mission ist groß"

    Das Interview ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Munib A. Younan

  • Nur eine Sache der Lutheraner?

    Der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen gehören achtzig Millionen Christen aus 230 verschiedenen Kirchen in 109 Ländern an. Am 29. Juni 2017 wird ihre 26. Generalversammlung in der Leipziger Nikolaikirche tagen. Ein Blick auf das Reformationsjubiläum von der Südhalbkugel. [...] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Jerry Pillay

Gelesen

  • Übersehener Vermittler?

    Die Rezension ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

  • Luther lesen

    Die Rezension ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar.

    von Andreas Main

Bezugsbedingungen

  • Bestellinformationen

    Unsere Sonderausgabe "Martin Luther - streitbar und umstritten" können Sie ab dem 24. November 2016 in ausgewählten Buchhandlungen, an Flughäfen sowie an großen Bahnhöfen bundesweit für 5,00 Euro erwerben oder in der Redaktion bestellen.

Über diese Reihe

Die Politische Meinung präsentiert sich seit 2013 „generalüberholt“ ihren Lesern: Das neue, ästhetisch anspruchsvolle Layout bietet ein klares und aufgelockertes Schriftbild, die Themenschwerpunkte werden facettenreicher und von Bildstrecken begleitet. Eine veränderte Erscheinungsweise von sechs Doppelausgaben jährlich mit jetzt 128 Seiten gibt dieser Fortentwicklung einen neuen Rahmen.

 

Die Zeitschrift bietet als Bezugspunkte fundierte Analysen historischer Hintergründe und eine der individuellen Eigenverantwortung verpflichtete, im christlichen Menschenbild verankerte Ethik.

BESTELLINFORMATIONEN

Die Politische Meinung erscheint sechsmal im Jahr. Der Bezugspreis für sechs Hefte beträgt 50,00 € zzgl. Porto. Der Einzelheftpreis beträgt 9,00 €. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderrabatt (25 Prozent). Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht bis zum 15. November eines Jahres schriftlich abbestellt wird. Bestellungen über den Verlag, durch den Buchhandel oder per E-Mail an politische-meinung@kas.de

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Die Politische Meinung erscheint sechsmal im Jahr. Der Bezugspreis für sechs Hefte beträgt 50,00 € zzgl. Porto. Der Einzelheftpreis beträgt 9,00 €. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderrabatt (25 Prozent). Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht bis zum 15. November eines Jahres schriftlich abbestellt wird. Bestellungen über den Verlag, durch den Buchhandel oder per E-Mail an politische-meinung@kas.de

Herausgeber

Norbert Lammert, Bernhard Vogel

ISBN

0032-3446