Medien und Politik

Ausgabe 450 | 10. Mai 2007

Mit dem Verhältnis von Medien und Politik befasst sich die Maiausgabe der Politischen Meinung. Vor dem Hintergrund der Strukturschwächen deutscher Medienpolitik prüft Robert Grünewald die Möglichkeiten einer Steuerung durch die Gesamtgesellschaft - „Medienpolitik am Scheideweg“. Ob die Dauerpräsenz der Massenmedien Demokratiepotenzial freisetzt oder vielmehr behindert untersucht Manfred Mai. Auf europäischer Ebene beschreibt Michael Brüggemann die Grenzen politischer Transparenz, Ruth Hieronymi analysiert die neue EU-Richtlinie für audiovisuelle Mediendienste und einen Vergleich von nationalen Parlamenten im Verhältnis zum Fernsehen zieht Dietmar Schiller. Kritik an neuen Fernsehformaten, die im Zeichen von Jugendkult und Schönheitswahn lebensfeindliche Wertemaßstäbe propagieren übt Jürgen Reuter.In der Rubrik „Krisen und Konflikte“ analysiert Avi Primor die Lage im Nahen Osten, Thomas Speckmann die Effizienz von Auslandseinsätzen der Bundeswehr und Kakhaber Dzebisashvili die geostrategische Bedeutung des Kaukasus für EU und NATO.Helmut Kohl würdigt das Haus Europa, dessen Weiterbau er in die Hände der Jüngeren und Kommenden legt. Erziehungsziele einer pluralen Gesellschaft beschreibt Hermann Kues, Chinas Wirtschaftsstrategien in Afrika untersucht Alice Neuhäuser und die Geltendmachung von Eigentumsansprüchen deutscher Vertriebener in Polen beurteilt Stephan Raabe, KAS-Außenstellenleiter in Warschau.„Deutschland aus der VogelPerspektive. Eine kleine Geschichte der Bundesrepublik“ als spannendes zeitgeschichtliches Zeugnis der beiden Brüder Bernhard und Hans-Jochen Vogel rezensiert Helmut Herles.

Inhaltsverzeichnis anzeigen

Inhalt

  • Europäisches Medienrecht

    Nur die Anerkennung des Doppelcharakters der Medien als Kultur- und Wirtschaftsgut gewährt redaktionelle Verantwortlichkeiten und die Aufrechterhaltung kultureller Vielfalt. Zu der neuen EU-Richtlinie für audiovisuelle Mediendienste.

    von Ruth Hieronymi

  • Schönheitswahn und Jugendkult

    Mit ihrer "Schön = Glücklich-Ideologie" propagieren Fernsehformate auf der Suche nach Supermodels lebensfeindliche Wertmaßstäbe.

    von Jürgen Reuter

  • Editorial

    von Danja Bergmann

  • Der schwierige Weg zur Verständigung

    Josef Skrabek: Die gestrige Angst / Piotr Buras, Henning Tewes: Polens Weg / Stefan Troebst (Hg.): Vertreibungsdiskurs und Europäische Erinnerungskultur

    von Herbert Werner

  • Das Haus Europa weiterbauen

    Die Vollendung der politischen Union kann nur gelingen, wenn sich die Bürger mit "Europa" identifizieren. Es ist ein Auftrag an die Jüngeren und Kommenden, das Werk mit Optimismus und Leidenschaft weiterzuführen.

    von Helmut Kohl

  • Erziehungsziele in einer pluralen Gesellschaft

    Eltern und Schulen müssen an einem Strang ziehen, um Defiziten in der Bildungskette entgegenzuwirken. Wesentlich ist die Orientierung an Werten und einem dahinter stehenden Menschenbild.

    von Hermann Kues

  • Pekings Politik in Afrika

    Längst hat China die geostrategische Bedeutung des afrikanischen Kontinents erkannt. Neokoloniale Verhältnisse durch wachsende ökonomische und politische Abhängigkeiten untergraben Demokratisierungsanstrengungen konsequent.

    von Alice Neuhäuser

  • Bedingt eingreifbereit

    Deutsche Truppen in Gebiete zu entsenden, in denen die Waffen bereits schweigen, ergibt wenig Sinn. Eine Kosten-Nutzen-Analyse von Auslandseinsätzen der Bundeswehr.

    von Thomas Speckmann

  • Die Informationsgesellschaft als Utopie und Versprechen

    Ob die Dauerpräsenz der Massenmedien Demokratiepotenzial freisetzt oder behindert, ist eine Gretchenfrage. Zur Bedeutung neuer Kommunikationstechnologien für die Politik.

    von Manfred Mai

  • Die Klagen der "Preußischen Treuhand"

    Die Geltendmachung von Eigentumsansprüchen deutscher Vertriebener erregt zwar Misstrauen auf polnischer Seite, hat aber keinerlei Erfolgsaussicht. Zur Vertrauensbildung muss der politische Konsens klar herausgestellt werden.

    von Stephan Georg Raabe

  • Einmischen statt Raushalten - Zum 75. Geburtstag von Arnulf Baring

    Arnulf Baring: Deutschland gehört nicht nur den Deutschen

    von Manfred Funke

  • Medienpolitik am Scheideweg

    Angesichts der Strukturschwächen in der deutschen Medienpolitik setzen die Kritiker auf das Konzept "Media Governance": eine Steuerung durch die Gesamtgesellschaft. Überprüfung eines abstrakten Modells anhand konkreter Probleme.

    von Robert Grünewald

  • Vogel "schwarz" und Vogel "rot"

    Bernhard Vogel/Hans-Jochen Vogel: Deutschland aus der Vogelperspektive

    von Helmut Herles

  • Aktuelles intern

    von Walter Bajohr

  • Die Sackgasse des Nahen Ostens

    Eine Trennung zwischen Israelis und Palästinensern, ein unabhängiger Palästinenserstaat und die arabische Anerkennung Israels sind Bestandteil aller Friedenspläne in der Vergangenheit. Die Schwäche der beiden Regierungen erfordert europäisches Engagement.

    von Avi Primor

  • Grenzen politischer Transparenz in Europa

    Zwar geht von Brüssel eine wahre Informationsflut aus, doch ist damit noch nicht gesagt, dass die Bürger auch die Informationen bekommen, die relevant sind. Mehr Offenheit aber ist unverzichtbar für die Weiterentwicklung der europäischen Integration.

    von Michael Brüggemann

  • Parlamente im Fernsehen

    Das Rollenverständnis parlamentarischer Institutionen hat sich im Zuge der televisuellen Reproduzierbarkeit enorm verändert: Politik wird durch massenmediale Inszenierung nicht nur konstruiert, sondern auch konstitutiert.

    von Dietmar Schiller

  • Die Verdammnis der Peripherie

    Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion versuchen Russland, Georgien, Armenien und Aserbaidschan sich gegeneinander zu behaupten. Zur geostrategischen Bedeutung des Kaukasus für EU und NATO.

    von Kakhaber Dzebisashvili

Über diese Reihe

Die Politische Meinung präsentiert sich seit 2013 „generalüberholt“ ihren Lesern: Das neue, ästhetisch anspruchsvolle Layout bietet ein klares und aufgelockertes Schriftbild, die Themenschwerpunkte werden facettenreicher und von Bildstrecken begleitet. Eine veränderte Erscheinungsweise von sechs Doppelausgaben jährlich mit jetzt 128 Seiten gibt dieser Fortentwicklung einen neuen Rahmen.

 

Die Zeitschrift bietet als Bezugspunkte fundierte Analysen historischer Hintergründe und eine der individuellen Eigenverantwortung verpflichtete, im christlichen Menschenbild verankerte Ethik.

BESTELLINFORMATIONEN

Die Politische Meinung erscheint sechsmal im Jahr. Der Bezugspreis für sechs Hefte beträgt 50,00 € zzgl. Porto. Der Einzelheftpreis beträgt 9,00 €. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderrabatt (25 Prozent). Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht bis zum 15. November eines Jahres schriftlich abbestellt wird. Bestellungen über den Verlag, durch den Buchhandel oder per E-Mail an politische-meinung@kas.de

Bestellinformationen

Die Politische Meinung erscheint sechsmal im Jahr. Der Bezugspreis für sechs Hefte beträgt 50,00 € zzgl. Porto. Der Einzelheftpreis beträgt 9,00 €. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderrabatt (25 Prozent). Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht bis zum 15. November eines Jahres schriftlich abbestellt wird. Bestellungen über den Verlag, durch den Buchhandel oder per E-Mail an politische-meinung@kas.de

Herausgeber

Wolfgang Bergsdorf, Hans-Gert Pöttering, Bernhard Vogel

ISBN

0032-3446