Vermächtnis des Widerstandes


Zum 60. Jahrestag des 20. Juli 1944 befaßt sich die Politische Meinung mit der historischen Bewertung des Attentatversuches auf Hitler, seinen Voraussetzungen, Motiven und Auswirkungen auf die Grundlagen der Bundesrepublik.In den Beiträgen zum Thema wird unter anderem auch die ethische Absicherung des Widerstandes durch christliche Grundsätze deutlich, die eine langfristige Tiefenwirkung entfaltet hat. Unter der Rubrik „Perspektiven“ werden die aktuellen Gemeinwohldiskurse analysiert sowie die Entwicklungen der Schweiz, Tschechiens und der Slowakei und ihre Rolle in Europa dargestellt.Die Essays zu Kunst und Literatur erinnern im Juli an den 30. Todestag Erich Kästners und stellen die diesjährigen Träger des höchstdotierten europäischen Skulpturenpreises vor.

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Inhalt

  • Editorial

    von Wolfgang Bergsdorf

  • Wege zum 20. Juli 1944

    Der Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime hat mit dem 20. Juli ein weithin sichtbares Zeichen gesetzt. Trotz seines Scheiterns bildete er den Kern der bundesrepublikanischen Demokratie. Zu Bedingungen, Formen und Motiven des Widerstands

    von Karl Dietrich Bracher

  • Vermächtnis des Widerstandes

    Das Attentat vom 20. Juli 1944 bedeutet ein Orientierung stiftendes Fundament für eine menschenwürdige Ordnung. Nach 1945 erleichterte der Widerstand Deutschlands Wiederaufnahme in den Kreis der Völkerfamilie. Eine Würdigung der „Lichtgestalten in finsteren Zeiten“

    von Helmut Kohl

  • Triumph des Bösen - beinahe

    Eine Relativierung des mutigen Attentatversuches vom 20. Juli 1944 spielt der nationalsozialistischen Strategie noch nachträglich in die Hände. Allein eine Ehrung der Verdienste des Widerstandes wird seiner Bedeutung für Deutschland gerecht. Stauffenberg und die deutsche Dankesschuld

    von Christian Müller

  • Handeln gegen die Diktatur

    Im Leben von Hans-Alexander von Voss spiegeln sich die tragischen Abläufe des Widerstandes: Erinnerung des Sohnes an seinen Vater, der sich am 8. November 1944 das Leben nahm, um der Gestapo zu entrinnen. Die Geschichte meines Vaters

    von Rüdiger von Voss

  • „Aufstand des Gewissens“

    Der weit verzweigte Widerstand gegen den Nationalsozialismus suchte seine ethische Absicherung übereinstimmend im Christentum. Diese Selbstvergewisserung hatte prägenden Einfluss auf die Bundesrepublik und die Versöhnung Europas. Der 20. Juli 1944 – 60 Jahre danach

    von Klaus Gotto

  • Verschwörer ohne Uniform

    Auch in der Bewertung des Widerstandes war Deutschland geteilt. Der Huldigung einer Bewegung „von unten“ stand die historische Registrierung eines „Widerstandes ohne Volk“ entgegen. Widerstand abseits vom "20. Juli"

    von Manfred Funke

  • Religiöse Motive im deutschen Widerstand

    Von den „religiösen Sozialisten“ bis zur konservativen Auflehnung gegen Hitler wurden Elemente des christlichen Glaubens zu Fixpunkten. Christlicher Glaube als Fixpunkt der Auflehnung

    von Klemens von Klemperer

  • Wandlung hin zum Widerstand

    Sabine Gillmann/Hans Mommsen (Hrsg.): Politische Schriften und Briefe Carl Friedrich Goerdelers. Politische Schriften und Briefe Carl Friedrich Goerdelers.

    von Detlef J. Blesgen

  • Widerstand zwischen Wahrheit und Wahrnehmung

    Joachim Fest: Staatsstreich. Der lange Weg zum 20. Juli;Peter Steinbach: Der 20. Juli 1944. Gesichter des Widerstandes.

    von Harald Bergsdorf

  • Die Wiederentdeckung des großen Ganzen?

    Angesichts sozioökonomischer Schwierigkeiten greifen politische Akteure auf den Gemeinwohldiskurs zurück. Bloße Rhetorik jedoch könnte zu politischem Zynismus führen. Zur Renaissance des Gemeinwohles im politischen Alltag

    von Karl-Sebastian Schulte

  • Die Schweiz und Europa – die Schweiz in Europa

    In der Summe ihrer Eigenschaften ist die Schweiz nicht weiter vom europäischen Durchschnitt entfernt als die anderen Staaten. Und dennoch ist sie ein Sonderfall. Ein integrationspolitischer Sonderfall

    von Gerhard Schwarz

  • Demokratisierung mit Schlaglöchern

    Im Konsolidierungsranking erhalten Tschechien und die Slowakei unterschiedliche Noten. Eine Evaluation der politischen Systeme und möglicher Risiken im Vergleich. Zum Konsolidierungsprozess in Tschechien und der Slowakei

    von Karel Vodicka

  • Vom Grundgesetz an der Spree zur planetarischen Utopie

    Der Piepenbrock-Preis und Förderpreis für Skulptur ging als höchstdotierter Skulpturenpreis Europas an Dani Karavan. Den mit ihm verbundenen Förderpreis erhielt Björn Dahlem. Piepenbrock-Preis und Förderpreis für Skulptur 2004 verliehen an Dani Karavan und Björn Dahlem

    von Andreas Kaernbach

  • Emil unterm Hakenkreuz

    Am 29. Juli 1974 starb vor dreißig Jahren der Schriftsteller und Satiriker Erich Kästner: Erinnerung an einen unverwechselbaren Chronisten seiner Zeit. Ein Nachruf auf Erich Kästner

    von Raoul Löbbert

  • Kein Witwenbuch

    Katja Havemann/Joachim Widmann: Robert Havemann oder Wie die DDR sich erledigte. gelesen: Robert Havemann oder Wie die DDR sich erledigte.

    von Konrad Weiß

  • Die Wahrheit über den Krieg

    Anna Politkovskaja: Tschetschenien – die Wahrheit über den Krieg. gelesen: Anna Politkovskaja, Tschetschenien – die Wahrheit über den Krieg

    von Friedbert Pflüger

  • Geschichte und Geschichten – Judentum in Europa

    Hans Erler (Hrsg.): Erinnern und Verstehen. Der Völkermord an den Juden im politischen Gedächtnis der Deutschen;Scholem Alejchem: Ein Omelett wie bei den Reichen. Monologe und Zwiegespräche. gelesen: Erinnern und Verstehen. Der Völkermord an den Juden im politischen Gedächtnis der Deutschen.

    von Danja Bergmann

  • Neugier als Profession

    Maria Löblich: Das Menschenbild in der Kommunikationswissenschaft. gelesen: Das Menschenbild in der Kommunikationswissenschaft.

    von Wolfgang Bergsdorf

  • Aktuelles intern

    Aktionen, Programme und Publikationen der Konrad-Adenauer-Stiftung

    von Walter Bajohr

Über diese Reihe

Die Politische Meinung präsentiert sich seit 2013 „generalüberholt“ ihren Lesern: Das neue, ästhetisch anspruchsvolle Layout bietet ein klares und aufgelockertes Schriftbild, die Themenschwerpunkte werden facettenreicher und von Bildstrecken begleitet. Eine veränderte Erscheinungsweise von sechs Doppelausgaben jährlich mit jetzt 128 Seiten gibt dieser Fortentwicklung einen neuen Rahmen.

Die Zeitschrift bietet als Bezugspunkte fundierte Analysen historischer Hintergründe und eine der individuellen Eigenverantwortung verpflichtete, im christlichen Menschenbild verankerte Ethik.​​​​​​​

Bestellinformationen

Die Politische Meinung erscheint sechsmal im Jahr. Der Bezugspreis für sechs Hefte beträgt 50,00 € zzgl. Porto. Der Einzelheftpreis beträgt 9,00 €. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderrabatt (25 Prozent). Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht bis zum 15. November eines Jahres schriftlich abbestellt wird. Bestellungen über den Verlag, durch den Buchhandel oder per E-Mail an politische-meinung@kas.de

Herausgeber

Norbert Lammert, Bernhard Vogel

ISBN

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