Maria Probst (geb. Mayer)

Lehrerin, Bundestagsabgeordnete Dr. phil. 1. Juli 1902 München 1. Mai 1967 Bonn
von Ursula Männle

Maria Probst erkannte bei Kriegsende in der allgemeinen Depression die Chance und Notwendigkeit des Neubeginns und wurde selbst politisch aktiv. Als Abgeordnete der CSU wie auch in ihrer Vorstandsfunktion beim VdK galt ihr politisches Bemühen den Opfern des Krieges. Von den Betroffenen erhielt sie den Namen „Maria Hilf“, die Politiker bezeichneten sie als „teuerste Frau des Bundestags“. Geprägt durch ihr Elternhaus, setzte sie ihren zweiten Schwerpunkt in der Europapolitik und vor allem in der Aussöhnung mit Frankreich. Ihr Engagement für den Einsatz von Frauen in der Politik war beispielhaft. Ihre Karriere wurde gekrönt durch das Amt der ersten weiblichen Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags.

Lebenslauf

  • 1923–1930 Studium der Geschichte in Freiburg, Zürich und München
  • 1930 Promotion und Heirat mit Dr. Alfred Probst, MdL Bayern (BVP)
  • 1945 verwitwet mit 2 Töchtern, Mitgründerin der CSU
  • 1946 Redakteurin der „Bayerischen Rundschau“
  • 1946–1949 MdL Bayern
  • 1949–1967 MdB
  • 1959–1966 Mitglied des Europäischen Parlaments
  • 1965–1967 Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags.

Literatur

  • U. Männle, in: ZGiLB 7 (1994)