Veranstaltungsberichte

Die Lange Nacht der Politik – Düsseldorf zusammen gestalten

von Julia Rieger
Düsseldorf ist eine vielfältige und bunte Stadt – aber was bewegt die Menschen, die hier wohnen? Diese Frage beantwortet wohl jeder für sich anders. Deswegen konnten die Gäste bei der ersten Langen Nacht der Politik selbst entscheiden, welche Themen sie diskutieren wollen – und dabei noch spannende Orte in ganz Düsseldorf kennen lernen.

Um 18.30 geht es parallel in sieben Veranstaltungslocations los – bis 22.30 Uhr hat jeder Gast dann die Möglichkeit, insgesamt drei Mal individuell den Standort zu wechseln. So hat kaum jemand das gleiche Programm. In den Pausen steigen die Gäste in Oldtimerbahnen der Rheinbahn, die sie zu den anderen Veranstaltungsorten bringen. In diesen geht das Programm weiter: Poetry-Slammerinnen und -Slammer lesen ihre Texte, die sich alle mit gesellschaftlichem Zusammenhalt beschäftigen und so auch in den Pausen neue Aspekte für die Diskussion zwischen den Zuschauern liefern.

An den Standorten selbst sind die Formate ganz unterschiedlich: Im Landtag NRW beim Themenschwerpunkt „Kein Planet B!“  nehmen die Gäste zum Beispiel an einer Podiumsdiskussion mit NRW Umweltministerin Ursula Heinen-Esser, Michael Schäfer vom WWF, Prof. Dr. Astrid Kiendler-Scharr, Vorsitzende des Wissenschaftlich-Technischen Rates des Forschungszentrum Jülich und Cedric Finian Röhrich von der Fridays for Future Bewegung teil. Im #hotelfriends bei „Digitales Leben“ ist es interaktiv: Ob Workshop zu Hasskommentaren, Fake News oder der Chance, Virtual Reality Brillen auszuprobieren: Die Teilnehmer können hier ganz viel selbst ausprobieren.

Anders als andere Vorträge ist auch der Programmpunkt, den die Blogger von Mr. Düsseldorf am Standort „Community Düsseldorf“ in den Design Offices Fürst&Friedrich gestalten: Die Teilnehmer können bei einer Live-Aufzeichnung des Podcast „rheingeredet“ dabei sein und mitdiskutieren. Im UCI Kino geht es um „Vielfalt statt Ausgrenzung“: Nach dem Film „Roads“ und einer Podiumsdiskussion u.a. mit Serap Güler, Staatssekretärin für Integration der Landesregierung NRW, zum Film haben die Teilnehmer die Chance, dem jüdischen Rapper Ben Salomo ihre Fragen zum Thema Antisemitismus und Rap zu stellen. In einem kurzen Konzert performt er einige Lieder, die die Besucher sehr berühren.

Die wachsende Menschenfeindlichkeit wurde auch im Café Europa betrachtet: Bei verschiedenen Vorträgen zum Thema „Gesichter des Extremismus“ konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren, wie politisch Graffiti sind oder wie sie Argumente entkräften, die versuchen, Islam mit Islamismus gleichzusetzen. Ein großes Thema in Düsseldorf ist der Wohnungsmarkt – deswegen wurde auch dieses Thema im me&all hotel unter die Lupe genommen. Bei „Lebenswerte Stadt – Zusammenleben 2.0“ können sich die Zuschauer über das Zusammenleben im Generationenwohnprojekt „Wir vom Gut“ informieren oder erfahren, was das Recherchenetzwerk correctiv bei der Recherche über den Wohnungsmarkt erfahren hat. Auch das Thema „Gutes Leben im Alter“ ist für Menschen aller Generationen in Düsseldorf interessant: Im zentrum plus der AWO gibt es Tipps für die Altersvorsorge von Finanzblogger Christoph Geiler und die Zuschauer lernen von Gerontologe Helmut Wallraffen, wie selbstbestimmtes Altern gelingt.

Doch bei der Langen Nacht der Politik wird Düsseldorf auch aus künstlerischer Perspektive betrachtet: Bei den drei Fotowalks „Stadtlichter“ durch die Stadt bei Nacht können die Teilnehmer ihren ganz persönlichen Hotspot finden und ihre Fotos später bei einem Fotowettbewerb einreichen.

Nach drei Stunden mit viel Möglichkeit für Diskussionen treffen die Teilnehmer und Referenten dann in der Skybar der Design Offices wieder aufeinander, um dort bei Musik und Drinks angefangene Diskussionen zu vertiefen, sich zu vernetzen und die Eindrücke zu teilen. Auch Oberbürgermeister Thomas Geisel kommt als Gast und diskutiert in lockerem Rahmen mit den Teilnehmern. Die erste Lange Nacht der Politik endet mit vielen Eindrücken, Diskussionen und einem Ziel: Düsseldorf gemeinsam zu gestalten.

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