Veranstaltungsberichte

Deutsch-Ungarische Sommerakademie in Sopron

von Jasmin von Lübken
Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) und das Deutsch-Ungarische Jugendwerk organisierten anlässlich des Paneuropäischen Picknicks vom 18. - 21. August 2018 wie im letzten Jahr in Sopron/Ödenburg eine Sommerakademie mit rund 25 Teilnehmern aus Deutschland und Ungarn.

Im Rahmen eines Abendessens eröffneten Frank Spengler, Leiter des Auslandsbüros der KAS in Ungarn, sowie Réka Kovács vom Deutsch-Ungarischen Jugendwerk das Treffen und es kam zu einem ersten Gedankenaustausch mit László Nagy, dem Sekretär der Stiftung Paneuropäisches Picknick '89. Im Mittelpunkt standen dabei die gemeinsame Geschichte und Zukunft von Ungarn und Europa.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen des 29. Jahrestages des Paneuropäischen Picknicks und begann mit einem Gespräch mit den Schülerinnen und Lehrerinnen des St. Augustin Gymnasiums zu Grimma, die vor allem die Erinnerung an den historischen Grenzdurchbruch vom 19. August 1989 durch ein Schulprojekt aufrechterhalten wollen. Daran anschließend folgte eine Stadtführung durch Sopron/Ödenburg, bei der auch auf die Judendeportationen 1944 und die Vertreibung der Ungarndeutschen 1946 eingegangen und darüber hinaus auf das Picknick verwiesen wurde.

Bei einem gemeinsamen Mittagessen mit der Bundestagsabgeordneten Katharina Landgraf (CDU) betonte sie das Engagement der Zivilgesellschaft und das Streben der Bürger nach politischer Freiheit im Schicksalsjahr 1989 und beantwortete die umfassenden Fragen der Anwesenden. Am Nachmittag fuhren die Teilnehmer zu der Gedenkstätte an der Grenze zu Österreich. An den Ort wo vor 29 Jahren über 600 DDR-Bürgern der Grenzdurchbruch gelang. Durch den Gedenkpark führte László Nagy, der auch bei den damaligen Ereignissen vor Ort war.

Im Anschluss daran nahm die Gruppe an dem offiziellen Programm vor Ort teil. Der Vorsitzende der Stiftung Paneuropäisches Picknick '89, László Magas, und der Leiter des Auslandsbüros der KAS in Ungarn, Frank Spengler, betonten in ihren Festreden, dass in der heutigen Zeit nicht vergessen werden dürfe, dass der Mut der Ungarn und das Streben der Menschen in der DDR nach Freiheit die Wiedervereinigung Europas und Deutschlands wesentlich beschleunigten. Anlässlich der traditionellen, kulturellen Veranstaltung am 19. August im Felsentheater nahe der Gedenkstätte hob die Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf in ihrer Festrede u.a. die herausragende Bedeutung der deutsch-ungarischen Beziehungen hervor.

Die Sommerakademie fand am Montag und Dienstag ihre Fortsetzung in Budapest. Im Mittelpunkt standen dabei eine Diskussion mit Dr. Balázs Ferkelt, Direktor für Bildung an der ungarischen Nationalbank, und dem Vizepräsidenten der Ungarischen Nationalversammlung, Csaba Hende. Die Teilnehmer besuchten darüber hinaus das Holocaustmahnmal, „Schuhe am Donauufer” und die Ungarische Nationalversammlung.