Einzeltitel

Geschichte aus dem „ersten Mund“

Belarussisches Archiv für mündliche Geschichte

Wenn die Historiker eine Studie vornehmen, werden sie immer wieder mit der Frage nach den zu nutzenden Quellen konfrontiert. Gewöhnlich entscheidet man sich zu Gunsten von Papieren aus den staatlichen Archiven.

Es gibt aber Aspekte in der Geschichte des XX. Jh., u.a. auch in der belarussischen Geschichte, wo die traditionelle Ansätze und offizielle Papiere nicht ausreichend sind. Das sind solche Themen, die zur Schnittstelle der Geisteswissenschaften gehören, mit der Aufarbeitung der traumatischen Erfahrungen, den in der Gesellschaft vorhandenen Tabus verbunden sind, eine Darstellung der historischen Ereignissen vom Standpunkt des einfachen Menschen aus erfordern usw.

Manchmal ist dies dadurch bedingt, dass der der Zugang zu den Sonderarchiven in Belarus gesperrt ist bzw. die Informationen aus den schriftlichen Dokumenten nicht ausreichend sind oder diese Informationen noch eine zusätzliche Bestätigung brauchen. In diesen Fällen ist die Nutzung der Erinnerungen der Zeitzeugen erforderlich unter Berücksichtigung aller durch ihre Subjektivität bedingten Vor- und Nachteile.

Ansprechpartner

Dr. Michael Borchard

Dr

Leiter Wissenschaftliche Dienste / Archiv für Christlich-Demokratische Politik

Michael.Borchard@kas.de +49 30 26996-3581 +49 30 26996-53581
Belarusian Archive of Oral History