Online-Seminar

Die Kontrolle der sozialen Medien

Vortrag und Diskussion mit PD Dr. Matthias C. Kettemann

Details

Internet-Plattformen spielen eine entscheidende Rolle für den gesellschaftlichen Diskurs. Sie ermöglichen Kommunikationsvielfalt und machen die Corona-Krise für viele erste erträglich, aber sie kontrollieren und begrenzen auch, was wir sagen. Und wer kontrolliert sie dabei? Wir kommunizieren über sozialen Medien, wir informieren uns auf ihnen, wir ärgern uns über sie. Aber wer stellt die Regeln auf, nach denen Präsidenten-Konten gelöscht, Hassrede und Desinformationen bekämpft werden. Wer setzt die Grenzen des Sagbaren im Internet: Ist es Politik und Staat? Sind es die Unternehmenszentralen in den USA? Sind es doch die Nutzerinnen und Nutzer?

Dass Staaten reagieren müssen auf die Macht großer sozialen Medien, haben sie erkannt: Gesetze wie das Netzwerkdurchsetzungsgesetz und der Vorschlag zu einem Gesetz über digitale Dienste der EU setzen der Plattformmacht wichtige Grenzen. Aber reicht das? Und welche Rolle spielen neben menschlichen Moderatorinnen und Moderatoren die Algorithmen, die automatisch löschen? Und stellen sich bei den Platzhirschen Facebook, YouTube und Twitter andere Fragen als bei TikTok und Telegram? Diesen Fragen geht der Vortrag nach und schlägt eine Lösung vor, wie die je nach Größe und Wirkung der Plattformen diesen inhärenten Risiken für Individualrechtsschutz und gesellschaftlichen Zusammenhalt freiheitswahrend minimiert werden können.

 

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Der Referent: Matthias C. Kettemann forscht zu Recht und Regeln der Onlinewelt. Er ist Privatdozent für Völkerrecht, Internetrecht, Rechtstheorie am Institut für Öffentliches Recht der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Forschungsp-rogrammleiter am Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI) und leitet Forschungsgruppen am Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft, Berlin, und am Sustainable Computing Lab der Wirtschaftsuniversität Wien. Nach einer Vertretung einer Professur für Öffentliches Recht an der Universität Heidelberg vertritt er seit WS 2020 eine Professur für Völkerrecht an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er war mehrfach Sachverständiger für verschiedene Ausschüsse des Bundestags, Gutachter für DAX-Unternehmen und Berater für das Außen- und Wirtschaftsministerium, die deutsche UNESCO-Kommission, die Grundrechteagentur und den Europarat im Bereich digitale Menschenrechte, Plattformregulierung und Algorithmen-Governance. Zuletzt erschien von ihm: The Normative Order of the Internet. A Theory of Rule and Regulation Online (Oxford, 2020) und eine Sammlung von Internetmythen.

Hier finden Sie das Programm zum Download: PBF-180221-D1 Programm.pdf

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    Nina Zimmer

    Nina Zimmer

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    Yanka Karamanlieva-Bayer

    Sachbearbeiterin Projekt "Gemeinsam.Demokratie.Gestalten." und Politisches Bildungsforum Baden-Württemberg

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