Publikationen

GovernmentZA / Flickr / CC BY-ND 2.0

Länderberichte

Südafrikas schwerer Reformweg

von Henning Suhr

Lage der Nation: kritisch
Am 13. Februar 2020 hielt Präsident Cyril Ramaphosa die jährliche Regierungsansprache vor dem Parlament. In der „State of the Nation Address“ (SONA) skizzierte er einmal mehr seine Reformpolitik, die das Land wieder auf Vordermann bringen soll. Dem Optimismus des Präsidenten steht jedoch eine skeptische Grundhaltung in Südafrika entgegen. Zu oft wurde viel versprochen, aber wenig gehalten. Den wenigen Lichtblicken steht eine Reihe von Herkulesaufgaben bevor. Ramaphosa griff wichtige Punkte auf, doch stellt sich die Frage der Finanzierung seiner Vorhaben. Derweil zieht die Wirtschaftskrise in Südafrika weitere Kreise: lokale Stromausfälle sind an der Tagesordnung, haarsträubende Korruptionsfälle werden nicht in gewünschtem Maße aufgearbeitet und das Haushaltsdefizit wird immer größer.
Conflict & Development at Texas A&M / Flickr / CC BY-NC-ND 2.0

Länderberichte

Terrorismus und Gewalt in Nigeria besorgniserregend

von Vladimir Kreck

Die Sicherheitslage in Nigeria hat sich deutlich verschlechtert. Islamisten, Banditen und der blutige Bauern-Hirten-Konflikt in Zentralnigeria destabilisieren Nigeria zunehmend.
Nigerias Sicherheitslage ist besorgniserregend, denn sie verschlechtert sich zunehmend. Nicht nur die Islamisten im Nordosten des Landes tragen zu einer Destabilisierung bei. Bewaffnete Banditen im Nordwesten und der blutige Bauern-Hirten-Konflikt in Zentralnigeria sind nicht in den Griff zu kriegen. Die Gewaltkriminalität hat außerdem in vielen Landesteilen deutlich zugenommen. Regierung und Sicherheitsorgane haben keine Antwort auf die Sicherheitsprobleme. Die Bevölkerungszahl und die extreme Armut wachsen zudem rasant und die Wirtschaft entwickelt sich nur schleppend. Unter diesen Bedingungen wird sich die Sicherheitslage in Nigeria weiter verschlechtern.

Think Tank Report

Think Tank Report 1/2020

Einblicke in die Agenda internationaler Think-Tanks
Der Think Tank Report 1/2020 beinhaltet unter anderem folgende Themen: Wie russische U-Boote den weltweiten Informationsfluss bedrohen | Wie künstliche Intelligenz die nächste Epidemie verhindern kann | Warum Cyberangriffe für das europäische Bankensystem die größte Bedrohung darstellen | Wie der chinesische Importstopp von Plastikmüll die Kreislaufwirtschaft ankurbelt | Was Frieden in der Zentralafrikanischen Republik für den Kontinent bedeutet | u.v.w.
Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.

Einzeltitel

Promotionen in Deutschland

Vorschläge zur Qualitätssicherung
Promotionen sind ein wichtiger Qualifizierungsschritt für junge Akademikerinnen und Akademiker. Damit sie als Nachweis der Befähigung eigenständiger wissenschaftlicher Arbeit gelten können, muss die Qualität auch künftig gesichert werden. Vor dem Hintergrund einer sich – national und international – wandelnden Hochschul- und Wissenschaftslandschaft, neuer Erwartungen an eine akademische Bildung und Ausbildung sowie eines sich ändernden Bedarfs in Wirtschaft und Arbeitsmarkt, stellt sich die Frage, ob das Promotionssystem in Deutschland in seiner gegenwärtigen Form noch zeitgemäß ist.
United Nations Photo / Flickr / CC BY-NC-ND 2.0

Länderberichte

Genfer Großwetterlage

von Olaf Wientzek, Sarah Ultes, Rena Geis

Entwicklungen in den Genfer Internationalen Organisationen Mitte November 2019 – Mitte Februar 2020
Die „Genfer Großwetterlage“ wirft in unregelmäßigen Abständen einen Blick auf einige ausgewählte Entwicklungen der in Genf ansässigen internationalen Organisationen.
Matthias Rüby / Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

Veranstaltungsberichte

China: Partner, Wettbewerber und strategischer Rivale

von Daniela Braun

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz sprachen Fachleute über Chinas Engagement in multilateralen Organisationen und die Implikationen für Deutschland und Europa
Der wirtschaftliche und politische Aufstieg Chinas ist ein bedeutender Megatrend unserer Zeit, der die internationale Ordnung nachhaltig verändert. Dabei tritt die Volksrepublik in den letzten Jahren immer selbstbewusster auf und scheint ihre ursprüngliche internationale Zurückhaltung aufgegeben zu haben. Dies spiegelt sich auch im Engagement Chinas in multilateralen Organisationen wieder.

Veranstaltungsberichte

Herausforderungen des Berliner Mietendeckelgesetzes

von Polina Zavadska

Eine Podiumsdiskussion zur Wohnsituation in Berlin
Über 50 Berliner versammelten sich am 12. Februar 2020 im geräumigen Saal der Bezirksverordnetenversammlung im Rathaus Charlottenburg. Ein perfekter Ort, um über die prekäre Wohnsituation in der Hauptstadt zu diskutieren. Für die rege Beteiligung am Stadtteilgespräch Charlottenburg-Wilmersdorf sorgte eines der dominanten Themen auf aktueller Berliner Agenda – das Thema des Mietendeckels.
KAS / Nathalie Burkowski

Veranstaltungsberichte

"Serbien: Ankerland des Westbalkan"

Die serbische EU-Integrationsministerin zu Gesprächen in Berlin
Im Vorfeld Ihrer Teilnahme an der Münchner Sicherheitskonferenz hielt sich Jadranka Joksimović, Ministerin für europäische Integration der Republik Serbien, zu politischen Gesprächen in der deutschen Hauptstadt auf. Joksimović, die zugleich als Internationale Sekretärin für die Pflege der auswärtigen Beziehungen der serbischen Regierungspartei SNS von Staatspräsident Aleksandar Vučić zuständig ist, besuchte am 11.02.2020 auch die Konrad-Adenauer-Stiftung.
Soryn, stock.adobe.com

Analysen und Argumente

Deep Fake: Gefahren, Herausforderungen und Lösungswege

von Norbert Lossau

Nicht nur Textnachrichten und Fotos lassen sich fälschen. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz sind auch Videos manipulierbar, und zwar so, dass Wahrheit und Täuschung nicht mehr ohne weiteres unterschieden werden können. Dies hat weitreichende Folgen für Gesellschaft und Politik. Technische und gesetzgeberische Maßnahmen sind notwendig, um dieser negativen Entwicklung entgegen zu steuern.
kas

Veranstaltungsberichte

Hochschulen als freie Orte des Diskurses

von Saskia Gamradt

Forschende und Lehrende diskutierten über Wissenschaftsfreiheit in Deutschland
Forschende und Lehrende an Hochschulen diskutierten beim Symposium „Freiheit der Wissenschaft? Anspruch und Wirklichkeit eines Grundwertes“ in Berlin über Forschungsfreiheit, aber auch über ihre vielfältigen Einschränkungen im Alltag. Das Institut für Demoskopie Allensbach hat sich mit Wissenschaftsfreiheit an deutschen Universitäten sowie Hemmnissen und Belastungsfaktoren in einer aktuellen Studie auseinandergesetzt. Diese und weitere Ergebnisse waren Gegenstand der Veranstaltung mit Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. Sie sieht die Wissenschaftsfreiheit national und international in Gefahr. „Unsere Hochschulen müssen Orte des freien Diskurses sein“, betonte sie. Die Bildungsministerin sieht darin eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Veranstalter waren die Konrad-Adenauer-Stiftung und der Deutsche Hochschulverband.