Die erste Ausgabe dieser Zeitschrift erschien im Juni 1956, begleitet von einem Verlagsbrief, der den Leserinnen und Lesern die Vorzüge des neuen Periodikums in wohlgesetzten Worten nahebrachte.
Man zeigte sich erfreut, „[…] allen, die politisch tätig oder interessiert sind, […] endlich die Tribüne für alle Fragen unserer Zeit zur Verfügung stellen zu können“. Es war ein ambitioniertes Versprechen, angenehm frei von falscher Bescheidenheit.
Seither sind siebzig Jahre und 595 Ausgaben vergangen. In dieser Zeit hat sich das Erscheinungsbild mehrfach gewandelt, doch der publizistische Anspruch ist unverändert hoch geblieben: Die Metapher der „Tribüne“ ist längst durch Begriffe wie „Forum“ oder „Werkstatt“ ersetzt worden, neuerdings sind „Labore“ oder gar „Labs“ modern. Unabhängig von solchen sprachlichen Hüllen versteht sich diese Zeitschrift weiterhin als Ideen-, Reflexions- und Resonanzraum für christlich-demokratisches Denken.