Veranstaltungsberichte

Annegret Kramp-Karrenbauers Rede an der LSE

von Sebastian Schnorrenberg
Am 16. Januar sprach Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer zur Zukunft der deutsch-britischen Beziehungen nach dem Brexit.

Am vergangenen Donnerstag hielt die deutsche Verteidigungsministerin und Bundesvorsitzende der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer eine Rede im Rahmen einer Veranstaltung der Konrad Adenauer Stiftung, welche gemeinsam mit der London School of Economics und dem Dahrendorf Forum organisiert worden war. Frau Kramp-Karrenbauer betonte vor einem vollbesetzten Hörsaal die freiheitlichen Werte auf denen die deutsch-britische Beziehung fußt, und mahnte in Zeiten von weltweiten Herausforderungen zu unvermindert enger Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. Auf den wachsenden Wettbewerb mit gefährlichen Ideologien und feindlich agierenden Staaten verweisend, forderte die Ministerin eine Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich, sowie die Ausschöpfung von bewährten Formaten wie den E3 und die Sicherung von ununterbrochen enger Kooperation zwischen der EU und Großbritannien nach dem Brexit. Diesbezüglich warnte Frau Kramp-Karrenbauer davor, die Zusammenarbeit auf dem Gebiet Sicherheit als ein Druckmittel bei den anstehenden Verhandlungen zu verwenden. Eine solche Verhandlungsstrategie würde beiden Partnern schaden und diese im globalen Wettbewerb auch gegen hybride und terroristische Bedrohungen schwächen. Darauf aufbauend zeigte sich die Ministerin offen für eine Teilnahme des Vereinigten Königreichs auch bei laufenden Rüstungsprojekten wie z.B. dem Kampfflugzeug der Zukunft oder dem Panzer der Zukunft. Zum Abschluss Ihres Auftritts im Old Theatre der LSE stellte sich Frau Kramp-Karrenbauer direkt und ausführlich den vielen Fragen des Londoner Publikums.