Expertengespräch

Die Gegenwart von Vergangenheit. Erfahrungen in der Hilfe für traumatisierte Überlebende in Israel und Ruanda

Veranstaltung im Rahmen der "Hamburger Tage des Exils 2018" (Körber-Stiftung)

Details

Langjährige Verfolgung und Gewalt führen häufig zu extremen Traumata bei den Überlebenden und ihren Nachkommen – oftmals auch Jahrzehnte danach, wie man bei Überlebenden des Holocaust zeigen kann. Migrationserfahrung, soziale Not, Krieg und Verlust von Angehörigen sind zudem Faktoren, die zu einer mehrfachen Traumatisierung führen können. Am Beispiel von Ruanda und Israel sollen Erfahrungen in der Hilfe für traumatisierte Überlebenden dargestellt werden. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es? Von welchen Traumata sprechen wir im Kontext menschengemachter Gewalt? Welche Grundlagen braucht es, um psychosoziale Hilfe wirksam und nachhaltig zu gestalten und damit den Traumatisierten langfristig zu helfen? Wie wirken Flucht und Exil auf die Traumatisierungen ein? Und schließlich: Was können wir mit- und voneinander lernen im Umgang mit Traumatisierten?

Diese Fragen sowie diejenigen, die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern formuliert werden, wollen wir dialogorientiert mit den Referenten erörtern.

Dr. Martin Auerbach ist Psychiater und Klinischer Direktor von AMCHA Israel, einer Hilfsorganisation für Überlebende des Holocaust und ihre Nachkommen.

Esther Mujawayo arbeitet als Therapeutin für traumatisierte Geflüchtete in Deutschland und hat AVEGA, die Assoziation der Witwen des Genozids in Ruanda, 1994 mitgegründet. Die Moderation des Gespräches übernimmt Lukas Welz, Vorstandsvorsitzender von AMCHA Deutschland e.V. Der Ablauf im Einzelnen:

 

18.00 Uhr Eröffnung und Begrüßung

Stefan Hensel, Vorstandsvorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hamburg

 

18.10 Uhr Inhaltliche Hinführung

Dr. Karolina Vöge, Landesbeauftragte für Hamburg der Konrad Adenauer Stiftung e.V.

 

18.20 Uhr Expertengespräch

mit

Esther Mujawayo, Therapeutin und Mitgründerin der Opferorganisation AVEGA

und

Dr. Martin Auerbach, Psychiater und Klinischer Direktor von AMCHA Israel

moderiert von

Lukas Welz, Vorstandsvorsitzender von AMCHA Deutschland e.V.

 

19.10 Uhr Publikumsfragen und Diskussion

 

19.30 Uhr Zusammenfassung und Dank

Dr. Karolina Vöge

 

19.45 Uhr ff. Empfang

 

Wir laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung ein! Der Eintritt ist frei und Sie können gerne eine Begleitperson mitbringen. Wir bitten um verbindliche Anmeldung bis zum 3. November 2018 per E-Mail an kas-hamburg@kas.de an. Die Veranstaltung wird fotografisch begleitet. Die Gäste erklären mit Anmeldung und Teilnahme ihr Einverständnis, dass die Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. und die nebenstehenden Partner das vor, während und nach der Veranstaltung entstandene Fotomaterial für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit nutzen. Wir bedanken uns im voraus für Ihr Interesse an unserer Veranstaltungsarbeit und freuen uns auf einen interessanten Abend.

Die Veranstaltung wird gefördert durch Zuwendungen der Bundesrepublik Deutschland und der Freien und Hansestadt Hamburg.

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Veranstaltungsort

Politisches Bildungsforum Hamburg der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.
Stephansplatz 2-6HanseContor Esplanade,
20354 Hamburg
Deutschland

Anfahrt

Referenten

  • Dr. Martin Auerbach
    • Psychiater u. Klinischer Direktor v. AMCHA Israel
  • Esther Mujawayo
    • Therapeutin u. Mitgründerin d. Opferorganisation AVEGA
  • Lukas Welz
    • Vorsitzender AMCHA Deutschland
  • Stefan Hensel
    • Vorsitzender Dt.-Isr. Gesellschaft HH
Kontakt

Dr. Karolina Vöge

Portrait Frank Karl Soens

Regionalbeauftragte für Norddeutschland

karolina.voege@kas.de +49 40 21985084 +49 40 2198508-9
Kontakt

Grit Mäder

Grit Mäder bild

Sekretärin/Sachbearbeiterin Politisches Bildungsforum Hamburg

kas-hamburg@kas.de +49 40 2198508-0 +49 40 2198508-9
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