Länderberichte

Der SAARC-Gipfel 2010 in Bhutan

“Towards a Green and Happy South Asia”

Am vergangenen Freitag ging im bhutanesischen Thimphu das 16. Gipfeltreffen der South Asian Regional Cooperation (SAARC), das gleichzeitig das 25-jährige Bestehen der Staatengemeinschaft markierte, zu Ende. „Towards a Green and Happy South Asia“ lautete das Motto der gemeinsamen Deklaration der SAARC-Mitglieder. Die Bereiche Klimawandel, Umwelt und Energie, Maßnahmen zur Implementierung des südasiatischen Freihandelsabkommens und die Förderung regionaler Strategien zur Terrorismusbekämpfung standen im Mittelpunkt der Resolutionen.

Der eigentliche Erfolg des Gipfels indes war die indisch-pakistanische Wiederannäherung.

Die Regionalkooperation SAARC wurde 1985 in Dhaka (Bangladesch) gegründet; das Sekretariat befindet sich in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu. Gründungsmitglieder sind Indien, Pakistan, Bangladesch, Nepal, Sri Lanka, Bhutan und die Malediven. Im April 2007 trat Afghanistan der Organisation bei. China, Japan, die Europäische Union, Südkorea, die USA und der Iran besitzen Beobachterstatus. In diesem Jahr nahmen erstmals Australien und Myanmar als Beobachter teil.

Das primäre Ziel der Regionalorganisation ist die Kooperation in wirtschaftlichen und technischen Angelegenheiten, insbesondere die Koordination in den Bereichen Zölle und grenzüberschreitender Handel. Kernstück der wirtschaftlichen Zusammenarbeit ist die Südasiatische Vorzugshandelsvereinbarung (South Asian Preferential Trade Arrangement; SAPTA). Ziel dieser Vereinbarung ist die Liberalisierung des regionalen Handels durch den Abbau von Handelshemmnissen und eine verstärkte Zusammenarbeit. Langfristiges Ziel ist die Schaffung einer südasiatischen Freihandelszone (South Asian Free Trade Area; SAFTA), die dann 1,6 Milliarden Verbraucher und damit rund ein Fünftel der Weltbevölkerung umfassen würde.

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