Ein seriöses, unabhängiges und pluralistisches Informationsangebot ermöglicht es dem Bürger, seinen Überzeugungen entsprechend Positionen in Bezug auf relevante Probleme des Lebens in der Gemeinschaft zu entwickeln und die Regierung bei den Wahlen zu „belohnen“ oder zu „bestrafen“.
Allerdings wird diese Beziehung zunehmend geschwächt, was durch das Entstehen neuer Kommunikationstechnologien und die Konzentration der Medienagenturen in den Händen einiger weniger Unternehmen erklärt werden kann. Deren finanzielle Stärke und Einfluss auf die öffentliche Meinung ist teilweise ausreichend, um Figuren und Probleme zu schaffen und sie andererseits wieder verschwinden zu lassen.
Die Konzentration der Kommunikationsmedien in den Händen von Privaten auf der einen und öffentlichen Stellen auf der anderen Seite, kann zu einer Manipulierung der Bürger führen und stellt damit ein Risiko für das Funktionieren der Demokratie dar. In einigen Ländern Lateinamerikas nimmt die Regierung in Bezug auf die Medien eine hegemonistische Position ein, die gewissermaßen eine Alternative zur fortschreitenden Monopolisierung der Medien durch multimediale Unternehmen darstellt. Dies ist beispielsweise der Fall in Cuba und neuerdings auch in Venezuela. Allerdings sind die negativen Konsequenzen für die Demokratie im Fall einer Regierungshegemonie die gleichen wie im Fall des privatwirtschaftlichen Monopols.
Die Publikation gliedert sich in acht Artikel, die sich mit der Beziehung zwischen Macht und Medien in verschiedenen Ländern – Venezuela, Peru, Bolivien, Deutschland, Argentinien und Mexiko – beschäftigen und beinhaltet des Weiteren eine Reihe von Texten wie Konferenzenbeiträge, Reden, Dokumente und Essays. In spanischer Sprache.
Themen
Über die selbstgemachten Gründe für die Krise des Journalismus
Die Brandkatastrophe von Kočani: Erschütterung für Staat und Gesellschaft in Nordmazedonien
Digitale Zukunft gestalten: Warum ein eigenständiges Digitalministerium unverzichtbar ist
Erneuerung politischer Parteien – Digitalisierung und politische Parteien
Welchen Nachrichten kann man noch trauen?