Publikationen

Die EU setzt kein gutes Zeichen

Politischer Kurzbericht

Schon seit mehreren Tagen zeichnete sich ab, dass sich im EU-Ministerrat keine Mehrheit finden würde, die Beitrittsverhandlungen mit Kroatien wie zunächst geplant, am 17. März 2005, beginnen zu lassen. Während die EVP-Fraktion im Europäischen Parlament den Verhandlungsbeginn unterstützt hatte, sprach sich der Ministerrat mit einer deutlichen Mehrheit von 17 zu 8 Stimmen dagegen aus. Auch die deutsche Bundesregierung fand sich zu einer Unterstützung Kroatiens erstmals nicht bereit.

Kroatien in den Medien 2004

Eine mediale Momantaufnahme

Ziel unserer Untersuchung war es, eine Momentaufnahme Kroatiens im Zeitraum Juni – August 2004 zu erstellen.

Kroatien und die EU

Kernaussagen führender Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft Kroatiens zur EU-Beitrittskandidatur des Landes sind in einer Sonderausgabe des Wirtschaftsmagazines Privredni Vjesnik zu finden, die gemeinsam mit der Konrad– Adenauer– Stiftung Zagreb und dem Ministerium für europäische Integration herausgegeben wurde. Auf englisch finden Sie hier unter anderem Beiträge von Außenminister Žužul, Europaministerin Grabar– Kitarović, Eu-Kommissar Potočnik und Justizministerin Škare– Ožbolt und viele andere.

Die kroatischen Medien im demokratischen Pluralismus

Transparenz der Besitzverhältnisse, Presserat, Verlagskontrolle, ethische Grundprinzipien

Auf der internationalen Konferenz „Die kroatischen Medien im demokratischen Pluralismus“,die vom 05.05. bis 07.05.2004 unter der Organisation der Konrad-Adenauer-Stiftung und desInternationalen Zentrums für Journalistenausbildung in Opatija stattfand, haben sichJournalisten, Verleger, Vertreter ihrer Vereinigungen, Regierungsvertreter undMedienexperten zusammengetroffen, um über die aktuelle Lage der kroatischen Medien unddie gegenwärtigen Probleme sowie über mögliche Initiativen zur Verbesserung der Strukturenin der kroatischen Medienlandschaft zu diskutieren.

Unterstützung der Selbstregulierung im kroatischen Mediensystem

Resolution

Auf der zweitägigen internationalen Konferenz über kroatische Medien in Opatija gabenJournalisten, Verleger, Vertreter der jeweiligen Vereinigungen, Regierungsvertreter undMedienexperten folgende Bewertung ab:Zuallererst ist es notwendig, professionelle ethische Standards der Zeitungen und dieTransparenz der Geschäftsführung von Verlagshäusern zu fördern. Die Gründung eines sichselbstregulierenden Systems ist die Vorbedingung für eine Qualitätsverbesserung der Medienals öffentliche Dienstleistung, und stellt eine starke Konsolidierungsbasis für dieUnabhängigkeit der Zeitungen dar. Auf diese Weise wird außerdem zur Anpassung eineswichtigen Elements der kroatischen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen aneuropäische Standards beigetragen.In Bezug auf die Möglichkeiten und Verpflichtungen, die sich aus der neuenMediengesetzgebung ergeben, sowie auf die realen Bedingungen und Schwierigkeiten, indenen sich die kroatische Medien befinden, und unter Berücksichtigung der Erfahrungen undErrungenschaften in den entwickelten Nachbarländern, empfehlen die Teilnehmer denJournalisten- und Verlegervereinigungen, die Zusammenarbeit bei der Ausarbeitung einesgemeinsamen journalistischen Kodex zu verstärken und zu operationalisieren, und eingemeinsames Fachorgan zur Implementierung guter journalistischer Gepflogenheiten zugründen.Die Konferenzteilnehmer unterstützen die Pläne der Verleger, nach bewährten Modellen derEU-Länder ein autonomes System und eine freiwillige Auflagenkontrolle bzw. eine Kontrolleder Zuschauer- bzw. Hörerzahlen der elektronischen Medien zu organisieren, um so bald wiemöglich einen geregelten Medienmarkt zu schaffen.Die Organisatoren der Konferenz waren das Internationale Zentrum für Journalistenausbildung(ICEJ) und die Konrad-Adenauer-Stiftung. Fachliche Hilfe boten der KroatischeJournalistenverband, die Kroatische Verlegervereinigung, die Kroatische Radio- undFernsehvereinigung sowie der Medienrat des Kroatischen Helsinki Komitees.

Kooperationsdreieck Zagreb – Sarajevo – Belgrad

"Zagreb – Sarajevo – Belgrad auf dem Weg nach Europa", so hieß der Titel der am 16. Januar 2004 in Zagreb durchgeführten Regionalkonferenz.Als den wichtigsten Erfolg konnte die Konferenz verbuchen, dass die Initiative für das Unterzeichnen eines Vertrags über die Zusammenarbeit, oder genauer, eines Vertrags über ethnische Toleranz, ergriffen wurde. Man hatte sich schon vor dieser Konferenz über den Inhalt dieses Vertrags geeinigt, dem nun noch die letzten Unterschriften fehlen.

Kroatiens neue Regierung

Politischer Hintergrundbericht

Schon kurz nach den Wahlen vom 23.11.2003, bei denen die HDZ mit Dr. Ivo Sanader an der Spitze 66 Sitze im kroatischen Sabor errungen hatte, war eines klar: es würde nicht leicht sein, in dem mit 154 Abgeordnetensitzen ausgestatteten Parlament eine stabile Mehrheit zu erlangen. Schnell wurde der HDZ deutlich , dass ein Zusammengehen mit der umstrittensten und rechtslästigsten Partei Kroatiens, der HSP (Partei des Rechts), vor dem Hintergrund drohender negativer Reaktionen der internationalen Gemeinschaft keine wünschenswerte Option war.

Parlamentswahlen Kroatien, 2003

politischer Bericht

Mitte-links-Bündnis verfügt nicht mehr über absolute Mehrheit im Parlament – Sozialistischer Premier Racan räumt Niederlage ein – Koalitionsverhandlungen entscheiden über Zusammensetzung der neuen Regierung – Neuer Premier heißt voraussichtlich Dr. Ivo Sanader.

Nachkriegsordnung-Friedensordnung

Zur Frage der "Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges" und der Stabilität in Europa

Prof. Dr. J. Kuropka hielt am 17.10.2003 einen Vortrag zur Frage der "Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges" und der Stabilität in Europa vor Studenten der politikwissenschaftlichen Fakultät der Universität Zagreb. Lesen Sie hier diesen Vortrag nach.

Bridging the trust gap between Serbia and its neighbors

Avoiding another cylce of distrust

Eine Zusammenfassung der Diskussionen im Rahmen der gleichnamigen Konferenz im Jahre 2001, welche einen kurzen Überblick über die Situation in Serbien bietet. Die drei zentralen Themen hierbei sind: Die Rückkehr von Kriegsflüchtlingen und ihre Bedeutung für den Frieden und die Stabilität der Region, die Kriterien für die europäische Integration und die Kooperation mit dem Haager Kriegsverbrechertribunal.