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Andrej Sekulović
Veranstaltungsberichte

35 Jahre nach der Unabhängigkeit – Slowenien zwischen demokratischem Fortschritt und Transformationsherausforderungen

von Juro Avgustinović

Internationales Symposium

Anlässlich des 35. Jahrestages der slowenischen Unabhängigkeit fand am 19. Juni in Ljubljana das internationale Symposium „35 Jahre danach – Bewertungen und Analysen des Übergangs zur Normalität“ statt. Historiker, Politikwissenschaftler und Vertreter der Zivilgesellschaft diskutierten über die Entwicklung des Landes seit 1991. Veranstaltet wurde das Symposium vom Institut Dr. Jože Pučnik (IJP) gemeinsam mit dem KAS-Auslandsbüro Kroatien-Slowenien, dem „Zbor za republiko“ sowie der Vereinigung für die Werte der slowenischen Unabhängigkeit. Im Mittelpunkt der Konferenz stand die Frage, inwieweit Slowenien den Übergang von einem sozialistischen Einparteiensystem zu einer gefestigten liberalen Demokratie erfolgreich bewältigt hat. Dr. Norbert Eschborn, Direktor des KAS-Auslandsbüros Kroatien-Slowenien, unterstrich die Bedeutung des Jubiläums für die demokratische Entwicklung des Landes. Er betonte, dass Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit kontinuierliches Engagement erfordern und nur durch eine kritische Aufarbeitung der Vergangenheit sowie Reformbereitschaft dauerhaft gesichert werden können. Nach Einschätzung der Veranstalter habe Slowenien zwar bedeutende Fortschritte erzielt, zugleich seien jedoch zahlreiche Reformen unvollendet geblieben. Als wichtige Meilensteine wurden der Aufbau demokratischer Institutionen, die internationale Anerkennung des Landes, die Mitgliedschaft in der Europäischen Union und der NATO sowie die wirtschaftliche Modernisierung hervorgehoben. Die Teilnehmer vertraten die Auffassung, dass politische und gesellschaftliche Strukturen aus der Zeit des ehemaligen kommunistischen Systems teilweise weiterhin Einfluss auf Staat, Justiz, Medien und öffentliche Institutionen ausüben. In diesem Zusammenhang wurde auf den fortbestehenden Einfluss der sogenannten „transitionsbedingten Linken“ verwiesen. Aus Sicht der Referenten habe dies Reformprozesse in verschiedenen Bereichen verlangsamt und die vollständige demokratische Transformation erschwert. Gleichzeitig wurde hervorgehoben, dass Slowenien in den vergangenen 35 Jahren erhebliche Erfolge erzielt habe. Die Sicherung der staatlichen Unabhängigkeit, die internationale Integration sowie die Entwicklung zu einem anerkannten Mitglied der europäischen und transatlantischen Gemeinschaft seien wesentliche Meilensteine in der Geschichte der jungen Republik. Die Veranstalter kündigten an, den Dialog über notwendige Reformen und die langfristige Entwicklung des Landes fortzuführen. Ziel sei es, den demokratischen Rechtsstaat weiter zu stärken und die Potenziale Sloweniens künftig noch besser zu nutzen.

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Kontakt Dr. Norbert Eschborn
Dr. Norbert Eschborn
Leiter Auslandsbüro Kroatien und Slowenien
norbert.eschborn@kas.de +385 1 4882 650 +385 1 4882 656

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