Dr. Norbert Eschborn

Designierter Leiter des künftigen Auslandsbüros Kanada

Dr. Norbert Eschborn bereitet seit August 2019 die Eröffnung des künftigen Auslandsbüros Kanada der Konrad-Adenauer-Stiftung vor. Bis Juni 2019 führte er das Auslandsbüro Myanmar der KAS. Zuvor vertrat er zwischen 2011 und 2015 die Stiftung in Korea und stand ab 2006 fünf Jahre an der Spitze der Stabsstelle Evaluierung in der Hauptabteilung Europäische und Internationale Zusammenarbeit der Stiftungszentrale in Berlin. Von 2002 bis 2006 wirkte er als Landesbeauftragter der KAS für Indonesien und Ost-Timor in Jakarta. Zwischen 1997 und 2001 arbeitete er in gleicher Funktion für die KAS in Thailand.

Nach Stationen als freier Journalist bei mehreren Regionalzeitungen und als Forscher beim Institut für Politikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sammelte er erste politische Erfahrungen als Persönlicher Referent des stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sowie als Grundsatzreferent beim CDU-Landesverband Rheinland-Pfalz. Seine Publikationen umfassen Artikel und Bücher zu Fragen der demokratiepolitischen Bildung, Entwicklungsstrategien von ASEAN-Staaten, den EU-ASEAN-Beziehungen, der entwicklungspolitischen Rolle der deutschen politischen Stiftungen, dem politischen System Thailands, Einzelaspekten der politischen und rechtlichen Reformprozesse in Thailand und Indonesien sowie zu grundsätzlichen politischen Fragen Koreas und Myanmars. Über mehrere Jahre gehörte er als stellvertretendes Mitglied dem Kuratorium der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) an.

Expertise

  • ​​​​Nordamerika
  • Südostasien
  • Regionale Sicherheit​​​​​​​

Publikationen

Veranstaltungsberichte

“Zusammenarbeit ist wichtiger denn je”

von Norbert Eschborn

KAS-Vorsitzender Prof. Dr. Norbert Lammert eröffnet Auslandsbüro Kanada
Mit einem eindringlichen Plädoyer zugunsten des Multilateralismus in den internationalen Beziehungen hat der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung und ehemalige Präsident des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Norbert Lammert, am 9. Oktober 2019 in Ottawa das Auslandsbüro Kanada der Stiftung eröffnet.

Länderberichte

ASEAN und die USA. Perspektiven Südostasiens auf die Beziehungen zu den USA seit Donald Trump

von Frederick Kliem, Norbert Eschborn, Peter Girke, Daniel Schmücking, Georg Gafron, Imke Gellermann, La Toya Waha

Seit dem Beginn der Präsidentschaft Donald Trumps haben sich die Außenbeziehungen der USA zu vielen Staaten und Regionen der Welt signifikant verändert. Besonders der eskalierende Handelskonflikt mit China und die deutliche Abkehr von den Politiken der Obama-Administration sind hierfür charakteristisch. Zwar erkennen die USA auch unter Trumps Präsidentschaft die wirtschaftliche und strategische Bedeutung Südostasiens – besonders mit Blick auf China – an. Wie aber haben sich die Beziehungen der USA zu ASEAN seit Trump entwickelt und wie gestalten sich die US-amerikanischen Prioritäten in Zeiten von abgeschwächtem Multilateralismus, drohenden Rüstungswettläufen und sich zuspitzenden Spannungen in ASEAN und einzelnen Mitgliedsstaaten? Im Folgenden wird die ambivalente Rolle der USA in der Region beleuchtet, die sich seit dem Amtsantritt Donald Trumps herausgebildet hat.

Länderberichte

ASEAN und die USA. Perspektiven Südostasiens auf die Beziehungen zu den USA seit Donald Trump

von Frederick Kliem, Norbert Eschborn, Peter Girke, Daniel Schmücking, Georg Gafron, Imke Gellermann, La Toya Waha

Seit dem Beginn der Präsidentschaft Donald Trumps haben sich die Außenbeziehungen der USA zu vielen Staaten und Regionen der Welt signifikant verändert. Besonders der eskalierende Handelskonflikt mit China und die deutliche Abkehr von den Politiken der Obama-Administration sind hierfür charakteristisch. Zwar erkennen die USA auch unter Trumps Präsidentschaft die wirtschaftliche und strategische Bedeutung Südostasiens – besonders mit Blick auf China – an. Wie aber haben sich die Beziehungen der USA zu ASEAN seit Trump entwickelt und wie gestalten sich die US-amerikanischen Prioritäten in Zeiten von abgeschwächtem Multilateralismus, drohenden Rüstungswettläufen und sich zuspitzenden Spannungen in ASEAN und einzelnen Mitgliedsstaaten? Im Folgenden wird die ambivalente Rolle der USA in der Region beleuchtet, die sich seit dem Amtsantritt Donald Trumps herausgebildet hat.

Länderberichte

Myanmar und Bangladesch – ein gestörtes Verhältnis

von Norbert Eschborn, Svenja Bounin

Am 7. November bestellte das Außenministerium Bangladeschs den Botschafter Myanmars ein, um ihm eine Protestnote zu überreichen. Grund dafür war ein Vorfall, der sich drei Tage vorher an der gemeinsamen Grenze beider Länder ereignete: Myanmars Grenzschutz soll am 4. November das Feuer auf das Territorium Bangladeschs eröffnet und dabei zwei Menschen verletzt haben. Bei den Verletzten handelt es sich nach Presseberichten um einen Bangladeschi und einen Rohingya aus Myanmar, welcher im Flüchtlingslager in Cox’s Bazar lebt. Myanmar stritt diese Vorwürfe ab. Dieser Vorfall ist nicht der erste in der Grenzzone zwischen beiden Ländern. Er steht symptomatisch für ein in nahezu jeder Hinsicht schwer gestörtes Verhältnis zwischen den Nachbarn.

Länderberichte

Myanmar zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit

von Norbert Eschborn, Tamara Göth

Die Rohingya-Krise verdeckt größere Probleme des Landes
In der Rubrik „Myanmar“ internationaler Nachrichtenanbieter dominiert die Thematik der Rohingya, der verfolgten muslimischen Minderheit im Westen des mehrheitlich buddhistischen Landes. Auch das Europäische Parlament und der Deutsche Bundestag haben sich in den letzten Monaten damit befasst. Doch während sich die internationale Gemeinschaft an diesem Thema festbeißt, ist das Land von schwerwiegenden Entwicklungsproblemen geplagt, die über die humanitäre Lage einer Minderheit von einer Million hinausgehen.

Länderberichte

Is the West driving Myanmar into the arms of China?

von Norbert Eschborn, Katharina Münster

DESPITE THE RAKHINE CRISIS, COMPETITION FOR THE COUNTRY CONTINUES
At the start of the Lunar New Year, the Chinese ambassador in Yangon praised Myanmar for having maintained political stability and making progress in the peace process. He said that China had played a constructive role in the process and would remain a presence. The assembled Burmese ministers, regional dignitaries and parliamentarians must have had mixed feelings upon hearing this. For decades, China has been pursuing ambitious goals in Myanmar, not always to the satisfaction of its neighbour. The West’s policy once again risks increasing Myanmar’s dependence on China.

Länderberichte

Treibt der Westen Myanmar in die Arme Chinas?

von Norbert Eschborn, Katharina Münster

Trotz Rakhine-Krise geht der Wettbewerb um das Land weiter
Myanmar habe politische Stabilität bewahrt und mache Fortschritte im Friedensprozess, lobte der chinesische Botschafter beim Neujahrsempfang in Yangon. China habe eine konstruktive Rolle dabei gespielt und werde weiterhin präsent bleiben. Die versammelten birmanischen Minister, regionalen Würdenträger und Parlamentarier dürften mit gemischten Gefühlen zugehört haben. China verfolgt seit Jahrzehnten ehrgeizige Ziele in Myanmar, nicht immer zur Freude seines Nachbarstaates. Die Politik des Westens droht die Abhängigkeit Myanmars von China wieder zu verstärken.

Länderberichte

Myanmar – new breeding ground for terrorist networks?

von Norbert Eschborn, Maria Kusmina

The “Arakan Rohingya Salvation Army” (ARSA) in Focus
On 1st February 2018, a previously unknown man threw an incendiary device onto the Rangoon property where Myanmar’s de facto prime minister and Nobel Peace Prize winner Aung San Suu Kyi resides. Even though security officials took the incident seriously while at the same time not wanting to overstate it, the increasing threat of terrorism in Southeast Asia has hardly been noticed elsewhere, especially in Europe. There is good reason Myanmar should be the focus of interest in such discussions.