Nach der Begrüßung und einer Einführung in die Zielsetzung des Seminars stand zunächst die Rolle politischer Jugendorganisationen im Mittelpunkt. Diskutiert wurde, wie junge politische Akteure als Verbindung zwischen Parteien, Gesellschaft und Europa wirken und über die reine Unterstützung von Wahlkämpfen hinaus zur politischen Bildung, zur Entwicklung politischer Initiativen und zur Nachwuchsförderung beitragen können.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf geopolitischen Entwicklungen und politischer Verantwortung. Die Teilnehmenden setzten sich mit aktuellen internationalen Herausforderungen und deren Auswirkungen auf die politische Kommunikation in Kroatien und Slowenien auseinander. Dabei wurde insbesondere die Bedeutung eines langfristig verantwortungsvollen politischen Handelns sowie eines bewussten Umgangs mit polarisierenden Narrativen und externen Einflussversuchen thematisiert.
Im Rahmen einer praktischen Gruppenarbeit analysierten die Teilnehmenden verschiedene fiktive Wahlkampfsituationen. Sie identifizierten polarisierende und vereinfachende Kommunikationsmuster und entwickelten alternative, argumentativ fundierte und inklusive Botschaften. Ergänzend beschäftigten sie sich mit den praktischen Anforderungen lokaler Wahlkämpfe, der Mobilisierung junger Mitglieder und der strategischen Bedeutung von Jugendorganisationen für die Entwicklung zukünftiger politischer Verantwortungsträger.
Ein weiterer Programmpunkt widmete sich der europäischen Perspektive des Westbalkans. Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen Kroatiens und Sloweniens mit dem europäischen Integrationsprozess sowie die Frage, welchen Beitrag junge politische Akteure zur regionalen Zusammenarbeit und zur europäischen Perspektive der Westbalkanländer leisten können.
Den praktischen Teil bildete eine Simulation eines TV-Duells zwischen jungen politischen Vertreterinnen und Vertretern aus Kroatien und Slowenien. Dabei konnten die Teilnehmenden ihre Fähigkeiten in Argumentation, öffentlicher Kommunikation, Umgang mit kritischen Fragen und konstruktivem politischen Widerspruch erproben. Die anschließende gemeinsame Auswertung bot Gelegenheit zur Reflexion und zum unmittelbaren Praxistransfer.
Zum Abschluss diskutierten die Teilnehmenden Möglichkeiten für eine weitere Zusammenarbeit zwischen den Jugendorganisationen. Im Fokus standen gemeinsame Workshops, Studienbesuche, Kommunikationstrainings, der Austausch von Erfahrungen aus Wahlkämpfen sowie gemeinsame Formate zu europäischen und regionalpolitischen Themen.
Das Seminar verband damit politische Bildung, praktische Kompetenzentwicklung und grenzüberschreitende Vernetzung. Es stärkte den Austausch zwischen jungen politischen Akteuren aus Kroatien und Slowenien und setzte Impulse für eine kontinuierliche Zusammenarbeit sowie für einen verantwortungsvollen Beitrag junger Menschen zur demokratischen und europäischen Entwicklung der Region.