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Interview: Medienfreiheit benötigt Regeln

von Christian Spahr
Pressefreiheit hängt nicht nur von politischen Freiräumen ab, sondern auch von der inneren Unabhängigkeit der Journalisten und der Medienvielfalt.

Darauf weist der neue Leiter des KAS-Medienprogramms Südosteuropa, Christian Spahr, in einem Interview mit der bulgarischen Redaktion der Deutschen Welle hin. Ein Konsens über professionelle und ethische Standards im Medienbereich sei langfristig im Interesse von Journalisten, Herausgebern und Politikern. "Gerade Printmedien können auf die Dauer nur durch Qualität überleben, weil die Konkurrenz der Medien weiter zunimmt."

Mit Blick auf die Situation in Bulgarien befürwortet Spahr sowohl neue gesetzliche Garantien als auch stärkere Selbstverpflichtungen der Medienbranche. Unter anderem sollten die Eigentumsverhältnisse transparenter werden und der Pluralismus im Verlagswesen gestärkt werden. "Medien sollten nicht nur als Wirtschaftsgut betrachtet werden, weil sie ein Instrument der Demokratie sind und eine verantwortungsvolle Rolle für die Gesellschaft haben", so Spahr.