Veranstaltungsberichte

PRO.PR-Konferenz: KAS thematisiert politische Kommunikation

von Manuela Anastasova
Das KAS-Medienprogramm Südosteuropa war erstmals Teil der Agenda der größten internationalen PR-Konferenz der Region, PRO.PR. Die privatwirtschaftlich organisierte Fachtagung fand 2016 am 8. und 9. April in Budva (Montenegro) statt. PRO.PR existiert seit 2003 und bringt jährlich führende Kommunikationsexperten aus ganz Europa zusammen.

Der Leiter des KAS-Medienprogramms Südosteuropa, Christian Spahr, hielt einen Vortrag über die Herausforderungen der politischen Kommunikation in Südosteuropa. Er stellte aktuelle Projekte des KAS-Medienprogramms vor, unter anderem Aktivitäten des Regierungssprecher-Verbandes SEECOM.

Er erklärte, wie sich das Verständnis für politische Kommunikation verändert hat: "Regierungen und Parteien müssen politische Entscheidungen intensiver kommunizieren. Die Erwartungen der Bürger sind gestiegen. Eine moderne politische Kommunikation lebt vom Dialog mit der Öffentlichkeit, nicht nur innerhalb der politischen Elite". Spahr skizzierte aktuelle Trends, die die politische Kommunikation beeinflussen. Die Nutzung digitaler Technologien in der Region steige rasant. Dennoch seien die Partizipationsmöglichkeiten im Web 2.0 durch politische Parteien und Regierungen noch längst nicht ausgeschöpft.

Der KAS-Experte betonte, dass es regionale Herausforderungen für PR-Manager in der Politik gebe. Die südosteuropäischen Medienlandschaften seien sehr polarisiert und die Verhältnisse zwischen Journalisten und Pressesprechern durch mangelhafte ethische Standards geprägt. Zudem gab Spahr Empfehlungen, welche Schritte zur Professionalisierung der politischen Kommunikation von politischen Parteien und Regierungen vorgenommen werden können.

Unter den diesjährigen Referenten waren unter anderem auch Prof. Dr. Dieter Georg Herbst von der Universität der Künste Berlin, der Londoner PR-Experte für Kommunalpolitik Cormac Smith und Julia Gryaznova von der Russischen Public Relations Gesellschaft (RPRA). Zudem sprachen mehrere Vertreter internationaler Kommunikationsagenturen.

Die Präsentation von Christian Spahr ist hier verfügbar.