Veranstaltungsberichte

Konferenz zu Wassermanagement und Klimawandel

Die Mongolei ist eines der Länder, das aufgrund seiner geringen Bevölkerungsdichte zwar wenig zur Klimaerwärmung beiträgt aber umso mehr von den negativen Folgen betroffen ist.

In den letzten 15 Jahren ist das Klima in der Mongolei bereits um 3-Grad-Celsius angestiegen. Die Folge ist ein erheblicher Wassermangel, der zu Desertifikation führt. Von der Wüstenbildung sind schon ca. 70 Prozent des Landes betroffen. Das führt wiederrum zu Klimaextremen, wie Sandstürmen. Neben der Wasserknappheit ist aber auch die Wasserverschmutzung ein großes Problem. Das liegt auf dem Land vor allem an den Folgen des Bergbaus. Aber auch in der Hauptstadt Ulaanbaatar gibt es große Probleme. Ursache sind die gut 50 Prozent nicht an die zentralen Abwassersysteme angeschlossenen Haushalte und die zu kleine Kläranlage der Stadt. Die Folge ist, dass ungeklärtes Wasser in das Grundwasser und in die Flüsse geleitet wird. Grund genug für die KAS in der Mongolei gemeinsam mit dem Umweltministerium der Mongolei eine Konferenz zum Thema „Wassermanagement und Klimawandel“ zu organisieren. Über Probleme und Lösungsansätze diskutierten wir am 03. Dezember 2015 gemeinsam mit dem Umweltminister, zahlreichen Parlamentariern, Beamten und Vertretern der Zivilgesellschaft. Die Konferenz war bereits die zweite dieser Art. Es gilt nun, das Problembewusstsein der Experten in den gesellschaftlichen und politischen Diskurs einzubringen, um so nachhaltige Lösungen zu erarbeiten.

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