Veranstaltungsberichte

Konferenz zur politischen Aufarbeitung

„Es ist nicht zu spät, aber sie sollten schnell anfangen.“

Der Leiter der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen Dr. Hubertus Knabe machte den Teilnehmern der Konferenz „Die Aufarbeitung der politischen Vergangenheit in Deutschland und in der Mongolei“ Mut: „Auch wenn der Weg schwierig ist, sie sind nicht allein.“

An der von der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Verband der politisch Verfolgten der Mongolei und der Parlamentskommission für Aufarbeitung der politischen Verfolgung veranstalteten Konferenz nahmen über 150 Vertreter aus Politik, Medien und Wissenschaft teil. Es entstand eine lebendige und emotionale Diskussion über den Umgang mit Opfern und Tätern, über Fragen der Rehabilitierung und Entschädigung, über den Umgang mit Geheimdienstunterlagen, über Gedenkstätten als Symbole der Erinnerung, aber auch zu Fragen der Finanzierung. Von den Teilnehmern wurde unter anderem ein intensiverer Austausch mit Deutschland gefordert. Während der Veranstaltung wurde schnell deutlich, dass hier ein sehr hoher Gesprächsbedarf besteht und weitere Plattformen für Diskussionen geschaffen werden müssen.

Dr. Hubertus Knabe auf einer Konferenz zur politischen Aufarbeitung der Diktaturen in der Mongolei und in Deutschland. eigenes Bild