Seminar

Politik, Literatur, Musik im nachrevolutionären Russland

Studienseminar vom 12. – 15. April 2018 in Waren an der Müritz mit Exkursion

Details

„Aber was geschehen ist, sollen schwarze Tücher bedecken, und man soll die Lampen wegtragen … Nacht.“ (Anna Achmatowa)

Maxim Gorki bezeichnete die Oktoberrevolution als ein „Pogrom der Habgier, des Hasses und der Rache“.

Aus den Wirren des Revolutionsjahres 1917 und des anschließenden Bürgerkrieges ist die Sowjetmacht entstanden – eine Macht, die das Land in den Kollektivzwang stürzte und den großen Terror Stalins brachte. In unserem Seminar begleiten wir Leben und Werke von Schriftstellern und Komponisten vom „Silbernen Zeitalter“ bis zu den „fleischfressenden Jahren“ (A. Achmatowa). Indem wir zugleich Zeitfragen und historische Entwicklungen thematisieren, spannen wir den Bogen von der Februarrevolution bis zum heutigen Russland unter Wladimir Putin.

P R O G R A M M

Donnerstag, den 12. April 2018

15.00 Uhr (Kaffee/Tee/ Kuchen)

Begrüßung und Eröffnung

„Unser heiliges Handwerk ist tausend Jahre alt …

Auch ohne Licht erhellt es die Welt.“ Anna Achmatowa (1889-1966)

Einführung : Russland nach 1917

Pia Gursch

Literaturwissenschaftlerin, Berlin

„Alle töten, die stören!“

Dimitrij Schostakowitsch (1906-1975) und Sergej Prokofjew (1891-1953) -

Komponisten während der Stalinherrschaft

Einführung – Präsentationen

18.15 Uhr Abendessen

19.00 – 21.00 Uhr

‚Wenn Architektur gefrorene Musik ist, sind diese Klänge wie das Tor zu Babylon‘ (ZEIT 12/ 2017)

Schostakowitschs Oper „Lady Macbeth von Mzensk“

Präsentation

Pia Gursch

Freitag, den 13. April 2018

Frühstück ab 7.00 Uhr

9.00 – 10.45 Uhr

Zwischen Wirklichkeiten und Visionen –

Die Oktoberrevolution in Russland'

Vortrag und Diskussion

Prof. Dr. Dietrich Beyrau

Historiker, Direktor a.D. des Instituts für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde der Universität Tübingen, 2007 Verleihung des Ehrendoktorats der Russischen Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universität Moskau

10.45 Uhr Kaffeepause

11.15 – 13.00 Uhr

Ära Stalins und Aufarbeitung des stalinistischen Terrors

Vortrag und Diskussion

Prof. Dr. Dietrich Beyrau

13.00 Uhr Mittagessen

15.00 Uhr

„ … und wäre (ich) mit Rilkes Licht in der Hand in die Finsternis aus dem Haus getreten. In den Hof ,auf die Straße, inmitten der Trümmer.“

„Doktor Schiwago“ und Boris Pasternak (1890-1960)

Einführung

Pia Gursch

16.00 Uhr Kaffeepause

16.30-18.00 Uhr

„Doktor Schiwago“ –

Schnee, Liebe, Trennung, Einsamkeit, Wölfe , Revolution … ?

Die politische und literarische Substanz eines Meisterwerkes

Lesung und Diskussion

Pia Gursch

18.00 Uhr Abendessen

19.00 Uhr

„Doktor Schiwago“

Filmausschnitte

Samstag, den 14. April 2018

ab 8.00 Uhr Frühstück

9.15 Uhr Abfahrt mit dem Bus nach Neubrandenburg

10.00 Uhr

Speziallager Nr.9 Fünfeichen -

Lager des Innenministeriums (NKWD) der UdSSR in der Sowjetischen Besatzungszone

Führung und Gespräch

Dr. Harry Schulz

Koordinator Gedenkarbeit in Neubrandenburg

anschließend Rückfahrt nach Waren

12.30 Uhr Mittagessen

15.00 Uhr

„… ich liebe unseren Don, unser durch die Jahrhunderte überliefertes Kosakenleben …“

„Der stille Don“ und Michail Scholochow (1905-1984)

Einführung und Lesung

Pia Gursch

16.30 Uhr Kaffeepause

17.00 Uhr

„Der stille Don“

Filmausschnitte / Gespräch

18.30 Uhr Abendessen

Sonntag, den 15. April 2018

ab 8.00 Uhr Frühstück

9.30 Uhr

Das aktuelle Russland unter Wladimir Putin

Vortrag und Diskussion

Jessy Pens

Universität Rostock, Lehrstuhl für Internationale Politik und Entwicklungszusammenarbeit

11.00 Uhr

„Das Verbrechen hat Namen, Anschrift und Gestalt.“ Berthold Brecht (1998-1956)

Abschlussforum

12.30 Uhr Mittagessen, anschließend Abreise

Referentin und Tagungsleitung:

Pia Gursch, Literaturwissenschaftlerin

Ivo Sieder, Greifswald

Hinweise

Veranstaltungsort / Unterbringung:

Hotel Am Tiefwarensee

Wossidlostraße 7

17192 Waren (Müritz)

T. +49 3991 747510 0 F. +49 3991 7475103

info@hotel-am-tiefwarensee.de

www-hotel-am-tiefwarensee.de

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich schriftlich (formlos) per email (kas-mv@kas.de) oder per Post / FAX bei der Konrad-Adenauer-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern unter Angabe Ihres Namens, Anschrift, email-Adresse, Tel.-Nr. sowie Ihres Belegungswunsches (Einzelzimmer, Doppelzimmer) an.

Kosten:

Der Tagungsbeitrag beträgt 250,00 € (pro Person / Unterbringung im Doppelzimmer (DZ)).

Bei einem Einzelzimmer wird einmalig ein Zuschlag von 70,00 € erhoben.

Der Tagungsbeitrag beinhaltet das Veranstaltungsprogramm, Unterbringung sowie die im Programm angegebenen Mahlzeiten.

Zusätzliche Getränke (z. B. bei den Mahlzeiten) und Telefonkosten erfolgen auf eigene Rechnung.

Der Tagungsbeitrag für Tagesgäste (Teilnahme ohne Übernachtung) beträgt 100 €.

Nach Erhalt Ihrer Anmeldung versenden wir (i.d.R. per email / bei freien Plätzen) eine Teilnahmebestätigung mit den Rechnungsdaten. Einzelne Leistungen, die nicht in Anspruch genommen werden, können nicht erstattet werden.

Für eine Verlängerungsnacht auf eigene Kosten wenden Sie sich bitte direkt an das Tagungshaus.

Rücktritt:

Absagen bis 4 Wochen vor Veranstaltungsbeginn sind kostenfrei. Danach bis 2 Wochen vor Veranstaltungsbeginn ist eine Ausfallgebühr in Höhe von 50% des Tagungsbeitrages zu entrichten. Bei Absagen ab dem 13. Kalendertag vor Veranstaltungsbeginn wird der volle Tagungsbeitrag in Rechnung gestellt.

Abmeldungen sind in jedem Fall schriftlich (per email / kas-mv@kas.de) einzureichen.

Veranstalter:

Konrad-Adenauer-Stiftung | Politisches Bildungsforum Mecklenburg-Vorpommern

Arsenalstr. 10, 19053 Schwerin

T. +49 385 555 7050, F. +49 385 555 7059

kas-mv@kas.de

www.kas.de/mv

www.facebook.com/konradadenauerstiftungmv

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Veranstaltungsort

Waren

Publikation

Politik, Literatur, Musik im nachrevolutionären Russland
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Kontakt

Dr. Silke Bremer

Silke Bremer

Landesbeauftragte und Leiterin Politisches Bildungsforum Mecklenburg-Vorpommern

Silke.Bremer@kas.de +49 385 555705-0 +49 385 555705-9