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Veranstaltungsberichte

Regionale Sicherheitsherausforderungen im Kontext globaler geopolitischer Veränderungen

Regionale Sicherheitsschule 2026

Vom 12. bis 14. März 2026 in Ohrid organisierte das Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Nordmazedonien in Zusammenarbeit mit dem Wilfried Martens Centre for European Studies die Regionale Sicherheitsschule 2026. Die dreitägige Veranstaltung brachte Studentinnen und Studenten, bzw. junge Fachkräfte und Experten aus drei Ländern der Region – Nordmazedonien, Bulgarien und Serbien – zusammen, um aktuelle Sicherheitsherausforderungen im Kontext sich wandelnder globaler geopolitischer Dynamiken zu diskutieren.

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Das Programm begann mit der Ankunft der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Ohrid, gefolgt von einem Studienbesuch am Flughafen Ohrid sowie einer Diskussion zum Thema Schutz kritischer Infrastruktur. Die Diskussion wurde von Prof. Gjorgji Alcheski von der Philosophischen Fakultät in Skopje und Direktor des Flughafens Ohrid geleitet und vermittelte den Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in aktuelle Verwundbarkeiten und Resilienzmechanismen kritischer Systeme.

Die offizielle Eröffnung der Schule fand im Hotel Royal View - Ohrid statt. Nach den Begrüßungsworten von Daniela Popovska aus KAS Skopje und George Dimakos vom Wilfried Martens Centre for European Studies folgte eine Diskussionsrunde mit dem stellvertretenden Bürgermeister von Ohrid, Percho Bozhinovski. In ihren Beiträgen unterstrichen sie die Bedeutung grenzüberschreitender und regionaler Zusammenarbeit sowie des Dialogs zur Bewältigung gemeinsamer Sicherheitsherausforderungen.

Eine interaktive Sitzung ermöglichte den Teilnehmerinnen und Teilnehmer den direkten Austausch mit den Referierenden, gefolgt von einer Kennenlernaktivität, die von der KAS-Stipendiatin Anastasija Sasha Tofoska geleitet wurde und zu einer offenen und kooperativen Atmosphäre beitrug. Der erste Tag wurde mit einem Workshop zum Thema religiöse Radikalisierung als Sicherheitsherausforderung abgeschlossen, der von Elena Dimovska von der Fakultät für Sicherheit in Skopje durchgeführt wurde und eine kritische Auseinandersetzung mit einem der sensibelsten Themen für Europa und die Region anregte.

Der zweite Tag widmete sich umfassenderen regionalen Sicherheitsfragen im Kontext globaler geopolitischer Veränderungen. Die Sitzung wurde von Prof. Marjan Gjurovski von der Philosophischen Fakultät in Skopje moderiert und umfasste Beiträge namhafter Experten, darunter Prof. Zoran Ivanov vom Institut für Nationalgeschichte in Skopje, Prof. Tatyana Dronzina von der Fakultät für Politikwissenschaft der Universität Sofia sowie Milan Krstić von der Fakultät für Politikwissenschaft der Universität Belgrad. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen externe Einflüsse auf den Balkan, die sich wandelnde Natur globaler Machtverhältnisse sowie deren Auswirkungen auf die regionale Stabilität.

Im Anschluss arbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in interaktiven Arbeitsgruppen. Die erste Gruppe befasste sich unter der Leitung von Ana Krstinovska (ESTIMA Think-Tank) mit der wirtschaftlichen Sicherheit in einem sich wandelnden globalen Umfeld. Die zweite Gruppe analysierte Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz, angeleitet von Dragan Sekulovski vom Journalistenverband Mazedoniens sowie dem Journalisten Nikolay Krastev vom Bulgarischen Nationalfernsehen (BNT). Diese Sitzungen ermöglichten es den Teilnehmenden, politikrelevante Empfehlungen zu entwickeln und gleichzeitig ihre analytischen Fähigkeiten sowie ihre Teamarbeit zu stärken.

Neben dem fachlichen Programm nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch an einer kulturellen und historischen Besichtigung der Stadt Ohrid teil, die den informellen Austausch und die regionale Vernetzung weiter förderte.

Der letzte Tag war der Präsentation der Ergebnisse der Arbeitsgruppen gewidmet, bei der die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Analysen und Lösungsvorschläge zu aktuellen Sicherheitsherausforderungen vorstellten. Anschließend fand eine hochrangige Diskussion mit Aleksandar Nikoloski, Minister für Verkehr von Nordmazedonien, statt, der die Bedeutung vertrauensbasierter regionaler Zusammenarbeit für langfristige Sicherheit und Wohlstand hervorhob.

Die Initiative, die KAS und das WMCES in den vergangenen Jahren gemeinsam umsetzen, bekräftigte erneut die zentrale Bedeutung von Dialog, Wissensaustausch und regionaler Zusammenarbeit bei der Bewältigung komplexer Sicherheitsherausforderungen in einer sich rasch verändernden globalen Umwelt.

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Kontakt Daniel Braun
Daniel Braun
Leiter des Auslandsbüros Nordmazedonien und Kosovo
daniel.braun@kas.de +389 (2) 3217075 +389 (2) 3217076
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Daniela Popovska

Ansprechpartner Mazedonien
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daniela.popovska@kas.de +389 2 3217 075

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