Veranstaltungsberichte

Politische Fortbildung indigener Führungskräfte

Módulo 3: Planificación y gestión local

Vom 7. bis 9. Oktober fand das dritte Modul des Programmes „politische Fortbildung der indigenen Führungskräfte“ in Santa Cruz de la Sierra statt. Das Modul mit dem Thema „Planung und lokale Ausführung“ wurde unter der Leitung des Dozenten Vladimir Ameller geführt, der seine Erfahrungen an die 21 Teilnehmer weitergab.

Die Ziele des Modules waren die Aneignung der Grunddiagnostiken, Identifikation von Bedürfnissen und Problemen, Erstellung einer Vision, Priorisierung, Formulierung der Wandlungs- und Umsetzungsprozesse.

Die 21 indigenen Führungskräfte des Tieflands in Bolivien diskutierten mit dem Dozenten die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und die primären Tendenzen der weltweiten Entwicklung, unterstützt durch quantitative und qualitativen Daten um die Entwicklungen in den einzelnen Ländern zu untersuchen.

In diesem Rahmens erklärte Ameller die ersten Schritte des Planungsmodels „CREAR“, welche fünf Schritte der Planung eines Projektes vorsieht: Die Formulierung einer vollständigen, geteilten Vision; die Identifizierung der zur Verfügung stehenden Ressourcen um die Vision in die Tat umzusetzten; die Formulierung von Strategien die die Planung in den spezifischen Kommunen. Desweiteren die Erstellung der Stärken, Möglichkeiten, Schwächen und Schwierigkeiten (FODA); die Identifizierung von Akteuren die bei der Umsetzung unterstützend mitwirken könnten; genau wie die Chrakterisierung der Führungskräfte die den Prozess unterstützen und letztendlich Indikatoren und Aktivitäten die bei der Fortführung und Evaluation des Implementationsprozesses des Projektes helfen.

Die angewandte Methode des Moduls bestand aus der theoretischen Präsentation der einzelnen Schritte zur Umsetzung des Projektes durch den Dozenten und Fragen und Klarstellungen seitens der Teilnehmer. Anschliessend teilten sich die Teilnehmer in drei Gruppen auf, in denen pro Gruppe eine gemeinsame Vision in einer bestimmten Projektregion entworfen wurde. Die Gruppen wählten verschiedene Visionen- von effizienterer Agrarwirtschaft über die Verschönerung des Stadtbildes bis zu gerechterer politischer Partizipation unter Miteinbeziehung der Frauen.

Die abschliessende Evaluierung des Moduls seitens des Dozenten, der Teilnehmer und den Koordinatoren des Moduls war durchweg positiv. Dabei bildete die Kompetenz des Dozenten, die qualitativen Beiträge der einzelnen Gruppen und das gewählte Thema zum Erfolg des Workshops bei. Die Rahmenbedingungen wie zum Beispiel Administration, Koordination, Information, Unterkunft und Verpflegung stimmten ausserdem, sodass das Wochenende als Erfolg gewertet werden kann.

Das erlernte Wissen der indigenen Führungskräfte wird zu einer effizienteren und erfolgreicheren Umsetzung der jeweiligen Projektideen der einzelnen Kommunen beitragen.