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Grundlagenwerke des Verfassungsrechts

DYNAMIQUES DES SYSTEMES JUDICIAIRES EN AFRIQUE

À côté des véritables juridictions, il existe également des quasi‑juridictions, telles que la Commission africaine des droits de l’homme et des peuples ou encore la Cour des comptes de l’UEMOA. Le droit régional ne se limite pas à transformer la physionomie des institutions judiciaires chargées du règlement des différends ; il contribue aussi à leur densification par la création de juridictions nationales, mobilisées notamment pour la mise en œuvre des actes uniformes, et qui influent sur l’organisation judiciaire des États. À travers ces multiples ordres juridictionnels, l’idée de coopération cède malheureusement le pas à un véritable esprit de concurrence, marqué par des velléités hégémoniques.

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Cet ouvrage, réalisé par le Programme pour la Promotion de l’État de droit de la Fondation Konrad Adenauer en partenariat avec l’Institut des Droits de l’Homme et de la Paix, propose une étude des rapports entre ordres juridictionnels. En réalité, au-delà de la concurrence postulée par le chevauchement de plusieurs ordres juridictionnels, il est attendu de ces différentes juridictions la construction de relations dialogiques afin de garantir une plus grande protection des droits de l’Homme. L’ouvrage aborde plusieurs thèmes tels que le consentement à la juridiction internationale, les relations entre juridictions internationales et nationales, la circularité des décisions judiciaires, etc. Son objectif principal est de questionner les liens entre les juridictions internationales africaines entre elles et les rapports entre juridictions internes et juridictions internationales.

Par cette réflexion menée par des universitaires et des praticiens du droit, il s’agit in fine de contribuer au renforcement de l'État de droit.

L’ouvrage devra permettre à la communauté scientifique et à toute entité ou tous les acteurs s’intéressant aux droits de l’Homme de mieux appréhender les dynamiques des systèmes judiciaires en Afrique.

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Über diese Reihe

Förderung der Verfassungsrechtsvergleichung

 

In den letzten zwanzig Jahren, insbesondere als Folge der Volksaufstände in der Region im Jahr 2011, wurden in den Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas die mit der Verfassungsprüfung betrauten Institutionen - seien es Verfassungsgerichte, Verfassungsräte, Oberste Gerichtshöfe oder Hohe Gerichte - reformiert (z. B. in Tunesien, Marokko und Jordanien). Einige wurden zum ersten Mal eingerichtet (z. B. Bahrain 2002, Irak 2004 oder Saudi-Arabien 2009), andere erhielten neue Zuständigkeiten und es wurden neue Verfahren eingeführt. Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass das Bewusstsein für die Bedeutung der verfassungsrechtlichen Überprüfung als Instrument der gerichtlichen Kontrolle wächst. Im Zuge des Verfassungsaufbaus und der Reform der Verfassungsgerichte ist die Verfassungsrechtsvergleichung zu einem immer wichtigeren Thema geworden.

 

Im vergangenen halben Jahrhundert hat der deutsche Nachkriegs-Verfassungsstaat international Ansehen erlangt. Die Grundlage der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Entwicklung Deutschlands ist seine Verfassungsordnung. Das Bundesverfassungsgericht hat seither eine fundamentale Rolle bei den Bemühungen des Landes um eine stabile und ausgewogene Staatsordnung und bei der Wahrung der Verfassung, ihrer Grundsätze und der in ihr verbrieften Rechte des Einzelnen gespielt. In den mehr als 70 Jahren seiner Rechtsprechung hat es den verfassungsrechtlichen Rahmen Deutschlands kontinuierlich angewandt, interpretiert und weiterentwickelt.

 

Die 2019 initiierte Reihe des Rechtsstaatsprogramms Naher Osten & Nordafrika hat sich zum Ziel gesetzt, verfassungsrechtliche Konzepte vorzustellen, die für die (positive) Entwicklung des deutschen Rechtsstaates von grundlegender Bedeutung waren. Um dem wachsenden Interesse junger arabischsprachiger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Region an der Verfassungsrechtsvergleichung Rechnung zu tragen, hat sich das Rechtsstaatsprogramm Naher Osten & Nordafrika entschlossen, ergänzend dazu eine Reihe ausgewählter Werke zum deutschen Verfassungsrecht in arabischer Übersetzung zu veröffentlichen. Diese Veröffentlichungen laden dazu ein, bestehende Konzepte und Lösungen, die zur Beantwortung bestimmter Fragen entwickelt wurden, zu untersuchen, zu vergleichen und zu diskutieren.

 

Beirut, 2019; von Anja Schoeller-Schletter (Überarbeitung: 2023)

Prof. Dr. Hans-Jörg Dietsche
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Leiter Rechtsstaatsprogramm Naher Osten und Nordafrika
HansJoerg.Dietsche@kas.de +961 1 385 094 | + 961 1 712 039 59