Praktikumsbericht Martin Kümmel

2019

Am Puls des Geschehens – von Anfang an (Martin Kümmel)

 

Hallo, mein Name ist Martin, 23, Student der Internationalen Beziehungen und Praktikant im Landesbüro der KAS Sachsen von Februar bis Mai 2019. Ursprünglich aus der Nähe von Meißen stammend, hat es mich für mein Studium auf die andere Seite der Republik verschlagen, meine Annahme, dass es keine neuen Orte zu entdecken gäbe, die ich nicht schon kannte, wurde dabei schnell widerlegt, aber dazu später mehr.

 

Warum die KAS?

Vielen kommt beim ersten Gedanken an die KAS deren allgegenwärtige Präsenz in den unterschiedlichsten Themenfeldern, und mir als Student der IB, vor allem die große Zahl an Veranstaltungen im Ausland in den Kopf. Als einer der größten und bekanntesten europäischen Thinktanks entwickelt die KAS vorausschauend und in Kooperation mit einer ganzen Bandbreite an Experten aus den unterschiedlichsten Fachbereichen relevante Fragestellungen für gegenwärtige und zukünftige Themen. Die Palette erstreckt sich dabei von generellen Fragen des Zeitgeschehens bis in hochspezifische Bereiche einzelner Fachgebiete. Teil der Plattform zu werden die den Diskurs formt, selbst Fragen zu stellen und vielleicht auch zu beantworten, hat mich motiviert mich bei der KAS zu bewerben.

 

Wer und was erwartet euch im Landesbüro?

Vom ersten Kennenlerngespräch an hatte ich ein gutes Gefühl, was sich mit dem ersten besseren Kennenlernen des Teams auch sofort bestätigt und einen flüssigen und produktiven Übergang ermöglicht hat. Ulrike Büchel und Johanna Hohaus, die zwei wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen im Landesbüro, haben beide für eine angenehme und verantwortungsvolle Einarbeitung ‚on the fly‘, die durch die Nähe zu den Projekten auch gar nicht als solche wahrgenommen wird, gesorgt. Stattdessen dürft ihr euch durch ‚learning by doing‘ von Anfang, an der Projektplanung beteiligen und auch eigene Vorhaben auf die Beine stellen, denn selbstverantwortliche Beiträge und eigene Ideen werden geschätzt und nach Absprache mit dem Team umgesetzt.

Mein großes Projektfeld war so bspw. die Mitorganisation einer ganzen Veranstaltungsreihe ‚Blühende Landschaften‘, wozu Veranstaltungsformat, Themenwahl, Fragestellung aber auch die Auswahl und Ladung der Referenten zu Podien mit den unterschiedlichsten Themen zählte. Insbesondere Spaß macht es dabei zu sehen, über welches großartige Netzwerk die KAS verfügt. Auch für sehr anspruchsvolle Themen mit viel notwendigem technischem Vorwissen finden sich immer kompetente Referenten, die entweder schon einmal zuvor mit der KAS gearbeitet hatten, oder sich gern zur Verfügung gestellt haben.

Nicht entmutigen lassen solltet ihr euch vom ständigen Änderungsprozess. Da permanent parallel an mehreren Projekten in ganz unterschiedlichen Entwicklungsstadien gearbeitet wird, Veranstaltungsorte sich ändern, aber auch Referenten mal absagen und neue zusagen, sind flexibles und pragmatisches Arbeiten anzuraten.

Besonders viel Freude bereitet dann natürlich, das letztendliche Ergebnis der Planung am Tag der Veranstaltung zu sehen. Da immer mindestens ein weiteres Teammitglied des Landesbüros euch auf den Veranstaltungen begleitet, braucht ihr euch auch vor sehr unvorhergesehenen Planungsänderungen in letzter Minute, nicht zu fürchten.

Da die KAS immer nah an ihren Zielgruppen bleibt, und landesweit präsent ist, gehört zur Arbeit dazu, auf Veranstaltungen manchmal bis spät abends unterwegs zu sein und auch in eher entlegenere Orte zu kommen.

 

Klar ist natürlich, dass vor- und nachbereitend klassische Büroarbeit, wie anmelden von Besuchern und anschließendes Formulieren von Berichten anfällt, was aber auch immer eine gute Gelegenheit zum Ausgleich bietet.

 

Was kann ich von meinem Praktikum bei der KAS mitnehmen?

Einen absolut positiven Eindruck des Landesbüros und wertvolle Einblicke in die Stiftungsarbeit, planerisches und organisatorisches Know-How, aber auch interessante Kontakte und Meinungen.

Alles in allem empfehle ich eine Praktikumsdauer von nicht weniger als 12 Wochen. So macht es Spaß eigene Projekte von Anfang bis Ende zu begleiten und durchzuführen und durch Kontakte in die Stiftung auch andere Bereiche etwas besser kennen zu lernen.

Ich halte fest: Eine steile Lernkurve geht vor allem einher mit selbstverantwortlicher Arbeitsweise, viel Engagement und Enthusiasmus!

 

Ein großes Danke an das Team des KAS-Landesbüros Dresden für die schöne und produktive Zeit!