Diskussion

Das Auseinanderdriften der Gesellschaft

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Wie sozial ist die Soziale Marktwirtschaft?" und der Rednertour Soziale Marktwirtschaft 2010 der Konrad-Adenauer-Stiftung.

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Die Soziale Marktwirtschaft in Deutschland ist inzwischen mehr als 60 Jahre alt. Den freien Kräften des Marktes stellt der Staat eine ausgleichende und soziale Ordnungspolitik gegenüber. Entworfen vom Wirtschaftswissenschaftler Alfred Müller-Armack und erfolgreich umgesetzt durch Ludwig Erhard erlebte der Staatsentwurf viele Höhen und Tiefen: Den Boom der Wirtschaftswunderjahre, die deutsche Wiedervereinigung – aber auch den Wirtschaftseinbruch während der Ölkrise.

In der aktuellen Finanzkrise rücken ordnungspolitische Maßnahmen des Staates in den Blickpunkt. Rufen nach einem starken Staat stehen Forderungen gegenüber, öffentliche Eingriffe in die Wirtschaft auf ein Mindestmaß zu beschränken. Gilt noch der Spruch Ludwig Erhards: „Je freier die Wirtschaft, umso sozialer ist sie auch“?

Wie zukunftstauglich ist die Soziale Marktwirtschaft? Wie stark unterscheiden sich gegenwärtige und morgige Herausforderungen? Ist es richtig, mit Schulden die Sozialleistungen der aktuellen Generation zu finanzieren? Wie viel staatliche Fürsorge ist auf Dauer leistbar?

Um die Soziale Marktwirtschaft gestalten zu können, ist es wichtig, ihre Wurzeln zu kennen. Neben aktuellen Fragestellungen untersucht die Vortragsreihe die historischen, politischen und kulturellen Grundlagen dieser Marktordnung. Ein Blick über den deutschen Tellerrand hinaus offenbart im zweiten Teil der Ringvorlesung die vielfältigen Ausprägungen der Sozialen Marktwirtschaft in anderen Teilen der Welt.

Wir laden Sie ein auf eine umfassende Erkundungsreise in Theorie und Praxis dieser Wirtschaftsordnung.

Prof. Dr. Meinhard Miegel (Jg.1939) studierte zunächst 1957 an der Musikhochschule in Weimar. Nach seiner Ausreise in die Bundesrepublik 1958 begann er das Studium der Philosophie und Soziologie in Frankfurt am Main und Washington D.C. 1961 erwarb Meinhard Miegel den Bachelor of Arts an der Georgetown University in Washington. Danach widmete er sich dem Studium der Volkswirtschaftslehre und dem Rechtswissenschaftsstudium in Frankfurt am Main, wo er 1966 sein erstes Staatsexamen ablegte. Ein Jahr später promovierte er und 1969 legte Meinhard Miegel sein zweites Staatsexamen ab.

In den Jahren 1970-1973 arbeitete er als Syndikusanwalt und Assistent in der zentralen Geschäftsführung der Firma Henkel in Düsseldorf. Die nächsten vier Jahre war Miegel Mitarbeiter des Generalssekretärs der CDU, Kurt Biedenkopf.

1975 wirkte er als Mitglied in der Geschäftsleistung und Leiter der Hauptabteilung Politik, Information und Dokumentation der Bundesgeschäftsstelle der CDU in Bonn. Seit 1977 leitete Meinhard Miegel das Institut für Wirtschaft und Gesellschaft in Bonn, das er zusammen mit Kurt Biedenkopf im selben Jahr gegründet hatte. Als außerplanmäßiger Professor an der Universität in Leipzig stand Miegel zudem ab 1992 dem dortige Zentrum für internationale Wirtschaftsbeziehungen bis 1998 vor. Zudem arbeitete er als Vorsitzender der Kommission für Zukunftsfragen der Freistaaten Sachsen und Bayern.

Seit 2007 ist Meinhard Miegel Vorstand des Denkwerks Zukunft – Stiftung kulturelle Erneuerung und seit 2008 wissenschaftlicher Leiter des Ameranger Disputs der Ernst-Freiberger-Stiftung.

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Veranstaltungsort

Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Str. 2 (Eingang Landhausstr.), 01067 Dresden

Referenten

  • Prof. Dr. Meinhard Miegel
    Kontakt

    Dr. Joachim Klose

    Dr

    Landesbeauftragter und Leiter Politisches Bildungsforum Sachsen

    joachim.klose@kas.de +49 351 563446-0 +49 351 563446-10
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