Vortrag

Willkommen im Local Limited Web? - Technologie und Forschung als geostrategisches Instrument

Themenreihe "Am Ende der Fahnenstange? - Perspektiven zur Zukunft der internationalen Kooperation"

Der Rolle neuartiger Technologien und bahnbrechender digitaler Entwicklungen in der Außenpolitik widmen wir zum dritten Termin unserer Themenreihe in Leipzig.

Details

Die Proteste in Hongkong und die Reaktion Chinas darauf werfen die Frage auf, wie der Westen zukünftig mit dem asiatischen Land umgehen soll. Wäre bei einer Eskalation das sprichwörtliche Ende der Fahnenstange erreicht und ein erneuter Paradigmenwechsel in den internationalen Beziehungen notwendig??
Die Proteste in Hongkong und die Reaktion Chinas darauf werfen die Frage auf, wie der Westen zukünftig mit dem asiatischen Land umgehen soll. Wäre bei einer Eskalation das sprichwörtliche Ende der Fahnenstange erreicht und ein erneuter Paradigmenwechsel in den internationalen Beziehungen notwendig??

Während sicherheitspolitische Fragestellungen seit jeher ein umfassendes Gebiet der Außenpolitik darstellen, standen Forschung und Technologieentwicklung lange Zeit unter dem Verdacht, gänzlich unpolitisch zu sein. Doch auch auf diesem Feld hat in den vergangenen Jahren ein Sinneswandel stattgefunden. Autoritäre Staaten wie China arbeiten ein eigenständigen Soft- und Hardwarelösungen in Konkurrenz zu den etablierten globalen Systemen, was die Kontrollmöglichkeiten der Regime über die eigene Bevölkerung erheblich ausweitet. Wie kann das Internet als globaler Kommunikations- und Informationsort erhalten werden, ohne die eigenen freiheitlichen Ansprüche abzusenken? Wie etablieren sich internationale Standards? Gibt es einen Weg, die Forschung in einer globalisierten Welt zu „entpolitisieren“? Über Handlungsoptionen des Westens auf diesem Spannungsfeld diskutieren wird im Rahmen der dritten Veranstaltung.

 

Allgemeines zur Themenreihe:

Nicht erst seit der Präsidentschaft Donald Trumps erfreut sich das Ziel nationaler Isolierung großer Beliebtheit. Kaum ein anderes Narrativ verleiht populistischen Kräften im Westen derart Aufwind wie die Romantik des Rückzuges auf sich selbst. Unter dem Deckmantel der „Rückgewinnung nationaler Souveränität“ steckt jedoch allzu oft die Vorstellung, jeder Nationalstaat sei nur sich selbst der Nächste.

Gegensätzlich hierzu stehen die geopolitischen Veränderungen des letzten Jahrzehnts. Denn mit der globalen Gewichtsverschiebung vom Atlantik in den Indo-Pazifik geht ein relativer Machtverlust des Westens einher, darunter auch Deutschlands. Will dieser in Zukunft noch globale Standards setzen, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die regelbasierte internationale Ordnung verteidigen, dann ist er mehr denn je auf den Abschluss von Bündnissen angewiesen. Wie soll eine solche Bündnispolitik aussehen? Und welche Kompromisse ist der Westen dabei bereit, einzugehen?

Diesen und weiteren Fragen möchten wir uns in einer neuen Themenreihe widmen. Hierbei sollen Perspektiven und Kontroversen auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit, der Sicherheitspolitik und der technologischen Forschung in den Mittelpunkt gestellt und anhand praktischer Beispiele debattiert werden.

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Veranstaltungsort

Universitätsbibliothek Albertina Leipzig, Vortragssaal
Beethovenstraße 6,
04107 Leipzig
Deutschland

Referenten

  • Dr. Tim Rühlig
    • Research Fellow
    • Programm Technologie und Außenpolitik
    • Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik
  • Janine Schmoldt
    • Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH
Kontakt

Christian Mumme

Portrait

Referent Politisches Bildungsforum Sachsen

christian.mumme@kas.de +49 351 563446-14
Landessignet Sachsen