Diskussion

Hilfe zur Selbsthilfe?

Gegenwärtige Herausforderungen der Entwicklungszusammenarbeit

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Wie sozial ist die Soziale Marktwirtschaft?"

Details

Die Soziale Marktwirtschaft in Deutschland ist inzwischen mehr als 60 Jahre alt. Den freien Kräften des Marktes stellt der Staat eine ausgleichende und soziale Ordnungspolitik gegenüber. Entworfen vom Wirtschaftswissenschaftler Alfred Müller-Armack und erfolgreich umgesetzt durch Ludwig Erhard erlebte der Staatsentwurf viele Höhen und Tiefen: Den Boom der Wirtschaftswunderjahre, die deutsche Wiedervereinigung – aber auch den Wirtschaftseinbruch während der Ölkrise.

In der aktuellen Finanzkrise rücken ordnungspolitische Maßnahmen des Staates in den Blickpunkt. Den Rufen nach einem starken Staat stehen Forderungen gegenüber, öffentliche Eingriffe in die Wirtschaft auf ein Mindestmaß zu beschränken. Gilt noch der Spruch Ludwig Erhards: „Je freier die Wirtschaft, umso sozialer ist sie auch“?

Ist die Soziale Martkwirtschaft zukünftigen Herausforderungen gewachsen? Ist es richtig, mit Schulden die Sozialleistungen der gegenwärtigen Generation zu finanzieren? Wie viel staatliche Fürsorge ist auf Dauer leistbar? Um die Soziale Marktwirtschaft gestalten zu können, ist es wichtig, ihre Wurzeln zu kennen. Neben aktuellen Fragestellungen untersuchte der erste Teil der Vortragsreihe die historischen, politischen und kulturellen Grundlagen der Marktordnung. Ein Blick über den deutschen Tellerrand hinaus offenbart in diesem zweiten Teil der Ringvorlesung die vielfältigen Ausprägungen der Sozialen Marktwirtschaft in anderen Teilen der Welt.

Wir laden Sie ein auf eine umfassende gedankliche Erkundungsreise in Theorie und Praxis dieser Wirtschaftsordnung.

Referent

Dr. Bernd Eisenblätter (Jg. 1944) wurde in Ostpreußen geboren. Der promovierte Politikwissenschaftler und Jurist war von 1977 bis 1981 als Landesbeauftragter und Projektberater der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. in Ägypten für die arabischen Länder und Nordafrika zuständig. Gleichzeitig war er Gastdozent an der Ein-Shams-Universität in Kairo. Im Jahre 1981 wechselte Eisenblätter nach Brasilien, wo er weiterhin in gleicher Funktion für die Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. arbeitete. Von 1986 bis 1993 leitete Eisenblätter die Pogrammabteilung des Deutschen Entwicklungsdienstes in Berlin, wo er als Prokurist auch der erweiterten Geschäftsführung angehörte. Im Jahre 1993 kam er als Leiter des Bereichs Lateinamerika und Maghreb zur Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ). Seit 1996 ist Eisenblätter Geschäftsführer dieses Unternehmens und seit 2010 Sprecher der Geschäftsführung. Außerdem übt Eisenblätter zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten aus. Unter Anderem ist er Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung für Internationale Solidarität und Mitglied des Präsidiums der Nordafrika Mittelost Initiative der deutschen Wirtschaft.

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Veranstaltungsort

Museum der Bildenden Künste, Leipzig

Referenten

  • Dr. Bernd Eisenblätter
    • Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ)
      • Eschborn
        Kontakt

        Dr. Joachim Klose

        Dr

        Landesbeauftragter und Leiter Politisches Bildungsforum Sachsen

        joachim.klose@kas.de +49 351 563446-0 +49 351 563446-10
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