Vortrag

Hitlers "Mein Kampf" - Die Geschichte einer Unterschätzung

Im Rahmen der Reihe "Diktaturerfahrungen - zwischen Vereinnahmung und Widerstand"

Am 23. Oktober spricht Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig in Chemnitz.Am 24. Oktober findet der gleiche Vortrag in Leipzig statt.

Details

Warum erlag die Bevölkerung Deutschlands der nationalsozialistischen

Ideologie aus Chauvinismus und nationalem

Hass? Hätte man die NS-Ideologie nicht gleich von Beginn

an bekämpfen können? Wie konnte es so weit kommen?

In der politisch-ideologischen Programmschrift „Mein

Kampf“ entwarf Adolf Hitler 1924 seine weltanschaulichen

Ansichten. Schon zu diesem Zeitpunkt wurden seine Ziele

deutlich, die er mit verhängnisvoller Konsequenz politisch

umsetzte. Wurde die ideologische Gedankenwelt des

NS-Regimes unterschätzt, so dass sie später eine umso

größere praktische Wirkung erzeugen konnte?

Es gibt keine Gerechtigkeit, die den vielen Millionen ermordeten

Juden in den Gaskammern der deutschen

Konzentrationslager widerfahren kann. Umso größere

Aufmerksamkeit erregte 1961 der Prozess in Israel, in

dem Adolf Eichmann, der Schreibtischtäter und logistische

Planer der Deportationen in die Massenvernichtungslager,

zum Tode verurteilt wurde. Eine der Hauptpersonen des

Prozesses war Gabriel Bach, ein junger Jurist, dessen

Familie den Holocaust durch die Flucht aus Deutschland

überlebte. Bach war im selben Gefängniskomplex wie

Eichmann untergebracht und für ihn direkter Ansprechpartner.

Er berichtet von der „Banalität des Bösen“.

Nachdem während der NS-Zeit die fürchterlichsten Verbrechen

im Namen Deutschlands begangen worden sind, ist es

wichtig an die zu erinnern, die in unterschiedlicher Weise

Widerstand geleistet haben. Das Attentat auf Hitler durch

Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 steht

symbolisch dafür. Aus moralischer Verantwortung wendeten

sich der Kreisauer Kreis, die Weiße Rose und andere gegen

die Diktatur. Was bedeutet das Erbe der Helden des Widerstandes

für uns heute? Wie gehen wir damit um?

In der Reihe „Diktaturerfahrungen“ möchten wir diesen

Fragen nachgehen. Dazu sind Sie herzlich eingeladen.

Dr. Joachim Klose

Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

für den Freistaat Sachsen

Zum Kalender hinzufügen

Veranstaltungsort

Neue Sächsische Galerie
Moritzstraße 20,
09111 Chemnitz
Deutschland
Zur Webseite

Anfahrt

Referenten

  • Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig
    • Universität Passau
      • Professur für politische Theorie und Ideengeschichte
        Kontakt

        Dr. Joachim Klose

        Dr

        Landesbeauftragter und Leiter Politisches Bildungsforum Sachsen

        joachim.klose@kas.de +49 351 563446-0 +49 351 563446-10
        Kontakt

        Florian Hofmann