Vortrag

Patient Europa? - Der Vertrag von Maastricht und seine Verortung in der Gegenwart

Welche Zukunft hat Europa? - Gespräche zu 30 Jahren Europäischer Union

Anlässlich des 30. Jahrestages der Unterzeichnung des Vertrags von Maastricht werfen wir einen Blick auf die gegenwärtige Lage der Europäischen Union. Zur Auftaktveranstaltung spricht der langjährige Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigel über die historische Bedeutung des Vertrags von Maastricht.

Details

Als am 7. Februar 1992 Helmut Kohl, François Mitter-rand und zehn weitere Staats- und Regierungschefs im niederländischen Maastricht zusammenkamen, um dort den Vertrag über die Europäische Union zu unterzeichnen, wurde die beschauliche Grenzstadt schlagartig zum Schauplatz der europäischen Einigung. Dieser trat an die Stelle der 1957 geschlossenen Römischen Verträge und dehnte somit die wirtschaftliche Zusammenarbeit der Europäischen Mitgliedsstaaten auf das Politische aus.


Aus heutiger Sicht lässt sich der Vertrag als ein gewaltiger Schritt hin zur „Verwirklichung einer immer engeren Union der Völker Europas“ bezeichnen. Mit dem Vertrag von Maastricht wurde die Europäische Union gegründet, entstand die Unionsbürgerschaft, wurde das Europäische Parlament strategisch gestärkt und bekamen Regionen erstmals eine Stimme in Brüssel. Zudem schuf der Vertrag europäische Zuständigkeiten in Außen-, Justiz- und Innen-politik. Aber auch viele gegenwärtige Krisen und Schlag-zeilen können auf (Fehl-)Entscheidungen von damals zurückgeführt werden. Eine Auseinandersetzung mit dem Vertragswerk trägt maßgeblich dazu bei, ein Verständnis für die Gegenwart und Zukunft der Europäischen Union zu entwickeln. 

Anlässlich des 30. Jahrestages der Unterzeichnung des Vertrags von Maastricht am 7. Februar 2022 legen wir den Fokus auf die gegenwärtige Lage der Europäischen Union und diskutieren in einer Veranstaltungsreihe 2021/2022 mit Expertinnen und Experten die rechtlichen und politischen Herausforderungen, denen sich der Staatenverbund in den kommenden drei Jahrzehnten stellen muss. 

Als langjähriger Finanzminister der Bundesrepublik Deutschland unterzeichnete Dr. Theo Waigel im Jahr 1992 den Vertrag von Maastricht. Zur Auftaktveranstaltung der Themenreihe widmet er sich dem Inhalt, der historischen Bedeutung und dem Kontext des Maastrichter Vertrages. 

Sie sind herzlich dazu eingeladen, mit uns ins Gespräch zu kommen.

Bitte melden Sie sich online für die Teilnahme an der Veranstaltung an. Die Teilnahme ist begrenzt und nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Die Veranstaltung wird ebenfalls über einen Livestream ausgestrahlt. Es gelten die regional aktuellen Hygienevorschriften. 

 

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Veranstaltungsort

Kulturpalast Dresden, Konzertsaal
Schloßstraße 2,
01067 Dresden
Deutschland

Referenten

  • Dr. Theo Waigel
    • Bundesminister a.D.
      Kontakt

      Christian Mumme

      Portrait

      Referent Politisches Bildungsforum Sachsen

      christian.mumme@kas.de +49 351 563446-14

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