Fachkonferenz

Schule in der Arbeit gegen Rechtsextremismus

3. Sächsische Präventionstagung

gemeinsame Veranstaltung mit Bildungswerk Weiterdenken in der Heinrich-Böll-Stiftung e.V., Kulturbüro Sachsen, Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, Kriminalpräventiver Rat der Stadt Chemnitz, Bündnis für Demokratie und Toleranz, Berlin.

Details

Sehr geehrte Damen und Herren,

die erste sächsische Präventionstagung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus hat sich im herbst 2003 allgemein mit der Analyse rechtsextremer Strukturen in Sachsen beschäftigt und aufgezeigt, dass die umfassende und dauerhafte Arbeit für eine demokratische Kultur die beste Prävention ist. Diskutiert wurden die Möglichkeiten und Methoden der zivilgesellschaftlichen Arbeit für diese demokratische Kultur. Kommunale, staatliche und nichtstaatliche Einrichtungen begannen einen Meinungsaustausch, der in viele produktive Arbeitskontakte mündete.

Die zweite Tagung 2004 thematisierte die Kommune als Handelnde und Handlungsfeld in der Arbeit gegen Rechtsextremismus.

In diesem Jahr nun werden die allgemeinbildenden und beruflichen Schulen als Handlungsfeld in der Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus Schwerpunkt unserer Präventionstagung sein. Kompetente Referenten werden zunächst die vielgestaltigen Erscheinungsformen und Agitationsmuster des Rechtsextremismus darstellen und das Ziel unserer Präventionsarbeit – die Stärkung demokratischer Grundüberzeugungen und –haltungen sowie einer entsprechenden politischen Kultur – erläutern. Aus diesen Aussagen werden wir in einem zweiten Schritt Aufgabenstellungen für die Schule ableiten, die Verantwortung von Lehrern, Eltern und Schülern umreißen und die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Präventionsarbeit an Schulen diskutieren. Wir stellen externe Beratungs- und Unterstützungsstrukturen vor, zeigen positive Beispiele und erfolgreiche Methoden auf. Von unserer Tagung sollen auch Impulse für die Gestaltung des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen“, für die Lehreraus- und Weiterbildung sowie für die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrern und Schülern sowie zwischen Schule und externen Akteuren ausgehen.

Bitte melden Sie sich bis zum 10. März bei uns an und teilen Sie uns mit, an welchem Workshop Sie teilnehmen möchten.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Die Veranstalter:

Programmablauf:

Bis 10.00 Uhr

Anreise

10.00 - 10.15 Uhr

Eröffnung und Begrüßung

Rita Schorpp, Konrad-Adenauer-Stiftung Dresden

N.N., Stadt Chemnitz

10.15 – 12.30 Uhr

Anlässe, Ziele und Konzepte der Demokratiebildung an sächsischen Schulen

  • Demokratiebildung an sächsischen Schulen

    Steffen Flath MdL, Sächs. Staatsminister für Kultus(angefr.)

  • Erscheinungsformen von Rechtsextremismus an Schulen und Berufsschulen

    Löthar Bönisch, TU Dresden

  • Möglichkeiten der Stärkung der demokratischen Kultur in der Lehreraus- und -fortbildung

    Prof. Dr. Dieter Schulz, Universität Leipzig

  • Projekte politischer Bildung in der Schule als Teil einer Strategie gegen Rechtsextremismus

    Brigitte Moritz, Regionale Arbeitsstelle für Ausländerfragen

13.30 – 15.30 Uhr

Arbeit in Workshops

16.00 – 17.00 Uhr

Abschlusspodium

  • Steffen Flath, MdL, Sächs. Staatsminister für Kultus (angefr.)
  • Volker Schmidt, Deutsche Kinder- und Jungendstiftung,
  • Prof. Dr. Dieter Schulz

Workshop 1

Rechtsextreme in der Schule: Erkennen, fernhalten, zurückgewinnen, demokratische Kräfte stärken!

Rechtsextremismus ist an kein einheitliches Erscheinungsbild gebunden und verfügt nicht mehr zwangsläufig über ein geschlossenes Weltbild. Rechtsextremes Gedankengut kommt in geschickter Verpackung und schwer erkennbar daher. Wer kann und muss in der Schule wie darauf reagieren?

Impuls:

N.N. Landesschülerrat, N.N. Sächsischer Lehrerverband

Moderation:

Stefan Schönfelder, Bildungswerk Weiterdenken

Workshop 2

Lehrer im Fokus: Was dürfen, brauchen, können Lehrerinnen und Lehrer?

Wie werden die sächsischen Lehrerinnen und Lehrer auf ihre Arbeit gegen den Rechtsextremismus vorbereitet? Was stärkt sie bei ihrer Aufgabe, was behindert sie, was wünschen sie?

Impuls:

Prof. Dr. Dieter Schulz, Roman Schulz, Pressesprecher RSA Leipzig (angefr.)

Moderation:

Rita Schorpp, Konrad-Adenauer-Stiftung Dresden

Workshop 3

Schule als sozialer Ort

Wenn Demokratie als erfolgreiches und freudvolles Modell erfahren werden soll, muss sich die Schule als Lernort öffnen. Menschen, Fragen und Themen aus ihrem Umfeld können Anregung und Unterstützung bieten. Wie können Externe, wie kann der Lebensalltag zum Nutzen aller an die Schule kommen?

Impuls:

Mit Grips gegen Gewalt

Moderation:

Grit Hanneforth, Kulturbüro Sachsen

Workshop 4

Schüler und Schülerinnen kümmern sich selbst!

Jugendliche werden von Rechtsextremen umworben oder auch zur Zielscheibe von Einschüchterungsversuchen. Oft wollen sie sich informieren, selbst aktiv werden und ihre Erfahrungen an Gleichaltrige weitergeben. Wie funktioniert das? Wer unterstützt sie dabei? Welche Erfahrungen gibt es in Sachsen?

Impuls:

Schule ohne Rassismus, DKJS/Peer to Peer

Moderation:

Thomas Platz''omas Platz''as Platz'' Platz''latz''tz'''', Sächsische Landeszentrale für politische Bildung

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Veranstaltungsort

Kulturkaufhaus Tietz, Chemnitz

Referenten

  • siehe Programm
    Kontakt

    Rita Schorpp

    Rita Schorpp bild

    Referentin Politische Bildungsforen

    Rita.Schorpp@kas.de +49 30 26996-3430 +49 30 26996-53430

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