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Vortrag

Vom Staatsbürger zum Sündenbock - Zur Vorgeschichte des Holocaust

Veranstaltungsreihe Jüdisches Leben in Deutschland - Gestern und Heute

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Jüdisches Leben in Deutschland" spricht am Dienstag, den 29. März Prof. Dr. Michael Brenner in Leipzig. Zu seinem Vortrag und einer anschließenden Diskussion sind Sie herzlich eingeladen.

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Details

Sachsen und insbesondere die Großstädte Dresden und

Leipzig waren bis 1933 stark vom jüdischen Leben geprägt,

bevor es durch den Holocaust fast vollkommen ausgelöscht

wurde. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wuchsen

die jüdischen Gemeinden wieder. In Dresden wird in diesem

Jahr der zehnte Jahrestag der Weihe der neuen Synagoge

gefeiert. Dies ist Anlass, sich in drei Schritten der Vergangenheit

und Gegenwart des Judentums in Deutschland zu

widmen. Wie leben heute Juden in Deutschland? Sind sie

stark von Vergangenheit und Traditionen geprägt? Können

sie, die so oft Entwurzelung und Verlust erfahren mussten,

in Sachsen wieder Heimat finden?

Zunächst soll der Bedeutung von „Heimat“, „Heimatverlust“

und „Identität“ der jüdischen Gemeinschaft am Anfang des

21. Jahrhunderts nachgegangen werden. Juden sind Teil des

Volkes Israel, aber dennoch in der ganzen Welt verstreut.

Fühlen sie sich „überall fremd und überall heimisch“

zugleich? Was stiftet für sie heute Heimat - Orte, Sprache,

oder Tradition?

Anschließend wird die Vorgeschichte des Holocaust beleuchtet.

Die Juden wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

rechtlich gleichgestellt. Sie konnten sich religiös,

kulturell und wirtschaftlich entfalten. Aber war die deutschjüdische

Symbiose wirklich gelungen? Warum breitete sich

seit Ende des Ersten Weltkrieges der Antisemitismus

verstärkt aus?

Nicht zuletzt gilt es, den Blick auf die Zukunft des Judentums

in Deutschland zu richten! Was heißt es, heute in

Deutschland Jüdin zu sein? Kann man als Jude modern sein

und trotzdem religiöse Traditionen pflegen? Wie religiös ist

die zweite und dritte Generation nach dem Holocaust?

Mit herzlicher Einladung zu dieser Vortragsreihe

Dr. Joachim Klose

Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung

für den Freistaat Sachsen

Prof. Dr. Michael Brenner (Jg. 1964) lehrt seit 1997 Jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach seinem Studium an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg (M.A. Jüdische Studien und Geschichte 1988) war Prof. Brenner zunächst Assistant Professor in Bloomington und Waltham (USA).

Brenner ist Mitglied der Bayrischen Akademie der Wissenschaften.

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Veranstaltungsort

Museum der Bildenden Künste Leipzig

Referenten

  • Prof. Dr. Michael Brenner
    • Lehrstuhlinhaber für Jüdische Geschichte und Kultur am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München
      Kontakt

      Dr. Joachim Klose

      Dr. Joachim Klose

      Landesbeauftragter für die Bundeshauptstadt Berlin, Leiter des Politischen Bildungsforums Berlin und Leiter Grundlagenforum

      joachim.klose@kas.de 030/26996-3253 030/26996-53253
      Prof. Dr. Michael Brenner Eidgenössische Technische Hochschule Zürich

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