Vortrag

Global denken, lokal handeln? - Die Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit

Themenreihe "Am Ende der Fahnenstange? - Perspektiven zur Zukunft der internationalen Kooperation"

Zum Abschluss unserer außenpolitischen Gesprächsreihe diskutieren wir unterschiedliche Aspekte einer nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit und die Zukunft der Kooperation auf diesem Politikfeld.

Details

Die Proteste in Hongkong und die Reaktion Chinas darauf werfen die Frage auf, wie der Westen zukünftig mit dem asiatischen Land umgehen soll. Wäre bei einer Eskalation das sprichwörtliche Ende der Fahnenstange erreicht und ein erneuter Paradigmenwechsel in den internationalen Beziehungen notwendig??
Die Proteste in Hongkong und die Reaktion Chinas darauf werfen die Frage auf, wie der Westen zukünftig mit dem asiatischen Land umgehen soll. Wäre bei einer Eskalation das sprichwörtliche Ende der Fahnenstange erreicht und ein erneuter Paradigmenwechsel in den internationalen Beziehungen notwendig??

Die Schattenseiten der Globalisierung wurden in den vergangenen Jahren zunehmend sichtbar. Durch die fortgeführte Verstetigung vernetzter Strukturen auf sämtlichen Politikfeldern fällt es den Nationalstaaten zunehmend schwer, bestehenden Ungleichheiten zu beseitigen. Insbesondere Regionen, welche von schwacher Staatlichkeit geprägt sind, befinden sich in zunehmender Abhängigkeit von der Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft. Diese Konfliktfelder lassen sich auch in der Entwicklungszusammenarbeit mit den Ländern des globalen Südens wiederfinden. Eine nachhaltige Kooperation auf dieser Ebene kann nicht ausschließlich auf ökonomischer Unterstützung basieren, sondern muss ganzheitlich gedacht werden. Welche Rolle kommen Politik und Zivilgesellschaft zu? Zum Abschluss der Gesprächsreihe diskutieren wir über die Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit.

 

Allgemeines zur Themenreihe:

Nicht erst seit der Präsidentschaft Donald Trumps erfreut sich das Ziel nationaler Isolierung großer Beliebtheit. Kaum ein anderes Narrativ verleiht populistischen Kräften im Westen derart Aufwind wie die Romantik des Rückzuges auf sich selbst. Unter dem Deckmantel der „Rückgewinnung nationaler Souveränität“ steckt jedoch allzu oft die Vorstellung, jeder Nationalstaat sei nur sich selbst der Nächste.

Gegensätzlich hierzu stehen die geopolitischen Veränderungen des letzten Jahrzehnts. Denn mit der globalen Gewichtsverschiebung vom Atlantik in den Indo-Pazifik geht ein relativer Machtverlust des Westens einher, darunter auch Deutschlands. Will dieser in Zukunft noch globale Standards setzen, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die regelbasierte internationale Ordnung verteidigen, dann ist er mehr denn je auf den Abschluss von Bündnissen angewiesen. Wie soll eine solche Bündnispolitik aussehen? Und welche Kompromisse ist der Westen dabei bereit, einzugehen?

Diesen und weiteren Fragen möchten wir uns in einer neuen Themenreihe widmen. Hierbei sollen Perspektiven und Kontroversen auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit, der Sicherheitspolitik und der technologischen Forschung in den Mittelpunkt gestellt und anhand praktischer Beispiele debattiert werden.

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Veranstaltungsort

Universität Leipzig, Hörsaalgebäude Campus Augustusplatz, Hörsaal 8
Universitätsstraße 5,
04109 Leipzig
Deutschland

Referenten

  • Heidemarie Wieczorek-Zeul
    • Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung a.D.
  • Dr. Axel Berger
    • stellvertretender Direktor des German Institute of Development and Sustainability
  • Wolfram Stierle
    • Leiter der Stabsstelle "Dialog Werteorientierte Entwicklungspolitik" im Entwicklungsministerium (BMZ)
Kontakt

Christian Mumme

Portrait

Referent Politisches Bildungsforum Sachsen

christian.mumme@kas.de +49 351 563446-14
Landessignet Sachsen