Veranstaltungsberichte

Erneuerbare Energien in Armenien

In Zusammenarbeit mit dem R2E2 Fund veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung am 10./11. Dezember 2014 eine Fachkonferenz über die Chancen und Hürden eines staatlich geförderten Ausbaus der Erneuerbaren Energien in Armenien.

Vertreter der relevanten armenischen Ministerien und staatlichen Behörden, unabhängige Experten sowie Repräsentanten internationaler Geberorganisationen diskutierten zwei Tage lang die Entwicklungspfade und Potenziale Erneuerbarer Energien in Armenien. Alle Konferenzteilnehmer stimmten darüber überein, dass eine Reformierung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Schaffung von attraktiven Anreizinstrumenten Grundvorrausetzung seien, um das Potenzial der Erneuerbaren Energien in Armenien vollständig auszuschöpfen. Ein wichtiger Impuls für den Ausbau und die Entwicklung einer sauberen und nachhaltigen Energieversorgung wird dabei insbesondere von internationalen Investitionen ausgehen.

Von Seiten der Ministeriums- und Behördenvertreter wurden auch die bereits existierenden staatlichen Förderungsmöglichkeiten für Privatunternehmen und Firmen erläutert. Im Fokus standen hierbei insbesondere die zinsgünstige Finanzierung von Vorhaben zur Nutzung Erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung (Photovoltaik und Windkraft) sowie Risiken bei der Kreditvergabe für Kreditnehmer und Banken.

Kontrovers diskutiert wurde auch die Frage nach der staatlich festgelegten Vergütung von Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien als Modell zur Förderung des Ausbaus und der Nutzung insbesondere von Solarenergie und Windkraft. Bekanntestes Beispiel für ein auf die Einspeisevergütung setzende Regelung ist das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz. Es diente weltweit als Vorbild für den Ausbau der alternativen Stromerzeugung und bietet in angepasster Form auch für den armenischen Kontext ein geeignetes Instrument für Klimaschutz, sowie Markteinführung und Technologieentwicklung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien.

Ansprechpartner

Dr. Thomas Schrapel

Dr

Direktor des Regionalprogramms Politischer Dialog Südkaukasus

thomas.schrapel@kas.de +995 32 2 459112
+995 32 2 459113