Veranstaltungsberichte

IV. Energieforum Südkaukasus

Der Südkaukasus und die Europäische Energiegemeinschaft

Die Konrad-Adenauer-Stiftung veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem Regional Environmental Center for the South Caucasus das IV. Energieforum Südkaukasus. In der Villa la Collina, der ehemaligen Sommerresidenz Konrad Adenauers am Comer See, kamen für drei Tage Regierungsvertreter, Energie- und Umweltexperten sowie Vertreter relevanter Institutionen und Organisationen aus Armenien, Aserbaidschan und Georgien zusammen, um über Kooperationsmöglichkeiten mit der Europäischen Energiegemeinschaft zu diskutieren.

Das Format des südkaukasischen Energieforums ist bereits 2012 von der Stiftung ins Leben gerufen worden und konzentriert sich seitdem auf die Förderung und Entwicklung einer nachhaltigen, grenzüberschreitenden Energieversorgung in der Region.

Der Fokus des diesjährigen Forums lag auf den Kooperationsmöglichkeiten zwischen den drei südkaukasischen Ländern mit der Europäischen Energiegemeinschaft. Dr. Dirk Buschle, stellvertretender Direktor des Sekretariats der Europäischen Energiegemeinschaft stellte den Teilnehmern die Ziele, Prioritätsbereiche und Kooperationsformate der Europäischen Energiegemeinschaft vor. Er verwies insbesondere auf die Zielsetzung der Etablierung von integrierten Energiemärkten zwischen der EU und seinen östlichen Partnerländern.

Die Teilnehmer diskutierten im Anschluss nationale Strategien zur Entwicklung des Energiesektors, landesspezifische Kooperationsmodelle mit der Europäischen Energiegemeinschaft, Chancen und Herausforderungen grenzüberschreitender Zusammenarbeit im Südkaukasus und die Implikationen und Auswirkungen der Schiefergasrevolution und der Ukrainekrise auf die europäische Energiepolitik und regionale Energiemärkte.

Weitere thematische Panels befassten sich mit den Vorteilen einer Harmonisierung nationalem Rechts mit dem europäischen Energie-Acquis in den östlichen Partnerländern der EU, Energieversorgungssicherheit in der EU und dem Südkaukasus, sowie den Potentialen erneuerbarer Energiequellen in Armenien, Aserbaidschan und Georgien.

Den Abschluss der Konferenz bildete eine Diskussionsrunde der Teilnehmer über die Möglichkeit das Energieforum zu institutionalisieren.

Ein detaillierter Veranstaltungsbericht mit Handlungsempfehlungen wird Ende 2015 veröffentlicht.