Veranstaltungsberichte

Ökumenischer Dialog zur christlichen Sozialethik

Sozialer Frieden

Sozialer Frieden: Was lässt sich darunter verstehen? Welche theoretischen Hintergründe gibt es? Wie ist es um die Situation des sozialen Friedens in Georgien bestellt? Diesen und weiteren Fragen gingen die Teilnehmer des dreitägigen Workshops in Tiflis nach. Vom 16. – 18. November waren über 30 Teilnehmer aus sozial-karitativen Tätigkeitsfeldern auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung zusammengekommen, um die Situation in Georgien zu diskutieren und Schlussfolgerungen für die Zukunft zu ziehen.

Der Workshop wurde von Christoph Krauss, wissenschaftlicher Mitarbeiter der katholischen sozialwissenschaftlichen Zentralstelle (KSZ), geleitet. Unterstützung erfuhr er dabei von der Professorin der katholischen Universität in Milan, Alessandra Gerolin. In verschiedenen Panels befassten sich die Teilnehmer mit strukturellen Ungleichheiten in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Bildung und im Gesundheitswesen und identifizierten die (Hinter-)Gründe für die aktuellen Probleme. Durch die Vorträge und Präsentationen von Christoph Krauss und Alessandra Gerolin sowie auch von Archimandrit Adam wurden anschließend die theoretischen Hintergründe eines ethisch-sozialen Handelns skizziert, um die Verknüpfung zwischen derzeitiger Ungerechtigkeiten und Lösungsansätzen zu diskutieren. Im Zentrum standen dabei die Prinzipien der Solidarität, Subsidiarität und der Personalität sowie der Nachhaltigkeit und der Nächstenliebe.

Zum Abschluss wurden gemeinsame Handlungsempfehlungen für die Zukunft gegeben. Dabei wurde zum einen hervorgehoben, dass der Dialog gestärkt werden müsse - sowohl zwischen der Kirche und dem Staat, aber auch zwischen dem Staat und zivilgesellschaftlichen Vertretern. Nur durch die Bildung funktionierender Netzwerke könne ein entscheidender Schritt voran gemacht werden. Zum anderen wurde jeder Teilnehmer sowie die vertretende Organisationen und (kirchlichen) Abteilungen durch die Diskussionsergebnisse aufgefordert sich selber stärker zu engagieren und zu einer gemeinsamen Problemlösung beizutragen. Strukturelle Ungleichheiten können demnach nur durch eine strukturelle Kooperation behoben werden.