Veranstaltungsberichte

Politische Nachwuchsförderung im Südkaukasus

von Katja Christina Plate

II. Politische Sommerschule der Konrad-Adenauer-Stiftung am Sewan See/Armenien, 12.-17. Juli 2009 und Leadership Academy

Politiker müssen der Öffentlichkeit zu unterschiedlichsten inhaltlichen Fragen Rede und Antwort stehen. Für Nachwuchspolitiker ist es eine große Herausforderung, sich das notwendige Detailwissen zu verschiedenen Themenbereichen zu erarbeiten. Hierbei unterstützt die Konrad-Adenauer-Stiftung Nachwuchspolitiker aus dem Südkaukasus im Rahmen einer Politischen Sommer und Winterschule sowie einer Leadership Academy.

Politiker müssen der Öffentlichkeit zu unterschiedlichsten inhaltlichen Fragen Rede und Antwort stehen. Für Nachwuchspolitiker ist es eine große Herausforderung, sich das notwendige Detailwissen zu verschiedenen Themenbereichen zu erarbeiten. Hierbei unterstützt die Konrad-Adenauer-Stiftung Nachwuchspolitiker aus dem Südkaukasus im Rahmen einer Politischen Sommer und Winterschule. Im Rahmen der Sommerschule werden Themen der Wirtschafts- und Sozialpolitik behandelt. Die Winterschule widmet sich der Außen- und Sicherheitspolitik.

Vom 12.-17. Juli 2009 hat die Konrad-Adenauer-Stiftung zum ersten Mal armenische und georgische Nachwuchspolitiker zusammen an den Sewan See in Armenien eingeladen. Aus Armenien waren die Parteien „Rechtsstaat (Orinants Erkir)“ und die „Republikanische Partei Armeniens“ vertreten; Aus Georgien die Parteien „Christliche Demokratische Bewegung“, „Neue Rechte“ und „Vereinigte Nationale Bewegung“.

Der Sommerschule ging vom 10.-12. Juli 2009 eine dreitägige Leadership Academy „Capacity Building for the Young Leaders“ voraus. Gemeinsam mit der Eduardo-Frei-Stiftung, der Alfred-Moser Stiftung und der Volkspartei für Freiheit und Demokratie aus den Niederlanden, wurden zunächst die programmatischen Unterschiede zwischen liberaler, christdemokratisch/konservativer und sozialdemokratischer Politik vermittelt und diskutiert. Methodische Übungen zur politischen Rhetorik und Präsentationstechniken rundeten das Programm ab.

Auf dieser Grundlage konnte die Wirtschafts- und Sozialpolitische Sommerschule der Konrad-Adenauer-Stiftung aufbauen.

Der deutsche Referent, Dr. Günter Dill, vermittelte den Teilnehmern während der ersten beiden Seminartage das nötige Grundwissen über wirtschaftspolitische Zusammenhänge und die Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft. Die beiden letzten Seminartage waren der Sozialpolitik gewidmet. Die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmern, die Gesundheits-, die Bildungs- und Familienpolitik waren von besonderem Interesse für die Teilnehmer. Ein Simulationsspiel und verschiedene Grup-pendiskussionen waren ebenso wie ein Ausflug nach Zachkazor Teil des Programms.

Neben den Austausch über inhaltliche Fragestellungen zur Wirtschafts- und Sozialpolitik, bot die Sommerschule den Nachwuchspolitikern Gelegenheit, persönliche und politische Kontakte untereinander zu knüpfen. Die wenigsten Teilnehmer aus Georgien hatten vor der Sommerschule bereits einmal ihr Nachbarland Armenien besucht. Ebenso hatten die armenischen Teilnehmer bisher wenig Kontakt zu Georgiern gehabt.

Die Politische Sommerschule der Konrad-Adenauer-Stiftung wird Anfang 2009 durch eine Winterschule zur Außen- und Sicherheitspolitik ergänzt. Die Teilnehmer erhalten nach Abschluss beider Komponenten ein Zertifikat, das ihre Fortbildung dokumentiert. Sie werden in das Alumni-Netzwerk der Konrad-Adenauer-Stiftung integriert und weiter unterstützt.