Veranstaltungsberichte

Politische Winterschule "Transforming Politics"

Mit dem dreitägigen Follow-Up der Sommerschule ging die diesjährige politische Winterschule in Tiflis zu Ende. 16 junge Nachwuchspolitiker/innen aus Armenien, Aserbaidschan und Georgien wurden zum Thema „Transforming Politics“ trainiert.

Mit dem dreitägigen Follow-Up der Sommerschule ging die diesjährige politische Winterschule in Tiflis zu Ende. 16 junge Nachwuchspolitiker/innen aus Armenien, Aserbaidschan und Georgien wurden zum Thema „Transforming Politics“ trainiert.

Anknüpfend an die im letzten Jahr stattfindende Sommerschule konnten die Teilnehmer ihre erlernten Kenntnisse in Organisation und strategischer Planung anhand eigens erarbeiteter Projekte unter Beweis stellen. Die Workshopteilnehmer richteten ihre Projekte vor allem an der Stärkung politischer Akteure, wie Frauen und Jugendlichen aus und nahmen auch die Notwendigkeit wahr, zivilgesellschaftliche Interessen zu berücksichtigen und vermehrt in den politischen Prozess zu integrieren.

Neben der Projektvorstellung und –diskussion, lag der Schwerpunkt der diesjährigen Winterschule auf „Transforming Politics“. Als Expertin zu diesem Thema konnten die Teilnehmer/innen Eka Tkeshelashvili, ehemalige Ministerin für Reintegration, Justizministerin, Außenministerin und stellvertretende Premierministerin Georgiens, Fragen stellen. Sie zeichnete in ihrem Vortrag den Weg Georgiens in einer sich transformierenden politischen Landschaft dar und diskutierte mit den Teilnehmern über die jüngsten politischen Ereignisse und Veränderungen und über die Rolle Georgiens, das im Südkaukasus als Vorbild eines erstmals friedlich stattfindenden Machtwechsels dienen kann.

Im Rahmen eines Simulationsspiels zur Korruptionsbekämpfung konnten die Nachwuchskräfte direkt erfahren, wie Meinungspluralismus funktioniert und politische Verhandlungen geführt werden. Um Machtverteilung und Koalitionsbildung ging es in einem weiteren Spiel, bei dem politische Kommunikation, interne Partizipation, Legitimation und Interessenberücksichtigung im Vordergrund standen. Interne Demokratie und Wahlen wurden als zentrale Faktoren eines legitimen Systems herausgearbeitet.

Die von den Teilnehmern erarbeiteten Projekte wurden nach Kriterien der Nachhaltigkeit, Innovation, Multi-Player-Effekt und Zielführung bewertet. Die Jury bestand aus Prof. Ghia Nodia vom Kaukasus-Institut für Frieden, Demokratie und Entwicklung, Dr. Kornely Kakachia von der staatlichen Universität Tbilisi, Dr. Oliver Reisner, Delegationsmitglied der Europäischen Kommission in Georgien, Prof. David Aphrasidze von der staatlichen Ilia Universität und Dr. Silke Klöver von der Deutschen Botschaft in Georgien. Nach einer Auswertung aller Projekte nach den vorgestellten Kriterien ging als klarer Sieger das Projekt „Leading the future: Youth in politics today and tomorrow“ der armenischen Jugendorganisation der Rebublican Party hervor. Die Siegergruppe wird ihr Projekt mit finanzieller Unterstützung der KAS in diesem Jahr durchführen.

Der Kurs wird seinen Höhepunkt in einer einwöchigen Studienreise nach Berlin finden, zu der Dr. Canan Atilgan, Leiterin des Regionalprogramms Politischer Dialog Südkaukasus, die Teilnehmer/innen einlud und bei dem die in beiden Workshops geknüpften Kontakte zwischen den verschiedenen politischen Jugendorganisationen Armeniens, Aserbaidschans und Georgiens sowie die interessanten Gespräche und Diskussionen fortgesetzt werden können.